Alexander Zverev muss heftige Kritik nach seinem Aus in Montreal einstecken

Alexander Zverev steht nach seinem frühen Aus beim ATP-Masters in Montreal in der Kritik. Rennae Stubbs wirft dem deutschen Tennisstar vor, nach der Niederlage gegen Tallon Griekspoor Ausreden gesucht zu haben.

Alexander Zverev hat sich nach seinem Aus in Montreal über die Wilson-Bälle beschwert.
Image: Alexander Zverev hat sich nach seinem Aus in Montreal über die Wilson-Bälle beschwert.  © DPA pa

Zverev sprach nach dem Turnier über schwierige Bedingungen und andere Bälle. Stubbs hält diese Erklärungen für unangebracht und fordert mehr Anpassungsfähigkeit.

Alexander Zverev hat beim ATP-Masters in Montreal eine überraschende Niederlage hinnehmen müssen. Die deutsche Nummer eins scheiterte bereits früh am Niederländer Tallon Griekspoor und verpasste damit einen erfolgreichen Start in die Hartplatzsaison.

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Alexander Zverev ist in Montreal in der zweiten Runde ausgeschieden. Der French-Open-Sieger verlor gegen den Niederländer Tallon Griekspoor mit 7:6, 2:6, 4:6.

Nach dem Match sprach Zverev über die Bedingungen vor Ort. Besonders die verwendeten Wilson-Bälle hob der 29-Jährige hervor. Diese unterscheiden sich von den Dunlop-Bällen, die zuletzt beim Rasenklassiker in Wimbledon genutzt wurden.

Zverev deutete an, dass die Umstellung für einige überraschende Ergebnisse sorgen könne. Gleichzeitig machte der Deutsche deutlich, dass dies nicht die entscheidende Ursache für seine Niederlage gewesen sei. "Ich bin einfach noch nicht in der Form, die ich in den vergangenen Monaten hatte", erklärte Zverev nach dem frühen Aus.

Alexander Zverev scheitert in Kanada an seiner Auftakthürde.
Image: Alexander Zverev scheitert in Kanada an seiner Auftakthürde.  © DPA pa

Vergleich mit Federer, Nadal und Co.

Trotz dieser Einordnung stießen seine Aussagen bei Rennae Stubbs auf deutliche Kritik. Die ehemalige Weltranglistenerste im Doppel und enge Freundin der deutschen Tennis-Ikone Steffi Graf nahm das Thema in ihrem Podcast auf und stellte die Reaktion des Hamburgers infrage.

Stubbs: "Habt ihr jemals Rafael Nadal, Novak Djokovic, Roger Federer oder Serena Williams nach einer Niederlage die Bälle verantwortlich machen hören? Was machen wir hier eigentlich? Ja, die Bälle sind anders, aber das gilt für beide Spieler", sagte die 55-Jährige, die vor einigen Jahren unter anderem Serena Williams trainierte.

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Stubbs: Zverev hat "immer eine Ausrede"

"Es gibt immer eine Ausrede. Die Bälle sind anders, aber das gilt für beide Spieler. Dann spann deine Saiten eben härter oder finde eine andere Lösung. Wir kennen diese Situation alle", sagte die sechsmalige Grand-Slam-Siegerin im Doppel und Mixed. Für die ehemalige Spielerin aus Sydney gehört es zum Selbstverständnis eines Spitzenspielers, sich an unterschiedliche Gegebenheiten anzupassen.

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Unterstützung erhielt sie von Podcast-Kollegin Caitlin Thompson. Diese verwies auf ein bekanntes Zitat von Billie Jean King: "Champions passen sich an." Stubbs betonte, dass Profis Möglichkeiten hätten, auf veränderte Bedingungen zu reagieren. Dazu gehören eben auch Anpassungen bei Material, Spielweise oder Besaitung. Wer an der Weltspitze bestehen wolle, müsse solche Herausforderungen lösen.

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