Arsenal - Bayer 04 Leverkusen; UEFA Champions League Achtelfinale

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Arsenal - Bayer 04 Leverkusen. UEFA Champions League Achtelfinale.

Emirates StadiumZuschauer57.537.

Arsenal 2

  • E Eze (36. minute)
  • D Rice (63. minute)

Bayer 04 Leverkusen 0

    3-1

    Live-Kommentar

    Das wars an dieser Stelle. Morgen wird das Viertelfinale der Königsklasse komplettiert. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin! 

    Arsenal hat unverändert alle vier Titel der Saison im Visier und freut sich aufs dritte Champions-League-Viertelfinale in Folge. 2024 war dort gegen den FC Bayern Schluss, 2025 gings bis ins Halbfinale gegen PSG, was passiert wohl 2026? Jetzt geht es erstmal gegen Sporting CP, auch hier sind die Gunners klarer Favorit. Zunächst steht am Sonntag aber die erste Trophäe auf dem Spiel, wenn es im Finale des EFL Cups gegen Manchester City geht. 

    Trotzdem blickt die Werkself auf eine erfolgreiche Champions-League-Saison, das Achtelfinale ist aller Ehren wert. Die Titelchance im DFB-Pokal und die Aussicht, sich über die Bundesliga erneut für die Königsklasse zu qualifizieren, bleiben. Das nächste Spiel bestreitet Bayer 04 am Samstag in Heidenheim. Von London nach Ostwürttemberg. 

    Und dieses 2:0 war letztlich ungefährdet. Arsenal machte heute ein gutes Spiel, da haben wir in den vergangenen Wochen schon wesentlich minimalistischere Auftritte gesehen. Stattdessen wurden gerade im ersten Durchgang viele Torchancen erzwungen und kaum Fehler gemacht. Die Tore fielen dann folgerichtig, auch wenn dabei vor allem die individuelle Qualität von Eze und Rice hervorzuheben war. Aber das war eben auch der Gesamtunterschied: Leverkusen war in diesem Achtelfinale nicht schlecht, scheiterte aber an einem Gegner, der eine Stufe höher anzusiedeln ist. 

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    Schlusspfiff, Arsenal gewinnt mit 2:0 und zieht ins Champions-League-Viertelfinale ein. 

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    Ecke Arsenal. Also können wir die erste Extraminute direkt schon abhaken. Nörgaard köpft die lange Hereingabe hinter dem zweiten Pfosten zurück ins Zentrum. Blaswich, der heute ein Extralob verdient hat und Bayers bester Spieler war, boxt den Ball raus. 

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    Angesichts des für den neutralen Beobachter nervenzehrenden Spiels mit der Uhr sind die vier Minuten Nachspielzeit zu wenig. Richtig viele Spielunterbrechungen gab es aber eben auch nicht. 

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    Letzter Wechsel bei den Gunners: Stürmer Gyökeres weicht Außenverteidiger Lewis-Skelly. 

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    Das wärs gewesen. Kofane ist da kaum ein Vorwurf zu machen. Viel besser kann er diesen Ball unter Bedrängnis nicht abschließen. Die richtig spannende Schlussphase bleibt uns so aber verwehrt. 

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    Auch das ist typisch für dieses Arsenal: Es braucht den einen Raya-Moment, um das Spiel zu überstehen. Und was für einer das ist. Das spielt Bayer 04 aus der eigenen Hälfte richtig gut nach vorne, Tapsoba löst das auf mit seinem Pass zwischen die Linien zu Schick, der halblinks vor der Box kurz abdreht und nach rechts weitergibt zu Tillman, der wiederum Maza in die freie rechte Spur und damit in den Strafraum der Gunners schickt. Maza legt mit Übersicht zurück, Kofane schießt aus relativ zentralen zehn Metern direkt aufs linke Eck. Aber Raya pariert sensationell.

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    Sieben Torschüsse für Bayer 04 sind eigentlich ganz okay. Die 0,28 xGoals nicht. Das ist viel zu wenig. Kein einziger dieser Torschüsse hat wirklich Torgefahr heraufbeschworen. Die Halbfeldflanke von Fernandez reiht sich da nahtlos ein. Direkt in die Hände von Raya. 

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    In den letzten fünf Minuten hat sich Bayer 04 am gegnerischen Sechzehner ganz schön festgespielt. Die Betonung liegt dabei aber auf fest. Arsenal macht alles dicht. Mehr als zwei Halbfeldflanken, die sich beide Raya greift, sind nicht drin. Es ist ein Schlussoffensivchen. Ein Tor liegt nicht in der Luft. Daran ändert auch der missratene Fernschuss von Kofane nicht. Der rollt mehrere Meter links am Tor vorbei. 

