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Formel 1: Mercedes und F1 reagieren nach Piquet-Entgleisung gegen Hamilton

Piquet-Entgleisung gegen Hamilton: Rekord-Champion reagiert - F1-Stars stehen ihm bei

Lewis Hamilton feierte 2021 beim GP in Silverstone einen Heimsieg.
Image: Lewis Hamilton feierte 2021 beim GP in Silverstone einen Heimsieg.  © Imago

Eine rassistische Entgleisung des dreimaligen Weltmeisters Nelson Piquet gegenüber Superstar Lewis Hamilton sorgt in der Formel 1 für Aufregung. Die Rennserie verurteilte in einer Mitteilung am Dienstag deswegen diskriminierende Sprache als "inakzeptabel in jeglicher Form".

Hamilton sei "ein unglaublicher Botschafter für unseren Sport und verdient Respekt", hieß es weiter. Zuvor waren ältere Aussagen des Brasilianers Piquet (69) aufgetaucht, in denen er Hamilton in einem Interview verunglimpft hatte.

Der Brite twitterte daraufhin: "Dies sind veraltete Sichtweisen, die sich ändern müssen und keinen Platz in unserem Sport haben." Hamilton schrieb, er sei von derartigen Einstellungen sein ganzes Leben umgeben und zur Zielscheibe geworden. "Es war genug Zeit zu lernen. Jetzt ist es Zeit zu handeln", twitterte der 37-Jährige.

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Hintergrund von Piquets abfälligen Äußerungen war der Unfall zwischen dem Mercedes-Piloten und Red-Bull-Fahrer Max Verstappen beim Rennen in Silverstone vor einem Jahr gewesen. Nach Ansicht von Piquet war ein Fehler Hamiltons der Grund. Der zuvor führende Verstappen war ausgeschieden, Hamilton gewann trotz einer Zeitstrafe den Grand Prix. Piquet ist der Vater von Verstappens Lebensgefährtin.

Fahrerkollegen zeigen Solidarität mit Hamilton

Auch im Fahrerfeld schlugen die Piquet-Aussagen hohe Wellen. Einige von ihnen zeigten sich öffentlich solidarisch. So zum Beispiel Hamiltons Teamkollege George Russell: "Großer Respekt an LH. Er hat mehr für den Sport getan als jeder andere Fahrer in der Geschichte, nicht nur auf der Strecke, sondern auch abseits davon. Die Tatsache, dass er und so viele andere NOCH mit diesem Verhalten fertig werden müssen, ist inakzeptabel. Wir alle müssen gemeinsam gegen Diskriminierung jeglicher Art eintreten."

Doch auch über die Teamgrenzen hinaus verurteilen einige Fahrer die rassistischen Bemerkungen. "Jegliche rassistische oder diskriminierende Sprache hat in unserem Sport und unserer Gesellschaft absolut nichts zu suchen. Genug ist genug", schrieb Alpine-Pilot Esteban Ocon. "Ich stehe hinter Lewis und seinen anhaltenden Bemühungen, den Sport, den wir lieben, zu einem besseren Ort für alle zu machen."

Charles Leclerc, der wie auch Ocon die Verdienste Hamiltons in Bezug auf Diversität würdigt, schrieb auf seinen Social-Media-Plattformen: "Ich kenne Lewis, seit ich in der Formel 1 bin, und er hat sich mir und allen, die er trifft, gegenüber immer äußerst respektvoll verhalten. Die Kommentare gegenüber Lewis sollten nicht toleriert werden, und wir sollten uns weiterhin für einen vielfältigeren und integrativeren Sport einsetzen."

Daniel Ricciardo will mit Menschen, die solche Kommentare ablassen wie Piquet nichts zu tun haben: "Diejenigen, die immer noch Hass verbreiten und diese Worte benutzen, sind nicht meine Freunde", schrieb der Australier auf Instagram. "Ich stehe zu ihm und werde alles tun, was ich kann, um ihm zu folgen und ihn zu unterstützen."

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Fia betont Solidarität mit Hamilton

Auch der Weltverband Fia und das Mercedes-Team verurteilten die Aussagen. "Wir verurteilen jegliche Nutzung rassistischer und diskriminierender Sprache jedweder Art", hieß es vom Rennstall. Der 37 Jahre alte Hamilton führe den Kampf des Sports gegen Rassismus an und sei ein "wahrer Champion der Diversität auf und abseits der Strecke".

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Bereits achtmal gewann Lewis Hamilton sein Heimrennen in Silverstone. Wie stehen die Chancen dieses Jahr?

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Die Fia betonte ebenfalls ihre Solidarität mit dem siebenmaligen Weltmeister und verurteilte Rassismus. Ein Jahr nach dem umstrittenen Vorfall in Silverstone kehrt die Formel 1 am Wochenende für den zehnten Saisonlauf nach Großbritannien zurück.

dpa

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