Arsenal - Atletico Madrid; UEFA Champions League Halbfinale

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Arsenal - Atletico Madrid. UEFA Champions League Halbfinale.

Emirates StadiumZuschauer58.874.

Arsenal 1

  • B Saka (44. minute)

Atletico Madrid 0

    2-1

    Live-Kommentar

    Das wars von dieser Stelle aus der Königsklasse. Morgen melden wir uns pünktlich zum zweiten Halbfinale zwischen Bayern München und Paris Saint-Germain, Anpfiff ist um 21:00 Uhr. Bis dahin und noch eine angenehme Nacht. 

    Und so gehts weiter für die beiden Teams: Atletico spielt am Samstag gegen den Sechsten, Celta Vigo. Die Gunners müssen eine deutlich kürzere Anfahrt absolvieren, es geht in die Nachbarschaft zum Achtzehnten, West Ham. Auf wen Arsenal im Finale am 30.05. in Budapest trifft, entscheidet sich morgen. 

    In Erinnerung bleiben wird die Arsenal-Serie, die die Gunners bis ins Finale brachte. Die Londoner dringen ungeschlagen und mit nur sechs Gegentoren in 14 Spielen ins Endspiel vor. Eine bemerkenswerte Leistung. Und Atletico steht irgendwie vor einem Scherbenhaufen. Nach der Niederlage im Copa-Finale nun auch das Aus in der Königsklasse. Und die Meisterschaft ist schon länger außer Reichweite. Ein trauriges Ende der Saison und ein trauriger Abgang von Klubikone Antoine Griezmann steht bevor. 

    Die Arsenal-Spieler liegen sich in den Armen, die Atletico-Akteure lassen die Köpfe hängen. Von der Partie wird lediglich das Ergebnis hängenbleiben. Und das sorgt dafür, dass die Gunners ins Finale der Champions League einziehen. Entschieden wurde diese chancenarme Begegnung durch einen einzigen Fehler in der Atletico-Abwehr, den Saka für seinen Abstauber nutzte. Eigentlich hätte die Begegnung keinen Sieger verdient. Aber dann stünden wir jetzt mit einer Verlängerung da. Das will doch auch kein Mensch. 

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    Dann beendet Siebert das komische Schlusstreiben. Die letzten Minuten hat auch keiner mehr gebraucht, fassten das Spiel aber nochmal gut zusammen: Atletico konnte nicht, Arsenal begnügte sich wieder einmal mit Minimalismus.

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    Der hatte sich eine kleine Auseinandersetzung mit Kepa, dem Ersatzkeeper von Arsenal, geliefert. Auch der wird verwarnt. 

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    Koke kassiert in dieser hektischen Schlussphase noch Gelb. 

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    Eigentlich alles ziemlich chaotisch, der Ball befindet sich viel in der Luft, es gibt kaum klare Aktionen. 

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    Richtig Fußball wird jetzt kaum gespielt, immer wieder gibts kleine Fouls, kurze Unterbrechungen. Für ein kleines Highlight sorgt die Gelbe Karte für Arteta, der in seiner Coachingzone tobt. 

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    Diese Schlussphase ist von verzweifelten Bemühungen der Gäste geprägt, die aber wenig auf die Reihe bekommen, wenn der Zufall nicht aushilft. Und die Gunners versuchen immer wieder, den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten. Derweil feiern die Arsenal-Fans, was das Zeug hält. 

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    Die Nachspielzeit: fünf Minuten.

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    Wieder Baena, diesmal mit einem Abschluss aus fast 30 Metern. Also bitte. Simeone wütet wie Rumpelstilzchen am Spielfeldrand. 

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    Crunchtime. Atletico wirft alles nach vorne. 

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    Sinnbildlich dafür, wie schwach, uninspiriert und hektisch Atletico heute auftritt: Hancko spielt den langen Ball in die linken Halbspur und setzt damit Baena in Szene, der ungehindert Meter machen kann. Im Strafraum legt er quer auf Sörloth, der vom Elfmeterpunkt frei draufhalten könnte, aber den Ball nicht richtig erwischt und sich dabei fast das Bein bricht. Eine größere Chance wird Atletico heute nicht mehr bekommen. Als Sörloth die Beine schließlich sortiert bekommt, ist Gabriel da.

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    Ich kann Ihnen versprechen, ein Schützenfest wird das heute nicht mehr. 

