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Formel 1: Timo Glock exklusiv über die Zukunft von Mick Schumacher

Glock über Mick-Zukunft: "Vielleicht ein kleines Indiz"

Die Zukunft von Mick Schumacher in der Formel 1 ist noch offen. Der Vertrag des 23-jährigen Deutschen bei Haas läuft am Saisonende aus.
Image: Die Zukunft von Mick Schumacher in der Formel 1 ist noch offen. Der Vertrag des 23-jährigen Deutschen bei Haas läuft am Saisonende aus.  © DPA pa

Mick Schumacher steht noch immer ohne Vertrag für die Saison 2023 da. Sky F1-Experte Timo Glock analysiert die Zukunftsoptionen für den 23-Jährigen.

Die sportliche Tendenz spricht eindeutig für Mick Schumacher.

Nach einem schwachen Saisonstart und viel Kritik für seine Leistungen legte Schumacher im Saisonverlauf mächtig zu. In Silverstone, bei seinem insgesamt 31. Rennen in der Formel 1, gelang dem Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher endlich der Durchbruch. Mit Rang acht sammelte der Haas-Pilot seine ersten WM-Zähler. Eine Woche später in Spielberg fuhr er dann sogar auf Platz sechs über die Ziellinie.

"Ich versuche einfach, mein Bestes zu geben. Und normalerweise sollte das genug sein, um gut zu performen. Denn so war es in der Formel 2 und in der Formel 3 und auch schon in der Formel 4", erklärte Schumacher gegenüber Motorsport.com. Sein starkes Finish vor der Sommerpause spricht für die Entwicklung des Deutschen. Das sieht auch Landsmann Sebastian Vettel so: "Ich weiß, wie viel Mühe er sich gibt und wie hart er arbeitet. Ich denke, Mick ist auf dem richtigen Weg. Und es ist toll zu sehen, dass er die Ergebnisse erzielt, die er verdient hat. Das freut mich sehr. Ich hoffe für ihn, dass das Auto weiterhin stark genug sein wird, damit er zeigen kann, wozu er fähig ist."

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Einige Optionen für Schumacher

Dennoch ist die Zukunft des Haas-Piloten in der Motorsport-Königsklasse ungewiss. Schumachers Vertrag beim US-Rennstall läuft am Saisonende aus. "Die Frage ist natürlich, inwieweit er im Hintergrund mit verschiedenen Teams spricht. Und natürlich auch, inwieweit Haas an einer Vertragsverlängerung interessiert ist oder vielleicht auch einen Fahrer braucht, der Geld mitbringt. Das wäre dann für Mick eine schwierige Position", meinte Sky F1-Experte Timo Glock.

Der langjährige F1-Fahrer sieht Schumacher nicht zwangsläufig im kommenden Jahr im Haas-Cockpit. "Dadurch, dass man mit Nikita Mazepin einen kräftigen Geldgeber verloren hat, ist die Frage der finanziellen Situation bei Haas ein Fragezeichen. Und das könnte natürlich auch ausschlaggebend für die Zukunft von Mick sein. Daher ist es schwierig zu sagen, inwieweit ein Haas-Verbleib möglich ist", analysierte der 40-Jährige.

Während bei den Topteams Red Bull, Ferrari und Mercedes sowie Aston Martin die Fahrer für 2023 bereits feststehen, ist aktuell noch bei Alpine, AlphaTauri, Alfa Romeo und Williams jeweils noch ein Cockpit frei. Zudem wackelt Daniel Ricciardo bei McLaren. Als Ferrari-Junior und aktueller Ersatzpilot der Scuderia wären zumindest auf dem Papier die Kundenteams Alfa Romeo und eben Haas die naheliegendsten Optionen. Oder doch nicht?

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Überraschungswechsel zu Alpine?

Schumacher folgt in den sozialen Medien auf Instagram seit der vergangenen Woche Alpine-CEO Laurent Rossi. Bahnt sich da womöglich ein Überraschungswechsel zu den Franzosen an? "Da würde ich jetzt nicht so viel reininterpretieren. Aber vielleicht ist es ein kleines Indiz dafür, dass man in Verhandlungen steht oder Gespräche führt", meinte Glock. Vom Potenzial des Autos wäre Alpine (neben McLaren) mit Sicherheit die bestmögliche noch verfügbare Variante.

Wann die Zukunft von Schumacher geklärt ist, lässt sich noch nicht absehen. "Es gibt kein fixes Datum, bis etwas entschieden sein muss. Es kommt ganz drauf an, wie lange die Verhandlungen dauern - aufseiten von Haas und auch bei Mick. Wenn er mit einem anderen Team verhandelt und man sich einig ist, kann das schnell klar sein. Wenn es größere Diskrepanzen gibt, kann es aber auch noch länger dauern. Aber natürlich will jeder schnellstmöglich Klarheit bekommen, um sich auf das nächste Jahr vorzubereiten", erklärte Glock den Ablauf an den Verhandlungstischen.

Timo Glock kehrt in die DTM zurück.
Image: Sky F1-Experte Timo Glock glaubt an eine Zukunft von Mick Schumacher in der Formel 1.  © Imago

Glock sieht Mick langfristig in der F1

Valtteri Bottas hatte in der Vergangenheit klargemacht, dass ihn die Ungewissheit über seine Zukunft zu seinen Mercedes-Zeiten häufig belastet habe und dies auch Auswirkungen auf seine Leistungen hatte. "In gewisser Art und Weise kann das schon einen Fahrer beeinflussen. Es zeigt aber auch, wie stark ein Fahrer mental ist. Und man hat in letzter Zeit auch gesehen, dass Mick da sehr gut aufgestellt ist. Er hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, auch wenn die Punkte zunächst nicht da waren, hat er auf seine Chance gewartet und dann auch sehr gut umsetzen können", ist Glock allerdings von Schumachers mentaler Stärke überzeugt.

Daher sieht der Sky Experte den 23-Jährigen auch im kommenden Jahr sowie langfristig in der Formel 1: "Ich glaube, dass er die Chance bekommt, weiterhin sein Talent unter Beweis zu stellen. Dafür hat er wirklich sehr gute Rennen gezeigt an den letzten Wochenenden. Man sieht eine Entwicklung und solange diese Entwicklung da ist, ist das sehr positiv. Deswegen bin ich überzeugt, dass wir Mick weiterhin in der Formel 1 sehen werden. Wo das dann sein wird, müssen wir abwarten, da bin ich auch selbst sehr gespannt."

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