Alle Stimmen zum Großen Preis von Sao Paulo mit Norris, Verstappen, Antonelli und Co.
Lando Norris hat den Großen Preis von Sao Paulo gewonnen. Mercedes sicherte sich vorzeitig die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft, während Max Verstappen von Startplatz 21 auf Rang zwei fuhr.
08.11.2026 | 23:34 Uhr
Das Regenrennen in Interlagos bot Spannung, Strategie und zahlreiche Positionskämpfe. Norris behielt die Kontrolle, Mercedes feierte den Titel und Verstappen sorgte für die Aufholjagd des Tages. Die Stimmen zum Rennen.
Lando Norris (Rennsieger McLaren) ...
… zu seinem Sieg beim Großen Preis von Sao Paulo: "Es war ein sehr hartes und schwieriges Rennen. Ich hatte nicht den besten Start. Wir hatten heute einige Herausforderungen mit diesen Wetterbedingungen. Mit Slicks auf einer noch nassen Strecke zu fahren, ist immer schwierig, vor allem, wenn man pushen, nach vorne kommen und aufholen will. Wichtig war, dass ich cool geblieben bin, keine Fehler gemacht habe und die richtige Pace hatte, wenn ich sie gebraucht habe. Es ist schön, wieder ganz oben auf dem Podium zu stehen."
… zum Erfolg nach der schwachen Phase: "Ich gebe einfach mein Bestes. Gestern hatten wir mit der Poleposition schon eine Gelegenheit und heute hatten wir wieder eine. Ich denke, jedes Mal, wenn wir in diesem Jahr eine Gelegenheit hatten, haben wir sie auch genutzt. Deshalb möchte ich mich beim Team bedanken. Alle arbeiten hart und es ist immer schade, wenn man ihnen kein gutes Ergebnis zurückgeben kann. Aber dieses Wochenende habe ich das Gefühl, dass ich sie ein wenig für ihre harte Arbeit belohnt habe. Noch mal vielen Dank an das Team. Wir werden bis zum Ende des Jahres weiter pushen."
Max Verstappen (Red Bull, P2) …
… zum zweiten Platz nach dem Start von Position 21: "Es war ein herausforderndes Rennen. Die ersten Runden waren sehr wichtig. Ich habe viele Autos überholt und der erste Stint auf den Intermediates war sehr stark. Danach hat sich das Auto leider komplett anders angefühlt als während des gesamten Wochenendes. Ich weiß nicht, ob wir einen Schaden am Auto hatten oder was genau passiert ist, aber die Balance an der Hinterachse war völlig anders. Wir müssen verstehen, was da schiefgelaufen ist. Aber von Platz 21 zu starten und am Ende Zweiter zu werden, ist ein gutes Ergebnis."
Isack Hadjar (Red Bull, P3) ...
… zu seinem dritten Platz: "Es war unglaublich schwierig und herausfordernd. Vor allem der Wechsel von den Intermediates auf die Softreifen war schwierig, ohne Fehler zu machen. Auch in der Boxengasse und gegen Ende des Rennens war es sehr schwierig zu fahren. Deshalb bin ich glücklich, jetzt auf dem dritten Platz zu stehen. Vielleicht hätte ich etwas weniger Fehler machen sollen. Auch die Situation mit Max hätte ich vermeiden können. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Ich hätte besser auf der Strecke bleiben sollen."
… zum Druck durch Kimi Antonelli: "Das war unglaublich schwierig. Eigentlich habe ich das Gripniveau für ihn getestet. Ich habe gemerkt, dass er mich sehr unter Druck gesetzt hat. Es hat sich angefühlt, als würde ich auf Eis fahren. Für ihn war es genauso. Ich habe es aber hinbekommen. Beim Boxenstopp wäre ich beinahe in meine Boxencrew gefahren. Alle sind ruhig geblieben und waren fantastisch. Der Boxenstopp hat hervorragend funktioniert. Ein riesiges Dankeschön an das Team."
Kimi Antonelli (Mercedes, P5) bei Sky Sport ...
… zu seinem fünften Platz beim Großen Preis von Sao Paulo: "Es ist wirklich sehr schade, denn ich wollte heute gewinnen. Das war meine Einstellung. Wir hatten einen sehr guten Start und auch einen sehr guten ersten Stint auf den Intermediates. Wir konnten uns etwas absetzen. Aber dann haben wir die Slicks aufgezogen und irgendetwas Komisches ist passiert. Das Auto war sehr instabil und hat sich an ungewöhnlichen Stellen völlig anders verhalten. Es hat sich nicht gut angefühlt und das gesamte Rennen beeinträchtigt. Dann hatte ich noch einen Bremsplatten und keinen Grip mehr. Mit einem neuen Reifensatz waren wir anschließend wieder schnell. Das ist natürlich sehr schade."
