Boston gleicht Serie gegen Buffalo aus - Utah Mammoth feiern ersten Playoff‑Sieg gegen Vegas
Die Boston Bruins um Cheftrainer Marco Sturm melden sich eindrucksvoll in der Playoff-Serie gegen die Buffalo Sabres zurück.
22.04.2026 | 08:15 Uhr
Angeführt von Viktor Arvidsson und einem erneut starken Jeremy Swayman sichern sich die Bruins in Game 2 einen wichtigen Auswärtssieg - und haben nun Heimvorteil auf ihrer Seite.
Die Boston Bruins haben in der Eastern-Conference-Erstrundenserie gegen die Buffalo Sabres zurückgeschlagen und mit einem 4:2-Auswärtserfolg in Spiel 2 zum 1:1 ausgeglichen. Matchwinner im KeyBank Center war Viktor Arvidsson, der mit zwei Treffern die Offensive der Bruins trug.
Nach einem torlosen ersten Drittel übernahm Boston im Mittelabschnitt zunehmend die Kontrolle. Arvidsson brachte die Bruins in der 25. Minute in Führung, als er nach einem schnellen Gegenstoß die Ruhe behielt und Buffalo-Goalie Ukko-Pekka Luukkonen im Eins-gegen-eins überwand. Nur wenige Minuten später sorgte Morgan Geekie für das 2:0 - mit einem kuriosen Treffer aus der neutralen Zone, bei dem Luukkonen unglücklich aussah.
Pastrnak überzeugt einmal mehr
Boston nutzte den Schwung konsequent und erhöhte noch vor der zweiten Pause auf 3:0. Pavel Zacha fälschte einen Pass von David Pastrnak im Powerplay entscheidend ab. Pastrnak blieb zwar ohne Tor, überzeugte aber einmal mehr als Spielgestalter und sammelte zwei Assists.
Auch zu Beginn des Schlussdrittels blieb Boston eiskalt: Nur 16 Sekunden nach Wiederbeginn erzielte Arvidsson seinen zweiten Treffer des Abends und zwang Buffalos Trainerstab zum Goalie-Wechsel. Für Luukkonen kam Alex Lyon ins Spiel.
Wie schon in Game 1 zeigten die Sabres Moral und starteten eine späte Aufholjagd. Bowen Byram und Peyton Krebs verkürzten innerhalb weniger Minuten auf 2:4 und brachten noch einmal Spannung ins Spiel. Doch Bruins-Torwart Jeremy Swayman behielt die Nerven und entschärfte in der Schlussphase mehrere gefährliche Abschlüsse.
Mit insgesamt 34 Paraden war Swayman einer der entscheidenden Faktoren für den Auswärtssieg der Bruins, die damit eine erneute späte Wende der Sabres verhindern konnten. Die Serie ist nach zwei Spielen ausgeglichen, wechselt nun nach Boston - wo die Bruins in den kommenden Partien erneut auf ihre defensive Stabilität und ihre Effizienz im Abschluss setzen werden.
Utah Mammoth schreiben Geschichte
Die Utah Mammoth mit Nationalspieler John-Jason Peterka schrieben derweil in Spiel 2 der Western‑Conference‑Erstrunde NHL‑Geschichte. Beim 3:2‑Auswärtssieg gegen die Vegas Golden Knights feierte das junge Franchise den ersten Playoff‑Erfolg seiner Geschichte und stellte die Serie auf 1:1.
Entscheidender Mann des Abends war Logan Cooley. Der 21‑Jährige erzielte in der 54. Minute den Siegtreffer, als er nach einem Schuss von Dylan Guenther zunächst selbst den Pfosten traf, dann aber den Abpraller entschlossen über die Linie drückte. Cooley punktete damit auch im zweiten Playoff‑Spiel seiner Karriere und stellte eine NHL‑Bestmarke für einen US‑amerikanischen Spieler auf.
Die Golden Knights hatten vor heimischer Kulisse den besseren Start. Mark Stone brachte Vegas im ersten Drittel im Powerplay in Führung, profitierte dabei aber von einem unglücklichen Abpraller vom Schlittschuh eines Utah‑Verteidigers. Die Mammoth ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen und kamen noch vor der Pause zum Ausgleich, als ein Abschluss von MacKenzie Weegar nach mehreren Abfälschungen im eigenen Tor der Gastgeber landete.
Im zweiten Drittel übernahmen die Gäste phasenweise die Kontrolle. Guenther erzielte mit einem präzisen One‑Timer das 2:1 für Utah, doch nur gut eine Minute später antwortete Vegas durch Ivan Barbashev, der nach einem schnellen Umschaltmoment eiskalt blieb. Insgesamt dominierten die Mammoth im Mitteldrittel das Schussverhältnis klar und setzten die Golden Knights früh unter Druck.
Cooley sorgt für die Entscheidung
Im Schlussabschnitt entwickelte sich ein intensives, taktisch geprägtes Spiel, ehe Cooley mit seinem späten Treffer für die Entscheidung sorgte. Utah verteidigte den knappen Vorsprung erfolgreich, auch dank eines souveränen Karel Vejmelka im Tor, der 19 Schüsse parierte.
Mit dem Auswärtssieg gelingt den Mammoth nicht nur der Serienausgleich, sondern auch ein emotionaler Meilenstein der noch jungen Franchise‑Geschichte. Die Best‑of‑Seven‑Serie wechselt nun nach Salt Lake City, wo Utah erstmals Playoff‑Eishockey vor eigenem Publikum erleben wird.
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