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    Die Gunners ziehen jetzt auch den letzten Wechsel. Der unermüdliche Leandro Trossard, ein Arbeiter vor dem Herren, wird durch Gabriel Martinelli ersetzt. 

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    Weiter gehts mit einem Freistoß durch Ödegaard aus dem Halbfeld, den Saliba auf Höhe des Elfmeterpunktes erwischt, aber nicht drücken kann. Zählt aber als Abschluss. 

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    Gelb für Pubill, der Gyökeres in der Rückwärtsbewegung so umklammerte, dass der ihn mehrere Meter mittragen musste. Und dann doch noch zu Fall kam. 

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    Das war wichtig. Llorente wird per Steckpass zur Grundlinie geschickt und flankt zum Tor, mit den Fingerspitzen kann Raya die Hereingabe weiterleiten. Dahinter hatte Sörloth schon gelauert!

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    Die Gunners scheinen in dieser Schlussphase etwas Oberwasser zu gewinnen. Atletico tut sich gerade schwer im Aufbau. Allerdings hat man bei den Gunners nicht das Gefühl, dass sie auf ein zweites Tor gehen. Hat man ohnehin nie. 

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    Almada mit seiner ersten auffälligen Szene - er kommt von der linken Außenbahn frei zur Flanke, aber im Gedränge vor dem Kasten kann sich Sörloth nicht durchsetzen und Raya fängt die Hereingabe ab. 

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    Arteta hat jetzt noch einen Wechsel in der Hinterhand, Simeone dagegen hat sein Wechselkontingent ausgeschöpft. Wir sind bereit für die Schlussviertelstunde. 

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    Verletzungsbedingter Wechsel bei Arsenal. Myles Lewis-Skelly humpelt vom Rasen, den nun Martin Zubimendi betritt. 

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    Einen Eckstoß von Rice kann Hancko per Kopf aus der Gefahrenzone befördern, der zweite Ball landet bei den Gunners, die daraus aber nichts entwickeln können. Es bleibt eng, intensiv, spannend. Aber der fußballästhetische Wert der Partie bleibt einigermaßen überschaubar. 

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    Es geht jetzt wieder rauf und runter. Und es gibt einen Abschluss zu vermelden. Nach einem wirren Querpass vor der eigenen Abwehr kann White dazwischenfahren und aus der zweiten Reihe schießen. Er verfehlt das Tor deutlich, aber diese Aktion des Atletico-Verteidigers war schon ziemlich wild. 

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    Und Antoine Griezmann wird durch Alex Baena ersetzt. Irgendwie nicht die Spieler, die man bei einem Rückstand zwingend austauschen würde. Insbesondere Alvarez.

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    Weitere Wechsel bei Atletico: Julian Alvarez geht für Thiago Almada.

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    Auf der Gegenseite erarbeiten sich die Gunners eine Großchance. Trossard schickt Hincapie die Außenlinie runter, der sofort den Kopf hochnimmt und in den Strafraum flankt, die Direktabnahme aus zwölf Metern von Gyökeres geht nur knapp drüber. 

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    Mit einem Steckpass über 20 Meter wird Alvarez in der rechten Halbspur bedient, hat etwas Platz und viel Zeit für seine Flanke. Schlägt sie aber zu nah ans Tor. Eine der leichteren Übungen für Raya. 

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    Halbfeldfreistoß Atletico. Griezmann von der linken Seite. Saliba klärt per Kopf, aber der Ball ist sofort wieder bei Atletico. 

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    Und in dieser Phase lässt sich Arsenal zunehmend in die eigene Hälfte drängen. Vielleicht wartet man auch einfach, dass ein paar Umschaltsituationen vom Laster fallen. Allerdings wirken die Madrilenen recht ballsicher. 

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    Die Partie hat in dieser zweiten Halbzeit an Intensität zugelegt, es ist nicht unfair geworden, aber hitziger. Die Zweikämpfe werden verbissener geführt. 

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    Mit sechs frischen Beinpaaren gehts also in die letzten 30 Minuten. Falls es wirklich dabei bleibt. 

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    Oh, doch noch ein dritter Wechsel bei den Gunners. Eberechi Eze macht dem eigentlichen Kapitän der Gunners, Martin Ödegaard, Platz.

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    Und Bukayo Saka wird durch Noni Madueke ersetzt. Ein nachvollziehbarer Wechsel. Saka hat zwar das Tor geschossen, aber war im Angriffsspiel der Gunners heute sonst nicht der Megafaktor.