… zum Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft: "Ich bin sehr glücklich für das Team. Ich freue mich sehr. Alle haben diesen Titel verdient. Nicht nur die Jungs und Mädels, die hier an der Strecke arbeiten, sondern auch alle zu Hause in den Werken und bei Mercedes-Benz und Mercedes-AMG in Stuttgart. Alle haben dazu beigetragen. Ich bin sehr dankbar, Teil dieses Teams zu sein."
… zu den weiteren Zielen in dieser Saison: "Natürlich werden wir heute Abend feiern. Aber danach haben wir noch ein paar Rennen, die wir bis zum Ende der Saison gewinnen wollen. Das ist unser Ziel. Ich würde mich noch mehr freuen, wenn wir die Saison mit ein paar weiteren Siegen beenden könnten. Dann können wir mit großen Hoffnungen in die nächste Saison gehen."
Oscar Piastri (McLaren, P6) bei Sky Sport…
… zu seinen Schwierigkeiten beim Großen Preis von Sao Paulo: "Die größte Schwierigkeit war einfach der Regen. Zu Beginn des Rennens war es sehr rutschig. Die Bedingungen waren herausfordernd und man musste sich erst daran gewöhnen. Aber als ich meinen Rhythmus gefunden hatte, hatte ich das Gefühl, gut unterwegs zu sein. Die Pace war ziemlich stark. Das ist wahrscheinlich das Positivste, was ich heute mitnehme."
Charles Leclerc (Ferrari, P8) bei Sky Sport ...
… zu den Problemen beim Großen Preis von Sao Paulo: "Es war sehr hart und schwierig. Bei den Hinterreifen hatte ich im ersten Stint das Gefühl, als würde ich auf den Felgen fahren, als wären überhaupt keine Reifen mehr drauf. Im weiteren Rennverlauf war die Pace durchaus gut, aber zuvor war es einfach nicht gut genug. Wir hatten auch zu wenig Geschwindigkeit auf den Geraden. Insgesamt war es schwierig."
… zu seinem Duell gegen Liam Lawson: "Es war am Limit, aber für mich gehört das zum Racing dazu. Ich habe gerade erst erfahren, dass die Szene untersucht wird. Das wusste ich bis eben überhaupt nicht. Wir werden sehen. Für mich war es hartes Racing, das Spaß gemacht hat. Vielleicht sehen andere Leute das anders."
Lewis Hamilton (Ferrari, P9) bei Sky Sport ...
… zum schwierigen Rennen in Sao Paulo: "Es war ein schwieriges Wochenende für das ganze Team. Aber die Mechaniker haben einen super Job gemacht, um das Auto so gut wie möglich hinzubekommen. Wir hatten Probleme im Trockenen. Ich hatte einen guten Start, aber unglücklicherweise haben sich die Hinterreifen aufgebläht und nicht richtig funktioniert. Ich war dann einer der Ersten, die auf Slicks gewechselt sind. Das hat zunächst ziemlich gut funktioniert, aber die Bedingungen waren schwierig. Dann hatten wir noch einen zusätzlichen Stopp und ich musste wieder sehr viel aufholen. Die letzte Nachricht, die ich bekommen hatte, war, dass der Nieselregen bleiben würde. Da dachte ich, das wäre mein Moment, um weiter zu pushen. Ich habe nicht mitbekommen, dass es im ersten Sektor stärker regnet. Als ich in Kurve eins abgekommen bin, habe ich dadurch noch einmal ein paar Positionen verloren. Ansonsten hat das Team einen super Job gemacht."
… zu den Aussichten für die kommenden Rennen: "Ich weiß nicht, wo wir in den nächsten Rennen stehen werden. Aber in den vergangenen Rennen hatten wir ein wirklich gutes Auto. Dieses Wochenende war problematischer und das Team hätte ein besseres Ergebnis verdient gehabt. Wir werden uns das anschauen, daraus lernen, zurückkommen und noch härter kämpfen."
Nico Hülkenberg (Audi, P10) bei Sky Sport ...
