Formel 1: Ferrari holt Frederic Vasseur als neuen Teamchef

Stühlerücken in der F1: Vasseur neuer Ferrari-Teamchef

Von Peer Kuni

Image: Frederic Vasseur wird neuer Ferrari-Teamchef (Bildquelle: Ferrari).

Frederic Vasseur wird neuer Teamchef von Ferrari. Das gab die Scuderia am Dienstagmorgen bekannt. Vasseur folgt auf Mattia Binotto, der Ende November zurückgetreten ist und wird am 9. Januar seine Aufgaben in Maranello antreten.

"Ich bin hocherfreut und fühle mich geehrt, die Führung der Scuderia Ferrari als Teamchef zu übernehmen. Als jemand, der schon immer eine große Leidenschaft für den Motorsport hegte, war Ferrari für mich immer der Gipfel der Rennsportwelt. Ich freue mich darauf, mit dem talentierten und wirklich leidenschaftlichen Team in Maranello zusammenzuarbeiten, um die Geschichte und das Erbe der Scuderia zu ehren und für unsere Tifosi auf der ganzen Welt unsere Ziele erreichen", wir Vasseur in einer Pressemittelung der Italiener zitiert.

Neben der Teamchef-Rolle wird Vasseur bei der Scuderia auch die CEO-Position bekleiden.

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Vasseur verlässt Alfa Romeo

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Zuvor hatte Vasseur sein Engagement bei Alfa Romeo beendet. Der 54-jährige Franzose fungierte dort seit 2017 beim Schweizer Rennstall als Teamchef von Alfa Romeo sowie CEO von Sauber. Zuvor war er Teamchef bei Renault. In den Nachwuchsserien förderte Vasseur unter anderem spätere Superstars wie Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Beide gewannen unter der Führung Vasseurs die G2-Meisterschaft.

Mit Ferrari-Starpilot Charles Leclerc verbindet ihn zudem ein enges Verhältnis. Auch den Monegassen schliff Vasseur in den Nachwuchsserien, in dessen erstem Formel-1-Jahr 2018 war er Leclercs Teamchef. Im kommenden Jahr wird von beiden eine weitere Steigerung erwartet. Ferrari wartet seit 2007 auf einen Fahrertitel.

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"Während ich mich darauf vorbereite, mein Abenteuer beim Alfa Romeo F1 Team ORLEN zu beenden, blicke ich gerne auf diese sechs gemeinsamen Jahre zurück. Ich bin jedem einzelnen Mitarbeiter des Teams zu Dank verpflichtet, denn sie haben das Team wieder konkurrenzfähig gemacht. Ich bin stolz auf die Arbeit, die wir gemeinsam als Team geleistet haben", wird Vasseur in einer Pressemittelung von Sauber zitiert.

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Unter dem 54-jährigen Franzosen schaffte Alfa Romeo nach zuletzt einigen Jahren am Ende des Feldes in der vergangenen Saison den Sprung ins Mittelfeld. Der Schweizer Rennstall belegte in der Konstrukteurswertung den sechsten Platz - das beste Ergebnis seit 2012. Valtteri Bottas wurde in der Fahrerwertung zudem Zehnter.

Mehr dazu

Seidl wechselt zu Alfa Romeo

Alfa Romeo hat unterdessen auf den Vasseur-Abschied reagiert und Andreas Seidl verpflichtet. Der bisherige McLaren-Teamchef übernimmt die CEO-Rolle bei der Sauber-Gruppe. Damit ist allerdings noch die Position des Teamchefs bei Alfa Romeo vakant, da Seidl bei Alfa Romeo ausschließlich als CEO fungieren wird und Vasseur in Personalunion auch Teamchef war.

ZUM DURCHKLICKEN: DIE VERTRAGSLAUFZEITEN DER F1-PILOTEN

Weltmeister Lando Norris fährt noch bis mindestens 2026 für McLaren.
Der Vertrag von Oscar Piastri beim Papaya-Team ist bis 2028 datiert.
Der Vertrag von George Russell bei Mercedes läuft Ende 2026 aus.
Auch Andrea Kimi Antonelli ist bei Mercedes bis 2026 Stammpilot.
Der vierfache Weltmeister Max Verstappen bleibt noch bis 2028 bei Red Bull.
Isack Hadjar ersetzt nach einem starken Rookie-Jahr bei den Racing Bulls Yuki Tsunoda und fährt 2026 im zweiten Red Bull.
Charles Leclerc hat bei Ferrari einen Kontrakt bis 2026.
Auch F1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton bleibt der Scuderia 2026 erhalten.
Alexander Albon hatte im Mai 2024 einen neuen mehrjährigen Vertrag bis mindestens 2026 bei Williams unterschrieben.
Teamkollege Carlos Sainz geht 2026 in seine zweite Saison beim Traditionsrennstell.
Routinier Fernando Alonso könnte bei Aston Martin seine letzte F1-Saison fahren.
Auch Lance Stroll wird mindestens noch 2026 für Aston Martin an den Start gehen.
Liam Lawson fährt nach seiner Ausbootung bei Red Bull auch 2026 für die Racings Bulls.
Arvid Lindblad ist 2026 der einzige Rookie im Feld. Der Brite mit indisch-schwedischen Wurzeln fährt für die Racing Bulls.
Youngster Oliver Bearman geht bei Haas in sein zweites F1-Jahr.
Esteban Ocon hatte Alpine 2024 verlassen. Bei seinem neuen Arbeitgeber Haas hatte er einen Vertrag über mehrere Jahre unterzeichnet.
Nico Hülkenberg ist aktuell der einzige deutsche Pilot in der Formel 1. Zur Saison 2025 wechselte er von Haas zu Sauber und fährt dort beim neuen Audi-Werksteam auch 2026 mit Option auf 2027.
Bei Audi heißt sein Teamkollege auch weiterhin Gabriel Bortoleto.
Pierre Gasly hatte im Sommer 2025 seinen Vertrag bei Alpine verlängert und fährt nun bis mindestens 2028 für den französischen Rennstall.
Franco Colapinto hatte Jack Doohan nach nur sechs Rennen 2025 bei Alpine ersetzt. Alpine verlängerte seinen Vertrag für die Saison 2026.
Valtteri Bottas fährt ab 2026 für das Cadillac Formula 1 Team.
Sergio Perez fährt ab 2026 für das Cadillac Formula 1 Team.

Seidls erste Aufgabe wird entsprechend nun sein, einen neuen Teamchef für Alfa Romeo zu präsentieren. Nach Sky Informationen wird Jost Capito es nicht werden. Capito hatte erst am Montag seinen Abschied von Williams erklärt.

Mehr zum Autor Peer Kuni/mit SID

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