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Formel 1: Drängt Horner Dr. Marko bei Red Bull aus dem Amt?

Das steckt hinter dem brisanten Machtkampf bei Red Bull

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Bei Red Bull ist laut verschiedenen Berichten ein Machtkampf zwischen Christian Horner und Dr. Helmut Marko ausgebrochen. In einem exklusiven Interview hat Florian Bauer mit dem Sky Experten Ralf Schumacher darüber gesprochen.

Red Bull dominiert mit Max Verstappen die Formel 1, doch beim aktuellen Branchenprimus herrscht dennoch alles andere als Harmonie. Hinter den Kulissen ist ein brisanter Machtkampf entbrannt.

Der brasilianische Sender Globo hatte zuerst darüber berichtet, dass Dr. Helmut Marko bei Red Bull aus seinem Amt als Motorsportchef gedrängt werden soll - ausgerechnet vom langjährigen Teamchef und Wegbegleiter Christian Horner. Der Konflikt hat allerdings eine Vorgeschichte.

"In der Vergangenheit kam das Gerücht auf, dass AlphaTauri verkauft werden soll. Der Verkauf wurde dann aber aus Salzburg verhindert, weil es eben auch ein anderer Wunsch des verstorbenen Didi Mateschitz war. Dann hat man sich dazu entschieden, dass es mehr Unterstützung braucht. Dies wiederum hat Christian Horner zum Anlass genommen, zu sagen: Wenn ich mehr unterstützen soll, muss ich auch mehr Einfluss nehmen", erklärt Sky Experte Ralf Schumacher.

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Warum? Schumacher weiter: "Die Besitzer-Familie war ursprünglich der Meinung, dass es nicht unbedingt zwei Teams in der Formel 1 braucht. Jetzt habe ich das Gefühl, dass Horner das Thema AlphaTauri übernehmen soll und das Team so erfolgreich wie möglich machen soll, um es möglicherweise irgendwann teuer verkaufen zu können. Das ist die Intention dahinter."

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Laut verschiedenen Berichten ist bei Red Bull trotz des ganzen Erfolgs ein Machtkampf entbrannt: Demnach will Teamchef Christian Horner den Motorsportkonsulent Dr. Helmut Marko loswerden. Sky Experte Ralf Schumacher warnt den Briten davor.

Horner von Tsunoda nicht überzeugt

Die Folge ist ein Kompetenzgerangel, das womöglich zu verheerenden Konsequenzen führen könnte, denn: Dr. Helmut Marko, seit 2005 Motorsportchef der Red Bull GmbH, führt seit Jahren erfolgreich das Juniorprogramm und ist damit auch verantwortlich für den AlphaTauri-Rennstall. Doch bei der Fahrerpaarung herrscht offensichtlich Uneinigkeit.

"Horner ist der Meinung, dass Yuki Tsunoda nicht mehr der richtige Fahrer ist", sagt Schumacher. Der Japaner fährt derzeit seine dritte Saison in der Königsklasse und ist für die kommende Saison bereits bestätigt worden. Derzeit liegt er mit drei Punkten nur auf Rang 17 in der Fahrerwertung und wurde zuletzt teilweise auch von Ricciardos Ersatzmann Liam Lawson düpiert. Daher ist der Gedanke laut Schumacher durchaus nachvollziehbar, allerdings dürfe man nicht außer Acht lassen, dass Honda (japanischer Power-Unit-Lieferant, Anm.d.Red.) immer noch der Partner von Red Bull sei.

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Der brisante Machtkampf innerhalb des Weltmeisterteams wird in der Formel 1 mit Argusaugen beobachtet. Doch wer wird diesen für sich entscheiden? "Dr. Marko war immer das Bindeglied zwischen Salzburg, den Interessen des Teams, aber auch den Interessen von Didi Mateschitz und war der Berater", so Schumacher und weiter: "Horner ist seinerzeit von Dr. Marko eingestellt worden, aber er war und ist nicht unumstritten in Salzburg. Man darf auch nicht vergessen, dass der thailändische Anteilseigner ein bisschen andere Interessen verfolgt. Scheinbar hat sich Horner im Moment mehr nach Thailand orientiert, weil er in Salzburg ein schweres Leben hatte."

Verstappen das Zünglein an der Waage?

Eine komplexe Gemengelage, die einen sensiblen Entscheidungsprozess unentbehrlich macht. Schließlich ist Dr. Marko ein Urgestein des Red-Bull-Imperiums und mit seinen 80 Jahren nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des Teams. Schumacher rät zu einem respektvollen Miteinander und einem besonnenen Vorgehen. "Unruhen führen dazu, dass die Leistung leidet. Deswegen sollte man da sehr vorsichtig sein und an das denken, was man gemeinsam erreicht hat."

Der ehemalige Rennfahrer könne sich vorstellen, dass am Ende sowohl Dr. Marko als auch Horner bei Red Bull bleiben. "Horner ist gut beraten, keinen weiteren Druck auszuüben. Das würde für ihn nicht gut ausgehen." In diesem Falle könnte nämlich ausgerechnet Dominator Max Verstappen das Zünglein an der Waage spielen.

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Laut verschiedenen Berichten will Christian Horner Dr. Helmut Marko bei Red Bull loswerden. Sky Experte Ralf Schumacher gibt zu Bedenken, dass der Brite da aber die Rechnung nicht mit Max Verstappen gemacht hat.

"Die Verbindung zwischen Dr. Marko und Verstappen sollte man nicht unterschätzen. Dr. Marko hat ihn sehr früh gefördert und ist immer an ihm dran", weiß Schumacher und verrät ein pikantes Detail: "Man hört, dass Verstappen es nicht dulden würde, sondern eher auf Horner verzichten könnte."

Womöglich wird aber auch die Zeit den brenzligen Konflikt lösen. Schumacher: "Dr. Marko wird nicht mehr ewig diesen Stress haben wollen, auf die Rennstrecken rund um den Globus zu reisen."

Fakt ist: Nach den bereits gefallenen WM-Entscheidungen wird der Machtkampf bei Red Bull das bestimmende Thema am Wochenende in Austin (LIVE und EXKLUSIV auf Sky) sein.

Mehr zum Autor Robin Schmidt

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