Carlos Sainz nach Strafe zurückversetzt: Williams-Pilot verliert starkes Baku-Ergebnis
Carlos Sainz ist nach dem Qualifying zum Grand Prix von Aserbaidschan um fünf Startplätze zurückversetzt worden. Der Williams-Pilot hatte unter Gelb nicht ausreichend verlangsamt und verliert damit sein bestes Qualifying-Ergebnis der Saison.
25.09.2026 | 18:49 Uhr
Aus Startplatz neun wird für Carlos Sainz nun Rang 14. Die Rennkommissare verhängten zusätzlich zwei Strafpunkte auf die Superlizenz des Spaniers. Auch Sergio Perez erhielt eine nachträgliche Strafe.
Für Carlos Sainz endete das Qualifying zum Großen Preis von Aserbaidschan mit einem Rückschlag. Der Spanier hatte sich zunächst den neunten Startplatz gesichert und damit das bislang beste Qualifying-Ergebnis der Saison für Williams eingefahren.
Nachträglich wurde Sainz jedoch von den Stewards bestraft. Die Rennleitung stellte fest, dass der Williams-Pilot während einer Gelbphase nicht ausreichend Geschwindigkeit reduziert hatte.
Dadurch verliert Sainz fünf Positionen in der Startaufstellung und wird das Rennen nun von Rang 14 aufnehmen.
Gelbflaggen-Verstoß in der Schlussphase von Q3
Der Vorfall ereignete sich in den letzten Momenten des Qualifyings.
Vor Sainz war ein anderes Fahrzeug von der Strecke geraten, weshalb Gelbflaggen geschwenkt wurden. Nach Ansicht der Rennkommissare reagierte der Spanier nicht regelkonform auf die Warnsignale.
Sainz erklärte später, er habe die Situation anders interpretiert. Sein Ziel sei gewesen, die Geschwindigkeit erst im nächsten Abschnitt mit Gelbflaggen so zu reduzieren, dass ein gesamter Geschwindigkeitsverlust über die komplette Gefahrenzone entsteht.
Die Rennkommissare akzeptierten diese Erklärung jedoch nicht und stuften das Verhalten als Regelverstoß ein.
Williams verliert wichtige Ausgangsposition
Die Strafe trifft Williams zu einem ungünstigen Zeitpunkt.
Das Team war mit einem umfangreichen Update-Paket nach Baku gereist und hatte sich deutliche Fortschritte erhofft. Der neunte Platz von Sainz schien diese Entwicklung zunächst zu bestätigen.
Durch die Rückversetzung schrumpfen die Chancen auf ein starkes Rennergebnis allerdings deutlich. Positiv aus Sicht des Teams: Alex Albon rückt durch die Strafe um eine Position nach vorne und startet nun von Rang zwölf.
Auch Sergio Perez wird bestraft
Nicht nur Sainz erhielt nach dem Baku-Qualifying eine Sanktion.
Cadillac-Pilot Sergio Perez wurde um drei Plätze zurückversetzt. Die Stewards kamen zu dem Schluss, dass der Mexikaner Oscar Piastri während der Session behindert hatte.
Perez, der im Qualifying auf Platz 20 landet, wird damit von ganz hinten starten. Es sei denn, Aston Martin wird durch den Tausch von Komponenten an den Autos von Fernando Alonso und Lance Stroll ebenfalls noch Strafen erhalten.
Das aktualisierte Qualifying-Ergebnis:
- George Russell (Mercedes)
- Charles Leclerc (Ferrari)
- Oscar Piastri (McLaren)
- Isack Hadjar (Red Bull)
- Lando Norris (McLaren)
- Lewis Hamilton (Ferrari)
- Pierre Gasly (Alpine)
- Max Verstappen (Red Bull)
- Franco Colapinto (Alpine)
- Oliver Bearman (Haas)
- Liam Lawson (Racing Bulls)
- Alexander Albon (Williams)
- Esteban Ocon (Haas)
- Carlos Sainz (Williams)
- Arvid Lindblad (Racing Bulls)
- Kimi Antonelli (Mercedes)
- Gabriel Bortoleto (Audi)
- Nico Hülkenberg (Audi)
- Fernando Alonso (Aston Martin)
- Lance Stroll (Aston Martin)
- Valtteri Bottas (Cadillac)
- Sergio Perez (Cadillac)
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