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Olympia News: Fragen und Antworten zur Causa Walijewa

Fragen und Antworten zur Causa Walijewa

Um Kamila Walijewa gibt es Doping-Spekulationen.
Image: Der Fall Kamila Walijewa bestimmt die Olympischen Winterspiele.  © Imago

Fast die gesamte Sportwelt hat bei der Tragödie um die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa mitgelitten. Wie geht es jetzt weiter für die erst 15 Jahre alte Sportlerin?

Walijewa war eigentlich auch für einen Start bei den Weltmeisterschaften Ende März in Montpellier vorgesehen. Doch dazu wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht kommen. Auch ein Comeback in der nach-olympischen Saison steht noch in den Sternen.

Wovon ist das abhängig?

Die juristischen Auseinandersetzungen über ihren positiven Dopingtest dürften sich noch über mindestens mehrere Wochen hinziehen. Die durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS gefällte Entscheidung für eine Teilnahme an der olympischen Einzel-Entscheidung der Frauen galt explizit nur für diesen einen Wettbewerb. Vom einfachen Verweis bis hin zu einer längeren Sperre ist für Walijewa alles denkbar.

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Was ist mit dem Team-Wettbewerb, den die russische Mannschaft mit Walijewa gewann?

Dieses Ergebnis ist noch nicht endgültig bestätigt. Unter anderem ist juristisch noch unklar, ob nach einer rückwirkend geltenden Sperre Walijewas auch ihre Teamkollegen die sportlich gewonnenen Goldmedaillen verlieren. Sollte die russische Mannschaft disqualifiziert werden, gingen ihre Medaillen an die USA. Das deutsche Team würde auf den achten Platz vorrücken, nicht unwichtig für die finanzielle Förderung in den kommenden Jahren.

Was wird Trainerin Eteri Tutberidse vorgeworfen?

Sie ließ nach der fehlerbehafteten Kür kein gutes Haar an ihrer Läuferin, kritisierte ihre Taktik, von Trost keine Spur. Ob und wie Walijewa diese menschliche Tragödie verarbeitet, ist völlig unklar. Es wird viel über einen Trainerwechsel spekuliert. Silbermedaillengewinnerin Alexandra Trussowa verließ Tutberidse einmal, um beim zweimaligen Olympiasieger Jewgeni Pluschenko zu trainieren. Nach nur eine Saison kehrte sie zu Tutberidse zurück.

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Was tut die Internationale Eislauf-Union (ISU), damit sich ein solches Drama nicht wiederholt?

Die ISU kündigte an, auf ihrem Jahreskongress im Juni in Phuket/Thailand über eine Erhöhung des Mindestalters von 15 auf 17 Jahre abstimmen zu wollen. Zahlreiche Experten, darunter Katarina Witt, hatten in die gleiche Richtung argumentiert. Der Turn-Weltverband FIG hatte mit einer Erhöhung von 15 auf 16 Jahre durchaus Erfolg, mittlerweile gibt es mehrere Athletinnen, die älter als 30 Jahre sind und mit der Weltklasse noch mithalten können.

Wird es die nötige Zweidrittel-Mehrheit für eine solche Reform geben?

Schwierig einzuschätzen, aber durchaus vorstellbar. Die Zustimmung seitens der Deutschen Eislauf-Union (DEU) dürfte sicher sein. Aktuell hat der russische Verband international nur wenige Verbündete. Viele andere ISU-Mitglieder werfen ihm vor, den Eiskunstlauf durch die ständige Nominierung von Athleten an der aktuellen Untergrenze des Mindeststartalters in Misskredit zu bringen.

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SID

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