… zum zehnten Platz und einem WM-Punkt: "Es war gut, aber leider ist es nur ein Punkt geworden. Wenn man einmal da vorne steht, hofft man natürlich insgeheim auf mehr. Aber die Topautos sind von hinten gekommen und hatten deutlich mehr Pace als wir. Im ersten Stint auf den Intermediates hatte ich nicht wirklich die Geschwindigkeit und auch im zweiten Stint auf den Slicks war ich nicht schnell genug. Deshalb war es schwierig, mehr Punkte mitzunehmen. Aber es war gut, nach der Strafe wenigstens diesen einen Punkt zu holen."
… zu seiner Zeitstrafe nach dem Zwischenfall mit Franco Colapinto: "Das muss ich mir erst von außen anschauen. Aber jetzt spielt es keine Rolle mehr. Wir haben es wieder gutgemacht."
Toto Wolff (Teamchef Mercedes) ...
… zum Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft: "Es ist natürlich unglaublich. Wir hatten einen sehr starken Start in die Saison und das hat uns letzten Endes über die Ziellinie gebracht. Aber die letzten Rennen waren durchaus herausfordernd, auch heute zeitweise. Ich bin einfach unglaublich stolz auf unsere gesamte Organisation. Es hat ein paar Jahre gedauert, wieder ganz nach oben zu kommen. Nicht viele Teams schaffen das nach einer solchen Situation. Es zeigt, welche großartige Arbeit die Menschen bei uns leisten. Es ist fantastisch, ein Teil davon zu sein."
… zur historischen Bedeutung seiner WM-Titel: "Es ist unglaublich. Gerade Frank Williams ist ein so großer Name. Mit ihm jetzt gleichzuziehen, hätte ich nie für möglich gehalten. Ich hatte eine enge Beziehung zu Frank. Jetzt hier zu stehen, ist unglaublich. Ich kann es nicht glauben. Aber ich muss auch ehrlich sagen, dass einige Leute bei uns noch mehr gewonnen haben. Manche haben noch mehr Titel. Ich nehme das gerne so mit, das ist großartig."
… zur Bedeutung des Teams im Hintergrund: "Es ist unglaublich, was diese Mannschaft geleistet hat. Ich stehe sehr oft vor der Kamera, um dieses Team zu repräsentieren. Das ist eine unglaubliche Ehre. Fast ist es mir ein bisschen unangenehm, weil dieser Titel allen gehört, die hier arbeiten, und allen, die in England und Stuttgart an unserem Formel-1-Projekt beteiligt sind."
… zum Weg zurück an die Spitze der Formel 1: "Das war schwierig, weil du jedes Jahr aufs Neue versuchst, zu kämpfen und herauszufinden, was nicht funktioniert. Du musst die Mannschaft motiviert halten und immer weiter pushen, auch wenn du am Boden bist. Wir hatten immer die Unterstützung aus Deutschland, von Ola und seinen Vorstandskollegen. Es ist ja nicht so, dass wir totale Verlierer waren. Wir waren Zweiter und Dritter und haben immer wieder Rennen gewonnen. Aber es war einfach nie gut genug. Dass es uns jetzt wieder gelungen ist, ist all den Menschen zu verdanken, die in diesem Team arbeiten."
… zu den Problemen beim Rennen von Kimi Antonelli und George Russell: "Auch für mich war es schwierig, weil das Rennen einfach nicht gut gelaufen ist. Wir haben nicht verstanden, warum wir zeitweise langsam und dann wieder schnell waren. Ich war gedanklich noch so sehr bei diesem Rennen, dass ich mich selbst gefragt habe, was eigentlich mit mir los ist. Wir haben gerade die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gewonnen."
Bradley Lord (stellvertretender Teamchef Mercedes) bei Sky Sport ...
… zur Bedeutung des Gewinns der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft: "Dieser Titel ist noch bedeutungsvoller, weil wir diese schwierigen Jahre hinter uns haben und uns wieder an die Spitze zurückarbeiten mussten. Für wahrscheinlich die Hälfte des Teams ist es das erste Mal, dass sie mit uns die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gewinnen. Das ist etwas ganz Besonderes. Für diejenigen, die ihren ersten Titel feiern, ist das eine völlig neue Erfahrung. Und für die anderen, die wie ich schon in den vergangenen Jahren dabei waren, ist es unglaublich, wieder an der Spitze zu stehen. Ehrlich gesagt finde ich dafür kaum Worte."