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    Bei den Gunners gibts nur einen Doppelwechsel. Riccardo Calafiori geht für Piero Hincapie.

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    Gleichzeitig kommt mit Nahuel Molina aber noch ein neuer Mann für Rechtsaußen und mit Ademola Lookman geht ein Offensivspieler. Wir sortieren kurz: Ein Stürmer, ein Rechtsaußen und ein Sechser für einen Verteidiger, einen Rechtsaußen und einen Angreifer. Klingt ein wenig nach Umstellung auf Dreierkette.

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    Johnny Cardoso, ein Mann fürs zentrale Mittelfeld, kommt für Rechtsaußen Giuliano Simeone.

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    Dann reagiert Diego Simeone und wechselt dreimal. Es kommt Stürmer Alexander Sörloth für Verteidiger Robin Le Normand.

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    Nun wieder Atletico. Guter Angriff über die rechte Seite mit Llorente, Pubill und Griezmann. Griezmann bekommt den Querpass rechts an der Sechzehnergrenze, zieht nach ein paar Schritten aufs kurze Eck. Raya ist zur Stelle, und beim Versuch des Abstaubers aus spitzem Winkel kommt Pubill dann einen Schritt zu spät. Durchatmen bei den Gunners. 

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    Wirkt so, als würde Atletico nun aktiver, 75 Prozent Ballbesitz nach der Pause. Und Arsenal bekommt Räume für Konter. Einen solchen leitet Rice ein, der den Ball übers halbe Feld treibt, an der Strafraumgrenze kurz ablegt auf Gyökeres auf halbrechts, der beim Schuss von einem Verteidiger geblockt wird. Die Partie wirkt nun offener. 

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    Für einen ganz kurzen Moment, als Simeone den Ball vor Raya vorbeilegte, war der Weg zum Tor völlig frei. Aber war schon auch famos, wie Gabriel doch noch in den Zweikampf kam. 

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    RIESENCHANCE für Atletico. Bei einem langen Ball in die Spitze verschätzt sich Saliba gehörig bei der Rückgabe, so kommt Simeone noch dazwischen und kann den Ball an Raya vorbeilegen, aber dann kommt noch Gabriel dazwischen und klärt ziemlich glücklich zur Ecke. Die Gäste wollen einen Elfmeter, aber Siebert winkt sofort ab. Und damit liegt er richtig, auch der VAR sieht keine Veranlassung für einen Eingriff.

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    Halbfeldfreistoß Arsenal nach einem Foul von Llorente an Trossard. Wieder verzichten die Gunners auf eine Flanke, spielen den Freistoß kurz aus und es entsteht gar nichts. 

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    Wie fällt die Reaktion von Atletico aus? Im Hinspiel drehte Simeone in der Pause an ein paar Stellschrauben durch einen Wechsel, diesmal hat er darauf verzichtet. Obs taktische Umstellungen gibt, das müssen wir erst einmal abwarten. 

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    Auf Wechsel haben Simeone und Arteta vorläufig verzichtet. 

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    Und weiter gehts. 

    Zur Pause ist Arsenal auf Finalkurs. Kein Treffer, der sich unbedingt aufgedrängt hätte, über weite Strecken war die Partie schnell, aber zäh. Dabei wirkte die Mannschaft von Diego Simeone tatsächlich griffiger, etwas giftiger. Doch Großchancen konnten sich auch die Gäste kaum herausarbeiten. Die Partie lebte in der ersten Hälfte fast ausschließlich von der Spannung. Und jetzt auch von einem mickrigen Abstauber, der die Rojiblancos zu noch mehr Aktivität zwingt.

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    Unmittelbar nach dem Treffer schickt Siebert die Teams in die Pause. 

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    Etwas Glück war auch dabei, dass Salibas Pass in die Spitze von einem Verteidiger abgefälscht wurde, sonst wäre der wohl bei Oblak gelandet. Der Lauf von Gyökeres aus dem Zentrum nach rechts war aber stark, genau im richtigen Moment startete er, ließ sich auch vom herauslaufenden Oblak nicht beeindrucken. Und damit wurde Atletico erstmals überhaupt unsortiert erwischt.

