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George Russell erlebt mit Ausfall in Malaysia nächsten Rückschlag im Kampf um die F1-Weltmeisterschaft

Der Grand Prix von Bahrain in Malaysia hat Mercedes trotz eines Podiums von Kimi Antonelli hart getroffen. Ein misslungenes Aero-Update, der Ausfall von George Russell und verlorene WM-Punkte lassen die Titelhoffnungen des Briten nahezu verschwinden.

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Regenzellen, Safety Cars und Ausfälle bestimmen das Rennen beim Großen Preis von Bahrain in Malaysia. Regenkünstler Max Verstappen ist am Ende auf der obersten Position des Podiums, neben ihm stehen Kimi Antonelli und Lewis Hamilton.

Der Große Preis von Bahrain in Malaysia endete für George Russell in einem Albtraum. Nach dem Ausfall in Sepang droht der WM-Kampf vorzeitig entschieden zu sein.

Das Malaysia-Wochenende war eine Achterbahnfahrt der Gefühle für Mercedes. Solide WM-Führungen (zum aktuellen Stand) und ein umfangreiches Aero-Update versprachen eine gute Ausgangslage. Doch das Aerodynamikpaket floppte heftig. Das enttäuschende Qualifying (Platz drei für Antonelli und sieben für Russell) war das erste blaue Auge für das Team aus Brackley.

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Unfassbar: Russell mit technischem Problem | In-Race Video

Doch der Chaos-Grand-Prix am Sonntag (Das ganze Rennen zum Nachlesen im LIVEBLOG) schien Mercedes zuerst eine glückliche Schadensminimierung zu bieten: Ein Mega-Start in nassen Bedingungen katapultierte Kimi Antonelli hinter Max Verstappen auf den zweiten und George Russell über weite Strecken des Rennens auf den dritten Platz. Es hätte der bestmögliche Ausgang eines schwierigen Wochenendes werden können, bevor der WM-Zweite in Runde 49 plötzlich unter Safety-Car-Bedingungen sein Auto abstellte. Russels Power Unit versagte, das zweite blaue Auge für die Silberpfeile.

Russell "mehr als enttäuscht"

Am schlimmsten traf es dadurch aber Russell selber. Der Brite, der mit 66 Punkten Rückstand in der Fahrer-WM und einem Sieg aus Baku im Rücken durchaus hoffnungsvoll nach Malaysia gereist war, musste vermutlich den letzten Sargnagel für seine Hoffnungen im Weltmeisterschaftskampf hinnehmen.

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George Russell erlebt in Malaysia einen bitteren Tag und fällt kurz vor Rennende aufgrund von Motorprobleme aus. Im Interview beweist er Galgenhumor.

Mit Antonellis zweitem Platz in Sepang und sieben weiteren Rennen im Kalender beträgt der Rückstand nun 84 Zähler. "Ich glaube, ich muss nicht sagen, dass die WM weg ist oder so, aber es ist natürlich sehr unwahrscheinlich. Das ist die Realität", konstatierte der sichtlich getroffene Mercedes-Pilot später am Mikrofon von Sky Sports. "Ich bin weit mehr als enttäuscht. Es ist einfach schon so häufig diese Saison passiert. Eine richtige Schande."

GEORGE RUSSELL 🇬🇧

  • Name: George William Russell
  • Geburtstag: 15. Februar 1998 (King's Lynn, England)
  • Team: Mercedes-AMG Petronas Formula One Team
  • Erstes F1-Rennen: GP von Australien (2019, 16.)
  • Erster F1-Sieg: GP von Brasilien (2022)
  • Titel: -
  • Vorherige Teams: Williams

Auch in Kanada schied Russell in aussichtsreicher Position mit einem Antriebsproblem aus. "Wenn ich nochmal mitspielen will, brauche ich das Glück an meiner Seite, leider war das bisher nicht so. Ein Verlust von drei Punkten wurde heute zu 18 Punkten mit Blick auf Kimi. Es ist echt eine Schande, aber so ist es nun einmal."

