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Tour de France: Zweikampf zwischen Pogacar & Vingegaard - Lafay feiert Tagessieg

Pogacar setzt Duftmarke bei Tour de France - Franzose feiert Tagessieg

Victor Lafay gewinnt die zweite Etappe der Tour de France.
Image: Victor Lafay gewinnt die zweite Etappe der Tour de France.  © Imago

Vollgas-Auftakt bei der Tour de France: Bereits am extrem stimmungsvollen ersten Wochenende der 110. Frankreich-Rundfahrt ist das spektakuläre Duell der beiden Topfavoriten Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard entbrannt.

Vollgas-Auftakt bei der Tour de France: Bereits am extrem stimmungsvollen ersten Wochenende der 110. Frankreich-Rundfahrt ist das spektakuläre Duell der beiden Topfavoriten Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard entbrannt. Die Zeitabstände hielten sich am Ende in Grenzen - der Tagessieg am Sonntag ging an den Franzosen Victor Lafay, der ein spätes Solo krönte.

Der 27-Jährige vom Team Cofidis siegte vor dem Belgier Wout van Aert und Pogacar und feierte seinen ersten Etappensieg bei der Frankreich-Rundfahrt. Der Brite Adam Yates aus Pogacars UAE Team Emirates verteidigte indes seine auf der ersten Etappe heraus gefahrene Führung im Gesamtklassement. Tags zuvor war er ins erste Gelbe Trikot der Tour gerast, als er im spektakulären Zwillingsduell seinen Bruder Simon hinter sich gelassen hatte.

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Zweikampf zwischen Pogacar und Vingegaard

Vor hunderttausenden frenetischen Radsportfans im Baskenland ließen Herausforderer Pogacar und Titelverteidiger Vingegaard am abschließenden Anstieg hinauf zum Jaizkibel am Sonntag erstmals die Muskeln spielen. Pogacar sicherte sich bei der Bergwertung und später im Sprint weitere Bonussekunden im Vergleich mit Vingegaard, der nach dem Auftaktwochenende nun elf Sekunden hinter dem zweitplatzierten Pogacar zurück liegt.

In der abschließenden Abfahrt wurden beide vom stark geschrumpften Feld wieder eingeholt - einen Kilometer vor dem Ziel in San Sebastian zog dann der starke Lafay an und rettete seinen Vorsprung hauchzart über die Linie. Auch der deutsche Meister Emanuel Buchmann zeigte eine starke Leistung und versuchte sein Heil fünf km vor dem Ziel in der Flucht - hatte damit aber weniger Erfolg als Lafay.

Familienmärchen

Zum Auftakt am Samstag hatten die britischen Yates-Zwillinge ein kleines Familienmärchen geschrieben. Adam, eigentlich Edelhelfer von Topfavorit Pogacar, flog kurz vor dem Ziel an seinem Bruder vorbei und ins erste Gelbe Trikot der Tour. Zum ersten Mal seit Andy und Fränk Schleck 2011 teilte ein Brüderpaar die Plätze eins und zwei untereinander auf.

"Wir haben eine sehr enge Bindung. Diese Erfahrung mit Simon zu teilen, ist echt besonders", sagte Yates im Anschluss. Zuvor hatte er am letzten Anstieg des Tages das Tempo angezogen und die Spitzengruppe gesprengt - nach dem Gipfel fand er sich plötzlich nur noch an der Seite seines Zwillingsbruders vom Team Jayco AlUla wieder.

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Zu zweit ging es in Richtung Ziel im begeisterten Bilbao, wo der der 26 Sekunden ältere Adam Yates im Familienduell die etwas besseren Beine bewies. Pogacar indes schnappte sich mit zwölf Sekunden Rückstand als Dritter noch vier Sekunden Zeitgutschrift und setzte ein erstes kleines Zeichen im Duell mit Vingegaard.

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Letzte Etappe in Spanien

Bevor der Tour-Tross am Montag auf deutlich flacherem Terrain nach Frankreich rollt, ging es am Sonntag zunächst abermals über fünf kleinere Anstiege durch den Nordwesten Spaniens. Nach gewohnt hektischem Beginn der mit 209 km längsten Etappe der Tour in Vitoria-Gasteiz formierte sich schnell eine dreiköpfige Fluchtgruppe. Mit dabei auch Neilson Powless (USA) - der Mann, der dem Augsburger Georg Zimmermann am Samstag das Bergtrikot vor der Nase weggeschnappt hatte und es souverän verteidigte.

Ansonsten passierte lange wenig Spektakuläres. UAE kontrollierte das Geschehen routiniert ohne sich zu verausgaben, das Hauptfeld schlängelte sich zunächst weitgehend gemütlich durch das leicht regnerische Baskenland. Mit der Zeit machte das Team von Pogacar und Yates dann aber ernst, knapp 20 km vor dem Ziel wurde Powless als letzter Ausreißer eingeholt. Am letzten Anstieg ging es dann zur Sache.

SID

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