Domenicali reagiert auf Verstappen-Kritik: Formel-1-Boss verteidigt neue Motorenregeln und macht klare Ansage
Die Debatte um die neuen Formel-1-Regeln für 2026 geht weiter: Weltmeister Max Verstappen kritisiert die veränderten Antriebskonzepte seit Monaten deutlich.
12.08.2026 | 15:31 Uhr
Nun hat Formel-1-Chef Stefano Domenicali Stellung bezogen, verteidigt die Regulierungen und erklärt, warum die Königsklasse trotz aller Kritik auf Wachstumskurs bleibt.
Die Diskussion um die neuen Formel-1-Regularien für 2026 reißt nicht ab. Vor allem Max Verstappen zählt zu den schärfsten Kritikern der künftigen Motoren- und Energiekonzepte. Nun hat Formel-1-Präsident Stefano Domenicali klargestellt, dass die Fahrer ihre Meinung frei äußern dürfen.
"Wir sind nicht hier, um irgendjemandem den Mund zu verbieten", sagte Domenicali. Jeder dürfe seine Sichtweise darlegen, zugleich müsse die Formel 1 aber einen klaren Kurs verfolgen. Kritik sei willkommen, solle jedoch konstruktiv sein.
Verstappen hatte die neuen Regeln bereits mehrfach kritisiert. Der Niederländer bemängelt vor allem den veränderten Renncharakter und sprach zuletzt von einem Fahrstil, der aus seiner Sicht teilweise "Anti-Racing" sei. Bereits seit längerer Zeit warnt der viermalige Weltmeister vor den Auswirkungen der neuen Antriebseinheiten, bei denen der Elektroanteil deutlich wichtiger wird.
Verstappen sieht Probleme bei den neuen Regeln
Der Red-Bull-Pilot betonte zuletzt, dass seine Kritik nichts mit sportlichem Erfolg oder Misserfolg zu tun habe. Vielmehr gehe es ihm um die Zukunft des Sports.
"Ich kümmere mich um das Produkt", erklärte Verstappen. Einige Probleme seien für ihn seit Jahren vorhersehbar gewesen. Besonders auf bestimmten Strecken fehle den Autos nach seinem Empfinden die für die Formel 1 typische Leistung.
Im März hatte Verstappen sogar angedeutet, seine Zukunft in der Königsklasse zu überdenken, falls die Regeln unverändert eingeführt würden. Inzwischen hat die FIA jedoch Anpassungen vorgenommen. Das Verhältnis zwischen Verbrenner- und Elektro-Leistung soll ab 2027 und 2028 wieder stärker zugunsten des Verbrennungsmotors verschoben werden.
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Domenicali rechnet fest mit Verstappen-Verbleib
Trotz aller Diskussionen glaubt Domenicali nicht an einen Abschied des Niederländers. "Max ist ein unglaublicher Fahrer", sagte der Italiener. Man stehe in engem Austausch über die Zukunft der Formel 1 und ihre Regularien.
Domenicali zeigte sich überzeugt, dass Verstappen der Serie erhalten bleibt: "Die Formel 1 ist groß genug für ihn. Ich hoffe sehr, dass er bei uns bleibt." Der Italiener wurde allerdings auch deutlich: "Der Sport ist groß, viel größer als jeder andere, größer als wir alle."
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