Lewis Hamilton kritisiert die geplante Verkürzung der Formel-1-Rennen ab 2027 deutlich
Lewis Hamilton hält nichts von den künftig kürzeren Formel-1-Rennen. Der Rekordweltmeister argumentiert, dass die Grand Prix körperlich ohnehin weniger fordernd seien als früher. Die neue Motorenformel macht die Anpassung nötig.
25.09.2026 | 08:54 Uhr
Eine wichtige Regeländerung für die kommende Formel-1-Saison stößt nicht überall auf Zustimmung. Während die Königsklasse wegen der neuen Motorengeneration die Renndistanzen reduziert, sieht Lewis Hamilton darin den falschen Weg. Der Ferrari-Pilot wünscht sich vielmehr noch größere sportliche Herausforderungen.
Die Formel-1-Piloten werden in der kommenden Saison schneller ans Ziel kommen. Der Grund: Die Rennen werden verkürzt. Diese Neuerung gefällt dem Rekordweltmeister ganz und gar nicht.
Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat kein Verständnis für die Verkürzung der Rennen ab kommender Saison. Das ergebe "absolut keinen Sinn", kritisierte der Ferrari-Star am Rande des Grand Prix von Aserbaidschan in Baku (Samstag 13:00 Live bei Sky Sport) und meinte: "Die Rennen sollten länger sein, weil sie körperlich einfacher sind als je zuvor."
Neue Motoren erzwingen Anpassungen
Die Formel 1 hat sich für eine Verkürzung der Rennen ab kommendem Jahr entschieden. Die Grand Prix werden nicht mehr mindestens 305 Kilometer, sondern nur noch 290 Kilometer lang sein. Das entspricht einer Verkürzung um zwei bis drei Runden. Grund für die Regeländerung ist die neue Motorenformel und der dann erhöhte Benzinverbrauch der Autos. Größere Tanks und den Umbau der Chassis lehnten die Rennställe ab, weshalb nur die Verkürzung der Renndistanzen blieb.
Hamilton will eigentlich lieber Grenzen verschieben
"Das soll ein Sport sein, der körperlich und mental am anspruchsvollsten ist", befand der siebenmalige Weltmeister Hamilton. "Man will doch Athleten sehen, die am Limit ihrer Leistungsfähigkeit sind und ihren Körper noch weiter treiben, die Grenzen verschieben und neue Maßstäbe setzen." Kürzere Rennen lehnt der 41-Jährige daher ab.
Weniger Batteriemanagement, mehr Spritverbrauch
In diesem Jahr wurde eine neue Motorenformel 1 eingeführt. Die Formel 1 senkt den Elektroanteil, der aktuell die Hälfte des Antriebs liefert, wieder etwas ab. Damit spielt der Verbrenner eine größere Rolle, die Fahrer sind weniger als Batteriemanager gefordert. Es wird aber auch mehr Kraftstoff benötigt.
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