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    Tooor! ARSENAL - Atletico 1:0. Mit einem langen Ball schickt Saliba auf rechts Gyökeres in die Spitze. Der behauptet den Ball stark, lupft dann von der Grundlinie in den Rückraum des Strafraums. Pubill berührt die Hereingabe mit den Haarspitzen, kann aber nicht klären. Der Ball kommt so durch zu Trossard. Der nimmt den Ball halblinks an, macht einen Schritt nach innen, schießt verdeckt aufs rechte Eck. Oblak streckt sich, kann parieren, aber den Ball nicht festhalten. Und durch die zwei Verteidiger vor ihm stößt Saka, der aus kurzer Distanz den Abpraller über die Linie drückt! 

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    155 Pässe hat Arsenal in der gegnerischen Hälfte gespielt. Zwölf davon auf Höhe des Strafraums. 

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    Fünf Minuten noch, dann können Sie sich einen Kaffee holen, ohne was zu verpassen. Obwohl ... 

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    Erst eine gute Balleroberung durch Gyökeres im offensiven Mittelfeld. Nach Doppelpass mit Trossard läuft der Angreifer dann in weitem Bogen auf links Richtung Grundlinie, wo er aber von drei Atletico-Spielern gestellt wird und keine Chance bekommt, den Ball irgendwie sinnvoll zu verarbeiten. Das war schon ziemlich gut verteidigt. 

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    Strammen Schrittes gehts auf die Halbzeitpause zu. Auf die erste Großchance warten wir immer noch. In München, morgen, stehts zu diesem Zeitpunkt bestimmt schon 3:3. 

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    Das wirkt doch alles etwas schwerfällig, mit dem flüssigen Spiel gegen Fulham hat das wenig gemein. Wieder eine Angriffssequenz der Gunners, bei der Trossard nach einem Zweikampf gegen Griezmann zu Boden geht. Siebert lässt weiterlaufen, es gab lediglich einen Körperkontakt, Foul war das nicht. Die Gunners bleiben in Ballbesitz, der Ball rutscht zu Rice durch, der aus zentraler Position draufhält. Von der Brust Pubills prallt das Spielgerät gegen die Laufrichtung von Oblak rechts ins Toraus. Das hätte auch ins Auge gehen können für Atleti. 

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    Dann wieder eine Angriffssequenz der Gunners. Das braucht dann halt Zeit, wenn man sich in der gegnerischen Hälfte einnistet. Wo stellen wir die Zelte auf, wo kommt die Kochstelle hin, wo die Latrine? Zu einem Abschluss können sich die Londoner diesmal nicht durchringen.  

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    Hätte interessant werden können. Die Gäste spielen sich über die rechte Seite in die Spitze, vor dem Strafraum bekommt Griezmann den Ball, der sofort für Llorente halbrechts im Strafraum prallen lässt. Der lässt mit einem Haken seinen Gegenspieler ins Leere rutschen und zieht nach innen. Sein Schuss wird geblockt - dann geht die Fahne hoch. Aber da bin ich mir sicher, dass der VAR sich die Szene genauer angesehen hätte. Auf der ballfernen Seite stand Saliba recht tief. Das war knapper als gedacht. 

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    Nun Atletico mit einem schnellen Vorstoß. Llorente ist ganz alleine auf der rechten Außenbahn unterwegs, auf Verdacht flankt er auf Strafraumhöhe. Über alle drüber. Hier ist durchaus was möglich für die Gäste. Aber die Hereingabe war jetzt nicht wirklich gefährlich. Dabei war Alvarez durchaus mitgelaufen. 

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    Vielleicht der größte Unterschied zur anderen Paarung. Da will jeder gewinnen. 

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    Und wenn man jetzt nach 25 Minuten mal einen Vergleich ziehen will, könnte man festhalten, dass Atletico seine Situationen besser zu Ende spielt. Aber auch die Gäste spulen hier kein Offensivfeuerwerk ab. Die Partie lebt mehr von der Spannung als der Qualität der Offensivaktionen. Steht halt viel auf dem Spiel, will halt keiner verlieren. 

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    Calafiori fängt einen langen Ball mit Mittelfeld ab und schickt auf links Rice steil. Der löst sich gut vom Gegenspieler, kommt bis zur Grundlinie durch, geht auf der noch ein paar Meter zum Tor. Und passt dann blind ins Gewühl, findet nur einen Verteidiger. Gute Ansätze, aber die Ausführung hat Luft nach oben. 

