Toto Wolff suchte Rat bei Alain Prost: Mercedes-Teamchef zieht Lehren aus Senna-Rivalität
Toto Wolff hat sich zu Beginn seiner Mercedes-Zeit Rat von Alain Prost geholt. Der Mercedes-Teamchef wollte verstehen, warum die legendäre Rivalität zwischen Prost und Ayrton Senna bei McLaren derart eskalierte.
10.10.2026 | 09:25 Uhr
Toto Wolff setzt bei Mercedes auf Transparenz und Gleichbehandlung. Die Erfahrungen von Alain Prost spielen dabei bis heute eine wichtige Rolle.
Teaminterne Duelle gehören zu den größten Herausforderungen in der Formel 1. Mercedes-Teamchef Toto Wolff kennt die Risiken aus eigener Erfahrung. Im WM-Kampf zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg musste der Österreicher einst miterleben, wie eine Rivalität innerhalb des Teams zu einem erbitterten Zweikampf wurde.
Deshalb suchte Wolff bereits zu Beginn seiner Zeit bei Mercedes das Gespräch mit Formel-1-Legende Alain Prost. Der viermalige Weltmeister war in den späten 1980er-Jahren Teil einer der berühmtesten und kontroversesten Rivalitäten der Motorsport-Geschichte. Gemeinsam mit Ayrton Senna lieferte er sich bei McLaren zahlreiche emotionale und sportliche Duelle.
Wolff wollte wissen, weshalb die Beziehung zwischen den beiden Weltklasse-Piloten derart eskalierte. Die Antwort von Prost habe ihn nachhaltig geprägt.
"Ich fragte: Nur so aus Interesse: Warum ist es zwischen dir und Senna so schiefgelaufen?", schilderte Wolff am Rande des Grand Prix von Singapur. Prost habe darauf geantwortet: "Weil wir nie wussten, woran wir beim Team waren."
Wolff will bei Mercedes für Ausgewogenheit sorgen
Für Wolff wurde daraus eine zentrale Führungsregel. "Also habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, immer für Ausgewogenheit zu sorgen. Das war damals mit Lewis und Nico nicht einfach", erzählte er über das frühere Duell, das zum Giftzweikampf ausartete.
Aktuell sieht sich Mercedes mit Vorwürfen konfrontiert, Supertalent Kimi Antonelli gegenüber Teamkollege George Russell zu bevorzugen. Wolff wies diese Anschuldigungen deutlich zurück. Es sei "ziemlich ärgerlich, wenn irgendwelche Verrückten, die wirklich keine Ahnung davon haben, wie Beziehungen funktionieren, mit solchen Anschuldigungen kommen", sagte der Mercedes-Teamchef über den Vorwurf der Ungleichbehandlung.
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