KSC-Toptalent Rafael Pinto Pedrosa über möglichen Weg ins DFB-Team zu Jürgen Klopp
Das Juwel reagiert auf ein Gedankenspiel von Sky Sport nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft.
27.07.2026 | 13:58 Uhr
KSC-Juwel Rafael Pinto Pedrosa hat sich im Rahmen des Karlsruher Testspiels gegen Inter exklusiv bei Sky Sport zu einer möglichen Zukunft in der deutschen A-Nationalmannschaft geäußert.
Aus dem BBBank Wildpark in Karlsruhe berichtet Florian Hartmann
Es sah nach einem ganz sicheren Treffer für Inter aus!
Bei einem Einwurf für den KSC tief in der gegnerischen Hälfte, waren die Badener zu Beginn der zweiten Halbzeit mit all ihren zehn Feldspielern weit aufgerückt. Nach einem Klärungsschlag rannten so urplötzlich zwei Profis der Nerazzurri ab Höhe der Mittellinie alleine auf das Karlsruher Tor zu. Ein Raunen ging durch den ausverkauften Wildpark, denn wohl jeder, der mehr als 30.000 Zuschauer rechnete mit einem baldigen italienischen Torschrei, doch es kam anders.
KSC-Top-Talent Rafael Pinto Pedrosa wollte den sich anbahnenden Treffer des amtierenden Serie-A-Meisters nicht so einfach hinnehmen und nahm die Verfolgung des Inter-Duos auf. Blitzschnell raste der 18-Jährige zurück in die eigene Hälfte und verhinderte im vollen Lauf in letzter Sekunde tatsächlich noch den Mailänder Treffer. Jubel brandete im Stadion auf und auch die Karlsruher Spieler feierten den Youngster für die starke Rettungsaktion.
Stammspieler in der U19-Nationalmannschaft
Aktionen wie diese sind der Grund, warum Pinto Pedrosa eine große Zukunft prognostiziert wird. Nach dem blamablen WM-Aus des DFB-Teams nahm Sky Sport Anfang Juli ein Gedankenspiel vor und zählte Kandidaten auf, die möglicherweise die Nationalspieler der Zukunft sein könnten. Ein Name, der dabei fiel: Rafael Pinto Pedrosa.
Der Rechtsverteidiger, der auch offensiver eingesetzt werden kann, absolvierte mit seinen jungen Jahren bereits 42 Spiele in der 2. Bundesliga und ist außerdem fester Bestandteil der deutschen U19-Nationalmannschaft. Der KSC-Profi stand im jüngsten U19-EM-Finale gegen Spanien so auch in der Startelf, konnte die Pleite der DFB-Junioren aber nicht verhindern.
"Beschäftigt mich schon"
Nach dem Inter-Spiel, das der KSC letztlich knapp mit 1:2 verlor, äußerte sich das Top-Talent nun selbst exklusiv bei Sky Sport zum erwähnten Gedankenspiel und einer möglichen Zukunft in der A-Nationalmannschaft: "Es beschäftigt mich schon, ich würde lügen, wenn ich etwas anderes sage. Ich habe aber zum Glück meine Familie und meine Freunde, die mich immer auf dem Boden halten und mir sagen, dass ich das genießen muss. Mein voller Fokus liegt erstmal auf dem KSC und darauf, eine sehr gute Saison zu spielen".
"Das wäre natürlich ein Traum. Dafür werde ich auf jedenfall alles tun und alles auf dem Platz geben. Wenn diese Zeit kommen sollte, wäre ich sehr glücklich", ergänzte der Youngster außerdem. In den Katakomben sprach auch der neue KSC-Trainer Maximilian Senft über sein Juwel. "Ich arbeite mit Rafa seit knapp 14 Tagen zusammen und will und muss ihn auch noch besser kennenlernen. Eine Aktion, die heute aber auf jedenfall hängenbleibt, war sein 50-Meter-Sprint nach hinten, wo er uns vorm Gegentor rettet. Da ist er vorangegangen und hat uns ermöglicht, dass wir drei Minuten später das Tor machen können. Diese Grundhaltung zeichnet ihn aus und ich fand, dass er ein sehr gutes Spiel gemacht hat heute", meinte der Österreicher.
Scouts bekamen am Sonntag gegen Inter in jedem Fall Material für ihre Notizbücher geliefert und auch in Zukunft dürfte sich ein Blick auf die Fähigkeiten von Pinto Pedrosa lohnen, der möglicherweise ja tatsächlich die zukünftige Lösung der DFB-Probleme rechts hinten sein könnte.
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