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Ferrari-Pilot Lewis Hamilton legt gegen Charles Leclerc nach: "Ich bereue nichts"

Der Zoff bei Ferrari schwelt weiter. Vor dem GP von Brasilien machte Lewis Hamilton deutlich, dass er den harten Zweikampf mit Teamkollege Charles Leclerc noch lange nicht abgehakt hat. Der siebenmalige Weltmeister fordert Konsequenzen & kündigt klärende Gespräche an.

Zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc herrscht insbesondere nach dem jüngsten Mexiko-GP dicke Luft.
Image: Zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc herrscht insbesondere nach dem jüngsten Mexiko-GP dicke Luft.  © Imago

Eigentlich will Ferrari im Titelkampf gegen Red Bull jede Chance nutzen. Nach dem turbulenten Rennen in Mexiko beherrscht jedoch ein internes Duell die Schlagzeilen. Lewis Hamilton und Charles Leclerc lieferten sich auf der Strecke einen harten Kampf, der Max Verstappen letztlich den Weg zum Sieg ebnete. Die Verstimmung beim Briten ist auch Tage später deutlich spürbar.

Bei Lewis Hamilton ist der Ärger über das umstrittene Duell mit Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc noch lange nicht verflogen.

Vor dem Großen Preis von Brasilien in Sao Paulo machte der Rekordweltmeister deutlich, dass ihn die Ereignisse aus Mexiko weiterhin beschäftigen. "Natürlich war ich frustriert, und ich bin immer noch frustriert. Es müssen also Gespräche geführt werden. Das werden wir tun, sobald es die Zeit erlaubt."

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Hamilton schießt gegen Leclerc: "Es ist eine Mentalitätsfrage"

Beim vergangenen Rennen hatten sich die beiden Ferrari-Piloten einen harten Zweikampf um die Spitze geliefert und sich dabei gegenseitig wertvolle Zeit gekostet. Profiteur war letztlich Max Verstappen, der den Grand Prix gewann.

Hamilton sah die Schuld eindeutig bei Leclerc und attackierte das Verhalten des Monegassen mit überraschend deutlichen Worten. Leclerc sei 29 Jahre alt, "also glaube ich nicht, dass es am Alter liegt. Ich denke, es ist eine Mentalitätsfrage. Es ist wie alles oder nichts, entweder ich gewinne oder keiner von uns, und so sollte es nicht sein", sagte der siebenmalige Weltmeister.

Natürlich gebe es Momente, "in denen man Dinge sagt, die man hinterher vielleicht bereut. Aber ich bereue nichts, und ich werde mich niemals dafür entschuldigen, authentisch und ehrlich zu sein", führte Hamilton nun in Sao Paulo aus: "Ich lasse mich nicht zum Schweigen bringen. Ich habe mich noch nie zum Schweigen bringen lassen."

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Sky Sport-Formel-1-Experte Ralf Schumacher kritisiert im Podcast ''Backstage Boxengasse'' den Zoff zwischen den Ferrari-Piloten Lewis Hamilton und Charles Leclerc beim Großen Preis von Mexiko und sieht die weitere Zusammenarbeit gefährdet

Hamilton-Vorwurf an Leclerc

Auf die Frage, ob Leclerc gegen ihn härter fahre als gegen andere Konkurrenten, antwortete Hamilton ohne Zögern mit Ja. Als Beispiel führte er unter anderem eine Szene aus Singapur an. "Ich sehe, was ihr seht. In Singapur war er in Kurve eins (gegen Max Verstappen, d. Red.) ganz innen, hatte die Führung übernommen und ist dann vom Gas gegangen. Das war definitiv anders." Zudem erklärte der Ferrari-Pilot, dass ein ähnliches Verhalten bereits gegenüber früheren Teamkollegen wie Sebastian Vettel und Carlos Sainz zu beobachten gewesen sei.

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"Glaube nicht, dass sich das in einer Besprechung klären lässt"

Und so glaube er nicht, "dass sich alles in einer einzigen Besprechung klären und regeln lässt", sagte Hamilton bei Sky Sport: "Aber es ist wichtig. Was wir jetzt aufbauen, wird uns für das nächste Jahr in die richtige Position bringen." In gewisser Weise sei er "froh, dass wir diese Erfahrung gemacht haben", meinte der siebenmalige Champion, weil das Team "daraus lernen" und "nur noch stärker werden" könne.

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Leclerc konnte sich bislang in Brasilien nicht zu der Thematik äußern. Nach der Geburt seiner Tochter Bianca wurde er für den obligatorischen Medientermin am Donnerstag "freigestellt", wie Ferrari mitteilte.

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