Julian Nagelsmann spricht über Startelfchancen von DFB-Stürmer Deniz Undav

Der Bundestrainer lässt durchblicken, dass er über die Rolle von Super-Joker Undav grübelt.

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Die deutsche Nationalmannschaft ist vorzeitig ins WM-Sechzehntelfinale eingezogen. Deniz Undav erzielte erst den Ausgleich und traf dann zum 2:1.

Drei Tore und zwei Vorlagen in 56 Minuten - einen besseren Joker als Deniz Undav hat die WM selten gesehen. Bleibt der Matchwinner nach seinem Doppelpack gegen die Elfenbeinküste (2:1) also in seiner Rolle als Einwechselspieler verhaftet?

"Das ist doch top für ihn gerade", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde bei MagentaTV, "viel mehr Entscheider als er kann man nicht sein."

Dennoch sei es "nicht ausgeschlossen", ergänzte Nagelsmann, dass Undav im Gruppenfinale am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Ecuador in East Rutherford in der Startelf stehe. Überhaupt war der Chef voll des Lobes für den Stürmer.

"Macht er unfassbar gut"

"Das erste Tor, das war super Timing von Deniz, den macht er unfassbar gut, der ist unheimlich schwer", sagte er. "Das zweite ist ein klassischer Deniz Undav." Nach einem "Topball" von Felix Nmecha sei es "brutal" gewesen, wie sich der Torjäger "wegschleicht im Rücken, der Kontakt ist Wahnsinn".

Experte Thomas Müller sah das genauso. "Das ist das Stürmer-Gen! Er nimmt ihn an und weiß, das ist eine Schusssituation - nix Neues bei Deniz. Immer, wenn die Räume aufgehen: Viel Spaß mit Undav."

Julian Nagelsmann bejubelt mit Doppelpacker Deniz Undav den späten Sieg gegen die Elfenbeinküste.
Image: Julian Nagelsmann bejubelt mit Doppelpacker Deniz Undav den späten Sieg gegen die Elfenbeinküste.  © Imago

Undav äußert sich selbst

Also bleibt er Joker, "pusht" die anderen, wie Abwehrchef Jonathan Tah lobend hervorhob, und hält ansonsten still? "Sie können ja mal Andre Schürrle fragen, ob er glücklich mit 2014 war", sagte Mats Hummels. Schürrle war der Undav der Rio-Weltmeister - und legte im Finale den Siegtreffer von Mario Götze auf.

Vom Titel wollte Nagelsmann aber noch nicht sprechen. "Vor drei Wochen lag noch alles in Schutt und Asche", sagte er und erinnerte seine Elf an seine Vorgabe: "Einfach die Aufgaben abarbeiten, die vor uns liegen."

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Undav selbst will sich an der Diskussion nicht direkt beteiligen. "Wir haben ein gemeinsames Ziel und wenn das gerade so gut funktioniert, wie gesagt, liegt es am Bundestrainer", sagte der Stuttgarter.

"Er trifft die Entscheidungen und ich glaube, es ist nur wichtig für ihn und auch für die Spieler, die von der Bank kommen und die, die spielen, dass sie sehen, okay, dass jeder, der reinkommt, Akzente setzen kann, das Spiel ändern kann." Mit drei Toren und zwei Vorlagen führte Undav die Scorer-Liste der WM nach dem Schlusspfiff an.

SID

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