Joshua Kimmich vom FC Bayern spricht über Beinahe-Wechsel zu PSG
Joshua Kimmich hat mit bemerkenswerter Offenheit über seinen Beinahe-Wechsel zu Paris Saint-Germain gesprochen.
08.06.2026 | 21:31 Uhr
Der Mittelfeldchef des FC Bayern bestätigte, dass ein Abschied aus München zwischenzeitlich deutlich konkreter war als bislang bekannt.
"Ich hatte das Gefühl, dass die Bayern sehr offen sind, mich abzugeben", sagt Kimmich in der ZDF-Doku 'sportstudio produktion: Kapitän Kimmich', die am Dienstag erstmals in der ZDF-Mediathek erscheint. "Das trägt nicht dazu bei, dass die Bindung zwischen Verein und Spieler größer wird. Ich habe mich mit Max Eberl unterhalten. Der hat mir das dann auch noch mal bestätigt: 'Wenn du weg möchtest, dann bist du zum Verkauf, dann ist das möglich.'"
Kimmich stand kurz vor dem Abgang aus München. "Stand jetzt weiß ich nicht, was passieren sollte, dass ich hier verlängern würde. Selbst wenn wir hier 30 Spiele in Folge gewinnen und das finanzielle Angebot Wahnsinn ist und der Verein voll hinter mir steht. Ich will es nicht zu 100 Prozent ausschließen, aber zu 95 Prozent sehe ich es nicht kommen, dass ich hier verlängere", sagt der DFB-Kapitän im Sommer 2024. Ein Wechsel zerschlug sich allerdings.
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Kimmich tauschte sich mit PSG-Coach Enrique aus
Im Winter 2025 - ein halbes Jahr vor dem Ende seines Bayern-Vertrages im Juni 2025 - machte PSG dann noch einmal ernst. Kimmich ehrlich: "Mit Paris war ein Verein da, der sich sehr committet hat. Einer, den ich auch gar nicht so auf dem Zettel hatte. Ich habe mich schon mit dem Sportdirektor [Luis Campos] und dem Trainer von Paris [Luis Enrique] ausgetauscht. Wenn das Interesse groß ist, und ich muss sagen, die haben das wirklich gut gemacht und einem echt den Eindruck vermittelt, dass sie einen wirklich haben wollen, dann ist das schon so, dass man sich damit beschäftigt."
Sportdirektor Campos besuchte Kimmich seinerzeit sogar bei sich zuhause. "Das hat mich schon gecatcht. Ich sollte da ein wichtiges Puzzlestück sein als ein Spieler mit etwas mehr Erfahrung. Und das macht dann schon was mit einem."
Obwohl sich Kimmich in Paris schon nach Wohngegenden und Schulen für seine Kinder umgeschaut hatte und PSG ihm ein lukratives Angebot vorlegte, kam der Wechsel in die französische Hauptstadt letztlich erneut nicht zustande.
"Das Finanzielle war krass"
"Das Finanzielle war krass. Wirklich. Sehr, sehr krass, muss ich sagen. Ich wollte das aber nicht zum Ausschlaggebenden machen", so Kimmich. Letztlich entschied sich der heute 31-Jährige doch für einen Verbleib bei den Münchnern. Wie er später erklärte, lag es einerseits an seiner Familie, andererseits aber auch wegen des damals neu verpflichteten Coaches Vincent Kompany. "Ich hab noch nie ein so großes Vertrauen gespürt, wie jetzt", sagt Kimmich in der Doku.
Durch die gestiegene Wertschätzung im Klub und den Erfolg unter Kompany entschied Kimmich am Ende mit der Familie zusammen, dass er doch bis 2029 verlängert. Offiziell gemacht wurde die Verlängerung im März 2025.
Im Mai - ausgerechnet nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League gegen PSG - sagt Kimmich in der Doku: "Es war richtig, dass ich bei den Bayern verlängert habe."
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