Formel 1: Sebastian Vettel zweifelt an schneller Deutschland-Rückkehr

Deutschland-Rückkehr in die Formel 1? Vettel äußert sich

Sebastian Vettel bei einem Showevent im Red Bull auf dem Nürburgring.
Image: Sebastian Vettel bei einem Showevent im Red Bull auf dem Nürburgring.  © DPA pa

Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel glaubt nicht an eine rasche Rückkehr der Formel 1 nach Deutschland. "Ich denke, wir werden länger keinen Grand Prix in Deutschland sehen. Ich finde es zwar sehr schade, aber ich verstehe, warum", sagte Vettel der Sports Illustrated.

Ein Formel-1-Rennen sei sehr teuer für das jeweilige Land. "Ebenfalls fehlt vielleicht der entscheidende Druck der deutschen Automobilindustrie. Für Fans ist das blöd", sagte Vettel, der seine Karriere am Ende der Vorsaison beendet hatte.

Im Rekordkalender der Saison 2024 mit insgesamt 24 Rennen fehlt ein WM-Lauf in Deutschland. Der letzte Große Preis von Deutschland fand 2019 in Hockenheim statt. In Nico Hülkenberg (Haas) hat zudem nur ein deutscher Fahrer ein festes Cockpit für das kommende Jahr.

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Vettel sieht schwindendes Interesse

Vettel hat ein schwindendes Interesse am Motorsport in Deutschland ausgemacht. "Ich weiß nicht, wieso. Es könnte viele Gründe haben. Vielleicht sind wir zu satt, erfolgsverwöhnt? Sicher ist: Motorsport ist zu teuer und damit zu exklusiv geworden", sagte der Heppenheimer: "Vielleicht führt das mangelnde Interesse zu fehlenden finanziellen Mitteln seitens Sponsoren oder der Industrie, um hier den Nachwuchs anzustoßen."

Talente gebe es sicher, "aber werden sie ausreichend gefördert? Wird ihnen ein Einstieg erleichtert? Der Einstieg in den Motorsport ist eben sehr teuer. Es fehlen Nachwuchsprogramme, welche früher und breiter ansetzen", sagte Vettel.

SID

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