Tadej Pogacar gewinnt 6. Vuelta-Etappe trotz Schrecksekunde und baut Gesamtführung aus
Tadej Pogacar hat die 6. Etappe der Vuelta a Espana gewonnen und seine Führung in der Gesamtwertung ausgebaut. Der Weltmeister setzte sich nach einer Schrecksekunde auf der Abfahrt vor Enric Mas durch.
27.08.2026 | 18:05 Uhr
Der UAE-Star feierte seinen dritten Tagessieg bei der diesjährigen Vuelta. Im Gesamtklassement liegt Pogacar nun deutlich vor der Konkurrenz.
Radsport-Superstar Tadej Pogacar hat bei der Vuelta a Espana eine Schrecksekunde erlebt, die Jagd nach dem ersten Gesamtsieg mit seinem dritten Tagessieg aber unbeeindruckt fortgesetzt. Der Weltmeister zeigte auch auf der sechsten Etappe seine ganze Klasse, nach 177,4 Kilometern von Alcossebre nach Castello ließ Pogacar seinem Fluchtkollegen Enric Mas im Sprint keine Chance.
Pogacar verhindert Sturz
Nach einer Attacke am Puerto El Bartalo rund 25 Kilometer vor dem Ziel, mit bis zu 14,4 Prozent Steigung die größte Schwierigkeit der Etappe, distanzierte Pogacar die Klassement-Konkurrenz spielerisch. Schnell schloss der Slowene vom Team UAE Emirates-XRG zum Ausreißer Mas (Movistar) auf. Auf der Abfahrt versteuerte sich der Dominator aber in einer Kurve, kam von der Strecke ab, doch verhinderte in höchster Not einen Sturz. Anschließend machte das Duo den Sieg auf den letzten flachen Kilometern unter sich aus.
Die Verfolgergruppe kam 46 Sekunden später ins Ziel. Platz drei sicherte sich Ramses Debruyne (Alpecin-Premier Tech). Felix Gall (Decathlon-CMA CGM) und der viermalige Gesamtsieger Primoz Roglic vom deutschen Rennstall Red Bull-Bora-hansgrohe kamen zeitgleich mit dem Belgier an.
Vuelta-Sieg fehlt Pogacar noch
Pogacar, der mit seinem ersten Vuelta-Erfolg seine Titelsammlung bei großen Rundfahrten komplettieren will, liegt nun mit 3:34 Minuten Vorsprung an der Spitze. Neuer Zweiter ist Mas vor Pogacars Landsmann Roglic (+4:21).
Für Joshua Tarling geht die Vuelta dagegen nicht weiter, der junge Brite beendete sein Rennen früh. Der 22-Jährige habe sich entschieden auszusteigen, teilte sein Team Netcompany Ineos mit. Die Teilnahme hatte Tarling seinem verstorbenen Bruder Finlay gewidmet, vor fast zwei Wochen war der 19-Jährige bei der Portugal-Rundfahrt tödlich verunglückt.
Brenner stürzt 83km vor dem Ziel
Für Marco Brenner lief das Rennen an seinem 24. Geburtstag dagegen nicht optimal, die deutsche Nachwuchshoffnung stürzte 83 Kilometer vor dem Ziel. Der Profi des Schweizer Teams Tudor Pro Cycling konnte aber weiterfahren.
Am Freitag geht es ins Hochgebirge, anspruchsvolle 149,8 km über insgesamt 3597 Höhenmeter gilt es ab Vall d'Alba zu absolvieren. Insgesamt fünf Bergwertungen stehen bis zur Bergankunft im Skigebiet Aramón Valdelinares auf dem Plan. Die nächste Attacke von Pogacar dürfte folgen.
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