… zu den Führungsqualitäten von Toto Wolff und den Erfolgsfaktoren bei Mercedes: "Das beginnt ganz oben, in Stuttgart bei Ola Källenius, dem Vorstand und der Unterstützung durch das gesamte Unternehmen. Mercedes ist unglaublich stolz darauf, Teil der Formel 1 zu sein und an der Spitze mitzufahren. Toto ist ein unglaublicher Anführer. Er vertraut seinen Leuten, hat einen enormen Wettbewerbsgeist und will niemals verlieren. Er akzeptiert Niederlagen nicht. Gleichzeitig arbeitet er mit einem Vertrauen und einem Verständnis für die Menschen, wie es sonst niemand in dieser Boxengasse tut. Dazu haben wir unglaubliche Talente, nicht nur im technischen Bereich, sondern in allen Bereichen des Teams. Wir haben einige der Besten in diesem Sport. Es macht unglaublich viel Spaß, gemeinsam zu arbeiten, durch schwierige Jahre zu gehen, zusammenzuhalten und am Ende an einem Tag wie diesem die Früchte der harten Arbeit zu genießen."
Andrea Stella (Teamchef McLaren) bei Sky Sport ...
… zum Sieg von Lando Norris: "Harte Arbeit zahlt sich immer aus, vor allem qualitativ gute Arbeit. Wir haben gestern schon gesagt, dass es im Falle eines Sieges ein Erfolg des gesamten Teams sein würde. Lando hat brillant performt. Er war sehr schnell und präzise, gestern schon und heute wieder. Aber es ist ein Sieg des Teams. Das Auto war dank unserer Upgrades schneller. Die Entscheidungen der Renningenieure an der Boxenmauer waren richtig und die Boxenstopps waren nahezu perfekt, über das gesamte Wochenende hinweg. Herzlichen Glückwunsch an alle Frauen und Männer bei McLaren. Ich bin sehr stolz auf euch und hoffe, dass ihr diesen Sieg genießt."
… zur Rennleistung von Norris und Oscar Piastri: "Lando war schon beim Start geduldig. Natürlich war der Plan, direkt in Führung zu gehen. Wenn das nicht funktioniert, muss man die Nerven bewahren. Vor allem, wenn man weiß, dass man wettbewerbsfähig ist, darf man nicht in eine Negativspirale geraten. Lando ist cool geblieben. Unter diesen Bedingungen ist er wirklich hervorragend gefahren. Oscar war ebenfalls schnell, hat aber bei einigen Überholmanövern zu viel Zeit verloren. Deshalb konnte er nicht mehr Punkte einfahren. Trotzdem freue ich mich, dass auch Oscar so wettbewerbsfähig war."
Laurent Mekies (Teamchef Red Bull) bei Sky Sport ...
… zum Doppelpodium beim Großen Preis von Sao Paulo: "Das Doppelpodium ist super für das Team. Es war ein unglaubliches Wochenende für Isack Hadjar, der sich im Laufe des Wochenendes immer weiter gesteigert und das Auto schließlich aufs Podium gestellt hat. Und Max, was soll ich sagen? Wir gewöhnen uns langsam daran, dass er von Platz 21 auf Platz zwei fährt. Das hat er jetzt noch einmal geschafft. Es waren sehr schwierige Bedingungen für die Fahrer und das gesamte Team, aber wieder eine sehr gute Leistung von allen. Fairerweise muss man sagen, dass Lando Norris heute mehr Pace hatte als wir. Daran müssen wir in Zukunft arbeiten, um noch mehr aus unserem Paket herauszuholen. Aber insgesamt haben alle einen super Job gemacht."
… zu den Balanceproblemen am Auto von Max Verstappen: "Ursprünglich waren wir auf den Intermediates sehr stark. Als wir dann auf Slicks gewechselt sind, hat sich die Balance bei Max stark verändert. Das hat alles sehr schwierig gemacht. Wir müssen jetzt verstehen, woher das gekommen ist und wo wir die Performance verloren haben."
Sky Sport F1-Experte Timo Glock …
… zum Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft durch Mercedes: "Das war sehr beeindruckend. Mercedes hat mit dem neuen Reglement wieder einmal eines der besten, wenn nicht sogar das beste Auto gebaut. Sie hatten das beste Gesamtpaket, was Aerodynamik, Motor und Batteriemanagement angeht. Mit im Grunde nur einem wirklichen Update konnten sie diesen Vorsprung über das gesamte Jahr halten. Deshalb sind sie verdient Konstrukteurs-Weltmeister geworden."
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