Wolff denkt auch an die Konstrukteurswertung

Mit seinem Frust ist Unglücksrabe Russell nicht allein. Auch Teamchef Toto Wolff konnte sich trotz des Sieges seines Schützlings Antonelli nicht freuen. "Ich bin natürlich etwas happy für Kimi, er hat ein paar Punkte über Lewis (Hamilton, Anm. d. Red.) gutgemacht. Aber ich bin insgesamt gar nicht happy, dass der George stehen bleibt", so das Fazit des Österreichers.

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Mercedes-Teamchef Toto Wolff ärgert der Ausfall von George Russell kurz vor Schluss des Rennens in Malaysia und erinnert, dass in den verbleibenden sieben Rennen noch einiges passieren kann.

Doch nicht nur für den Fahrer tut dieser Ausfall weh, erläutert Wolff weiter: "Für seine Meisterschaft ganz schlecht, für uns in der Konstrukteurs-WM auch ein Knackpunkt. Es ist wieder eine Erinnerung, dass wir noch sieben Rennen haben. Wenn wir in sieben Rennen noch zwei Mal stehen bleiben, dann kann es auch für die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft schlecht ausschauen - oder für die der Fahrer. Da liegt im Moment der Ärger. Das Chassis-Update hat nicht funktioniert, der Motor hat nicht gehalten, auch das Rennen lief gegen uns."

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Insgesamt hat Mercedes in der Konstrukteurs-WM noch 151 Punkte Vorsprung auf Ferrari. Wolff sorgt sich obendrein über den Rückschritt, den das Team durch das Update zur Konkurrenz gemacht hat. "Wir waren einfach eine halbe Sekunde langsamer (pro Runde, im Vergleich zur Rennspitze, Anm. d. Red.). Das ist einfach absolut nicht gut genug", führte der Mercedes-Boss aus. Schraubt der Rennstall in Singapur (Alle Sitzungen ab Freitag LIVE bei Sky Sport) sogar zurück und entfernt das neue Paket?

Rückbau & Fokus auf Antonelli?

"Es ist nicht ausgeschlossen. Wir müssen schauen, dass wir die Teile noch irgendwie im LKW finden und sie dann wieder draufpicken", so Wolff mit einem Schmunzeln.

MERCEDES 🇩🇪

  • Name: Mercedes-AMG Petronas Formula One Team
  • Gründungsjahr: 2010
  • Unternehmenssitz: Brackley, Großbritannien
  • Vorgänger: Tyrrell, British American Racing, Honda Racing F1, Brawn GP
  • Konstrukteurs-Titel: 8 (2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021)
  • Teamchef: Toto Wolff
  • Fahrer: George Russell (GBR), Kimi Antonelli (ITA)
  • Testfahrer: Frederik Vesti (DEN)

Auch Sky Sport F1 Experte Ralf Schumacher glaubt nicht mehr an eine WM-Chance für Russell. Mercedes sollte nun seine Baustellen angehen und den internen WM-Kampf unter den Fahrern abhaken, findet der Ex-F1-Pilot: "Praktisch bedeutet es, dass jetzt, wo man auch noch ein Problem mit der Pace hat, alles daran setzen muss, auch Kimi zu helfen. Man muss als Team zu denken und beide in der WM nach Hause bringen. Das heißt, der interne Kampf ist jetzt fast ausgeschlossen, es sei denn, man hat ein Wochenende wie in Baku, wo George viel schneller ist."

Auf diese Rennen hofft auch der zerknitterte Russell weiterhin. Besonders, sollte Mercedes tatsächlich wieder auf die alte Ausbaustufe des W17 zurückschrauben. Mit dieser hatte sich der WM-Zweite zuletzt sogar einen kleinen Vorteil über Konkurrent Antonelli erarbeitet. Eine leise, aber kleine Ansage bringt dieser in Malaysia noch hervor: "Ich muss weiterkämpfen". Fraglich ist, ob Mercedes ihm das noch erlaubt.

Mehr zum Autor Malte Göttlinger

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