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    Gyökeres mit Licht und Schatten. Macht erst gut einen langen Ball fest und wartet, bis Eze nachgerückt ist, spielt mit dem einen Doppelpass und läuft dann beim Dribbling einfach in Saka rein. Oje. 

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    Arsenal setzt sich vorm Strafraum fest, dann hat White eine Idee und steckt in den Strafraum durch, Saka hinterläuft die Verteidigungskette und bringt den Ball scharf Richtung Gyökeres am Torraum, ein Abwehrspieler ist dazwischen und sticht den Ball zur Strafraumgrenze, Gabriel schießt sofort flach aufs rechte Eck. Oblak wäre wohl zur Stelle gewesen, aber Gabriel verfehlt eh. Bisher die beste Offensivszene der Gunners. 

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    Rice führt die Ecke von links aus, zieht sie lang und hoch zum zweiten Pfosten, wo es Saka dann mit einer verunglückten Direktabnahme versucht. Der Angreifer stand dort eigentlich SO frei, dass er den Ball auch noch hätte annehmen können. 

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    Feine Balleroberung von Trossard tief in der eigenen Hälfte, sofort schickt er Gyökeres links die Linie runter, der zwar nicht an seinem Gegenspieler vorbeikommt, aber immerhin eine Ecke herausholt. Die waren früher mal eine Wunderwaffe der Gunners - in der ersten Saisonhälfte. 

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    Von den über 70 Prozent Ballbesitz kann sich Arsenal bisher nichts kaufen. Richtig in Strafraumnähe kommen die Engländer nicht. 

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    Nach einer knappen Viertelstunde wirkt Atletico gefälliger. Die Gäste schafften es schon zweimal hinter die Abwehrkette der Gunners. Die wiederum tun sich im Aufbau eher schwer, es fehlt das Tempo und die Präzision.

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    Halbfeldfreistoß Atletico, 20 Meter vor dem Strafraum steht unter anderem Griezmann bereit, der wird dann kurz geschickt und flankt im Strafraum ins Nichts. Aber Atletico bleibt dran, kommt über die rechte Seite in den Strafraum, Griezmann geht zur Grundlinie, legt kurz zurück. Und im Gewühl an der Torraumgrenze scheitert Simeone, von gleich mehreren Spielern geblockt. 

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    Jeder Vorstoß der Gunners ist eine Symphonie mit unendlich vielen Stimmen, wenn die Gäste kommen, ist es eher ein Kammerspiel. 

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    Auf der Gegenseite sieht das beim anschließenden Angriff schon knackiger aus. Griezmann schickt Simeone auf rechts los, der auf Höhe des Elfmeterpunktes querlegt, in Bedrängnis bringt Alvarez den Abschluss jedoch nicht aufs Tor. Das sah immerhin gefährlich aus, der Schuss ging knapp zwei Meter am rechten Pfosten vorbei. 

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    Erste Annäherung der Gunners nach einem Halbfeldfreistoß. Rice führt kurz aus, Trossard geht auf links bis auf Strafraumhöhe und legt zurück, Rice flankt zu nah ans Tor. Oblak darf abfangen.

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    Zunächst entwickeln die Gunners dabei eher wenig Vorwärtsdrang. Die Madrilenen bauen sich in der eigenen Spielhälfte auf und lassen die Partie jetzt locker auf sich zukommen. Den Gastgebern scheints gerade in erster Linie um Ballbesitz zu gehen.

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    Nach zwei Minuten etwa dann die erste längere Ballstafette bei den Gunners, die den Ball durchs Mittelfeld laufen lassen. Rice und der 19-jährige Lewis-Skelly, wohl eine leichte Überraschung in der Startelf, versuchen, das Spiel aus dem defensiven Mittelfeld aufzuziehen. 

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    Die Stimmung ist prächtig, es ist nicht ganz so laut wie letzte Woche, aber das ist auch so beeindruckend. Die Begegnung beginnt mit ordentlich Tempo, aber auf Abtastniveau. Klare Aktionen Richtung Tor gibts zunächst auf beiden Seiten noch nicht. 

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    Los gehts im Emirates. Atletico stößt an.

    Das Schiedsrichterteam heute Abend kommt aus Deutschland. Daniel Siebert pfeift. An den Seitenlinien arbeiten Jan Seidel und Rafael Foltyn. Bastian Dankert ist VAR-Chef.  

