Formel 1: Noch mehr Sprint-Wochenenden in der F1?
Noch mehr F1-Sprints? Steiner-Aussagen lassen aufhorchen
26.04.2023 | 09:21 Uhr
In der Formel 1 könnte es in der Zukunft noch mehr Rennaction geben.
Die Verantwortlichen der Motorsport-Königsklasse stimmen vor dem Rennwochenende in Aserbaidschan (28. bis 30.4. LIVE & EXKLUSIV auf Sky Sport F1) über eine Formatänderung ab. Es geht im Kern darum, ob der Sprint am Samstag künftig ein eigenständiges Rennen mit einem eigenen Qualifying wird. Laut Haas-Teamchef Günther Steiner könnte diese Abstimmung allerdings noch weitere Auswirkungen haben.
Noch mehr Rennaction in der F1?
Denn sollte es grünes Licht für die Formatänderung geben und sich in Baku als Erfolg erweisen, dann könnten bei bis zu 50 Prozent aller F1-Wochenenden ein Samstags-Sprint gefahren werden. "Ich weiß nicht, ob wir das an jedem Rennwochenende machen werden. Vielleicht machen wir ein paar mehr Sprints oder bei der Hälfte des Rennkalenders. Aber der F1-Promoter wird wissen, was zu tun ist", verriet Steiner in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.
In der aktuellen Saison stehen sechs F1-Sprints auf dem Programm, der erste wird in Baku gefahren. 2022 wurden drei Sprints ausgetragen. "Im Moment gibt es eine sehr hohe Nachfrage nach Rennen Wie kann man also mehr Wettbewerb und mehr Rennen veranstalten, wenn wir nicht mehr als 24 Veranstaltungen durchführen können? Also lassen Sie die Veranstaltungen einfach doppelt zählen", erklärte Steiner.
ZUM DURCHKLICKEN: Der F1-Rekordkalender 2023
Steiner für Formatänderung
Im Rekordkalender 2023 werden insgesamt 23 Rennwochenenden absolviert, zudem wird der GP von China in Schanghai aller Voraussicht nach vierjähriger Abstinenz aufgrund der Corona-Pandemie in den Rennkalender zurückkehren. Steiner machte sich darüber hinaus für die Formatänderung der Sprint-Wochenenden stark, da er das dritte freie Training am Samstagmorgen für überflüssig hält.
"Das ist fast wertlos, weil kaum Zuschauer es sich ansehen und die Teams keine Änderungen am Auto mehr vornehmen dürfen. Wir können dort nur die Reifen für das Rennen ausprobieren, also gibt es von allen Seiten kein wirkliches Interesse. Ich denke daher, dass es eine gute Ergänzung zum Wochenende ist, wenn wir ein Sprint-Qualifying einführen", so der 58-jährige Tiroler, der noch hinzufügte: "Man muss natürlich abwarten, wie es bei den Fans ankommt, ob sie es mögen, wie die Zahlen sind und dann entscheiden, was man als nächsten Schritt macht."
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