Red Bull führt F1-Motorenranking an - Power-Update für Mercedes möglich
Ralf Schumacher und Peter Hardenacke sprechen in Backstage Boxengasse - Der Formel 1 Podcast von Sky Sport über überraschende Entwicklungen bei den Motoren - mit Red Bull an der Spitze im Verbrenner-Ranking.
10.06.2026 | 18:23 Uhr
Die Kluft zwischen dem Verstappen-Team und den dominierenden Mercedes könnte sogar noch größer werden.
Wer hat den stärksten Motor der Formel 1 ?
Die Antwort dürfte viele überraschen, denn es ist nicht der in der Weltmeisterschaft klar dominierende Mercedes, sondern Red Bull.
Im Rahmen des Additional Development and Upgrade Opportunities (ADUO)-Systems hat die FIA die Rangordnung der Motoren 2026 bewertet, die auf der Leistung der nicht-elektrischen Hälfte der Antriebsanlage, dem Verbrennungsmotor, basieren.
Im Verbrenner-Ranking liegt Red Bull vor Mercedes, es folgen Ferrari, Audi und Honda. "Das ist schon verwunderlich", meint Peter Hardenacke in Backstage Boxengasse - Der Formel 1 Podcast von Sky Sport, "das Team hat gerade einmal zwei Podien".
Das Ergebnis der ADUO ist tatsächlich eine Überraschung, da Mercedes in den bisherigen sechs Läufen eindeutig das beste Auto hatte und auf den Geraden stark war. Die Silberpfeile (244 Punkte) liegen 79 Zähler vor Ferrari an der Spitze der Konstrukteurswertung, während Red Bull mit 172 Punkten Rückstand Platz vier belegt.
In der Fahrerwertung führt Kimi Antonelli mit 156 Punkten, sein Mercedes-Teamkollege George Russell ist mit 88 Zählern Dritter. Red-Bull-Star Max Verstappen ist mit 43 Punkten auf Platz sieben, sein Teamkollege Isack Hadjar (29) Achter.
19/2026 - Monaco gehört Antonelli - Russell im Schatten
"Sehr clever gemacht von Mercedes"
Die Kluft könnte nun noch größer werden, da Mercedes im erstellten Verbrenner-Ranking mehr als zwei Prozent hinter Red Bull liegt und damit zusätzliche Entwicklungszeit erhält.
"Ich bin immer noch der Meinung, dass das sehr clever gemacht war von Mercedes", sagt Ralf Schumacher. "Toto Wolff wurde nicht müde zu sagen: 'Der Ford, der Ford oder Red Bull, das ist der Motor.' Das ist ein bisschen wie das Spiel in der GT-Klasse, Stichwort "balance of performance", da muss man halt clever agieren, dass man über das Jahr hinweg den Vorteil hat, und ich glaube, das hat Mercedes gemacht", erklärt der Sky Sport Experte. Er könne sich "vorstellen, dass der Motor nicht alles gezeigt hat. Eben aus dem Grund. Jetzt wird man mal sehen, was da passiert."
Kein Upgrade für Red Bull
Ferrari, Audi und Honda erhalten demnach sogar zwei Upgrades, da sie mehr als vier Prozent hinter Red Bull liegen. Als Hersteller von Benchmark-Antriebseinheiten wird Red Bull, das erstmals in der Formel 1 seinen eigenen Motor herstellt, kein Motor-Upgrade erhalten.
"Man muss immer wieder betonen: Ein Getränkehersteller baut seinen eigenen Motor, und das so stark. Wer hätte das gedacht?", hebt Schumacher die Leistung des Teams hervor.
"Sie können stolz auf das sein, was sie da gemacht haben. Damals wollte ihnen keiner einen Motor liefern, kein Ferrari, kein Mercedes, weil sie alle Angst hatten, dass Red Bull ihnen um die Nase fährt. Es war ein langer Weg von damals bis heute zu diesem tollen Motor, also Chapeau!", ergänzt Schumacher.
Das Fazit des Experten: "Die werden das schon hinkriegen."
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