    Denn das könnte nötig sein. In einer anfänglich zähen Partie im Hinspiel kamen die Gunners nämlich beim 1:1 im Metropolitano eigentlich ganz gut davon. Atletico war am Ende dem Sieg näher - nach Umstellungen in der Halbzeit war die Simeone-Elf nach der Pause eindeutig das bessere Team.   

    Dieser etwas überraschende Stolperer der Cityzens könnte durchaus auch Auswirkungen auf die mentale Verfassung der Gunners haben. Ihnen im Saisonendspurt frischen Schwung verleihen, einen Schwung, den man vielleicht auch heute ins Rückspiel tragen kann?

    Es schien schon in der Premier League auf einen Titelkampf hinauszulaufen, bei dem das Torverhältnis am Ende das Zünglein an der Waage darstellte - und Arsenal hatte gegen Fulham mit dem 3:0 einen guten Grundstein gelegt. Zum anderen aber stolperte ManCity am Montag bei Everton (3:3) und hat es nun nicht mehr in eigener Hand, die Gunners noch abzufangen. 

    Doch die Titelhoffnungen der Gunners haben an letzten Spieltag frische Nahrung erhalten. Zum einen gabs am Samstag den glänzenden Auftritt gegen Fulham, bei dem die Gunners erstmals seit Monaten auch spielerisch überzeugten. Zumal Hoffnungsträger Saka sich nach einer längeren Verletzungspause in bester Spiellaune präsentierte.  

    Also konnte sich der Klub aus Madrid ganz auf seine internationalen Aufgaben konzentrieren. Und den Hauptakteuren quasi ein freies Wochenende schenken. Reiner Luxus aus Sicht der Gunners. Die stecken in einem kräftezehrenden Titelkampf auf der Insel, zwar Tabellenführer, aber den heißen Atem ManCitys im Nacken spürend. 

    Beim Ligaspiel vom Wochenende in Valencia (2:0) spielte bei Atleti die komplette zweite Garde. Im Vergleich zum Champions-League-Hinspiel hatte Simeone die gesamte Startelf ausgetauscht. Weil ers sich leisten kann. Aus dem Titelrennen in LaLiga ist Atletico längst raus, der Startplatz für die Champions League in der nächsten Saison ist praktisch gesichert - mit zehn Punkten Vorsprung auf den Fünften bei vier noch auszutragenden Partien.

    Die Aufstellungen verraten schon viel über die sportliche Lage der beiden Klubs. Während Arteta damit beschäftigt ist, die richtige Balance zwischen Meisterschaft und Champions League zu finden und dabei eigentlich immer auf seine gerade verfügbare beste Elf setzen muss, hat Simeones Elf eigentlich nur ein Ziel vor Augen - das Erreichen des Finales in der Königsklasse.

    Eine Veränderung gibts bei Atletico, aber lediglich im Vergleich zum Hinspiel in Madrid. Mit der Elf, die in LaLiga gegen Valencia auflief, hat diese Aufstellung nämlich nichts zu tun. Besser gesagt, nur rudimentär. Le Normand ist der einzige Spieler, der vom Sieg gegen Valencia übriggeblieben ist. Im Hinspiel brachte Simeone Le Normand zur Pause, was mit einer folgenreichen taktischen Umstellung einherging. Johnny muss für ihn auf die Bank ausweichen.  

    Diego Simeone lässt diese Elf spielen: Oblak - Pubill, Le Normand, Hancko, Ruggeri - Simeone, Llorente, Koke, Lookman - Griezmann, Alvarez. 

    Die Aufstellung zeigt, dass die Partie gegen Fulham (3:0) am Wochenende wohl als Testlauf dienen sollte. Denn es gibt keine einzige Veränderung an der Anfangsformation. Bei den Gunners sitzt Havertz zumindest wieder auf der Bank. Ein Schicksal, das auch Kapitän Ödegaard teilt.

    So stellt Mikel Arteta auf: Raya - White, Saliba, Gabriel, Calafiori - Rice, Lewis-Skelly - Saka, Eze, Trossard - Gyökeres. 

    Vergangene Woche stand diese Begegnung ganz im Schatten des Halbfinales in Paris, wo sich PSG und die Bayern ein Spiel für die Geschichtsbücher lieferten. Diesmal erhält die Partie den Vortritt und darf eigenen Glanz entfalten. Wir werfen einen Blick auf die Formationen.

    Herzlich willkommen zum Halbfinal-Rückspiel der Champions League zwischen dem FC Arsenal und Atletico Madrid.