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    Nächster Wechsel bei der Werkself: Andrich gibt die Kapitänsbinde an Grimaldo weiter. Mit Fernandez kommt noch ein neuer Antreiber und Unruhestifter. 

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    Wir sind jetzt schon bei 26 statistisch relevanten Torabschlüssen. Im gesamten Hinspiel waren es gerade mal 16 (10:6 pro Leverkusen). 

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    Beim folgenden Abschlag präsentiert Arsenal wieder mal eindrucksvoll seine Time-Management-Fähigkeiten, wenn wir es mal so diplomatisch ausdrücken wollen. Die Diskussionen dazu laufen ja. Nach der kurzen Ausführung geht es dann aber blitzschnell nach vorne und Saka taucht halbrechts im Strafraum auf. Seinen strammen, aber zentralen Schuss muss abermals Blaswich im kurzen Eck parieren. 

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    Und Bayer kommt jetzt zu ein paar Torszenen. Culbreath flankt aus dem rechten Halbfeld. Quansah köpft seinen Aufsetzer nur Meter am langen Pfosten vorbei. 

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    Die Schlussviertelstunde läuft. Bayer spielt jetzt mit zwei Stürmern in Person von Schick und Kofane und nur noch einem Sechser. Das Risiko erhöht sich. Warum auch nicht, die Werkself macht grundsätzlich kein schlechtes Spiel. Es reicht nur nicht, um diesen sehr, sehr guten Gegner zu schlagen. 

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    Das war gut und gerne Bayers beste Torchance im Spiel: Raya segelt unter einer Ecke von der rechten Seite hindurch. Dahinter will Gabriel mit dem Kopf klären, er ist aber von seinem eigenen Keeper irritiert und der Ball fällt ihm auf den Oberschenkel. Und fliegt von dort aus nur knapp übers eigene Tor. 

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    Nach nicht mal einer Minute ist die klare Situation geklärt und das Tor zurückgenommen. Havertz hat aber auch wirklich gar keine Anstalten gemacht, dass das sein Tor war. 

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    Havertz gleich mittendrin, als er das Chaos nach einem hohen Ball im Fünfer nutzt und die Kugel ins Netz stochert. Das Tor zählt tatsächlich, der Jubel bleibt aber aus. Havertz weiß selbst am besten, dass er den mit der Hand reingedrückt hat. Trotzdem muss schnell der VAR ran. 

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    Auch Bayer wechselt: Stürmer Schick kommt für Sechser Palacios. 

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    Und dass Havertz für Eze kommt, ist wohl ein unfreiwilliger Wechsel. Eze ist nach seinem Konter angeschlagen, Havertz hat sich fix fertig gemacht.

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    Wie gewohnt die Arbeitsteilung zwischen Trossard und Martinelli, der nun den linken Flügel entlangrennt. 

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    Mosquera spielt jetzt für White auf der rechten Abwehrseite. 

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    VIER Wechsel beim FC Arsenal! Das zeigt ganz gut, wie sicher sich die Gunners jetzt sind. Aber wer auch solche Spieler auf der Bank hat ... Nörgaard kommt für Zubimendi. 

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    Und gegen ein Team, das jede Menge Qualität hat, um den letzten entscheidenden Konter zu setzen. Auch wenn dieser jetzt noch stecken bleibt. Eze dreht sich im Mittelkreis um Aleix Garcia herum und rennt mit offenem Visier auf den Bayer-Strafraum zu. Gyökeres, Saka und Trossard sind alle mit dabei. Das sind Eze offenbar zu viele Optionen. Also versucht er es selbst. Und wird vom starken Quansah geblockt. 

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    Da gehört jetzt schon viel Fantasie zu, Bayer noch eine Chance einzuräumen. Es müssen drei Tore her für das Viertelfinale. Vom Team, das nach über 60 Minuten noch ohne Torchance dasteht. Gegen die derzeit vielleicht beste Verteidigung im europäischen Fußball. Die sich auf ihrer Mission, Titel zu gewinnen, auf Ergebnissicherung spezialisiert hat. 

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    Toooor! FC ARSENAL - Bayer Leverkusen 2:0. Bei der folgenden Ecke stellt sich die Werkself überhaupt nicht gut an. Die wird nicht unmittelbar gefährlich, mehrere Gelegenheiten, die Situation endgültig zu klären, werden aber ausgelassen. Auch Grimaldos Befreiungsschlag ist ungenügend. Den nimmt Rice 40 Meter vor dem Tor an. Er geht ein paar Meter, ist dann schon am Sechzehner angekommen. Und schiebt mit einem überlegten Schuss mit der Innenseite rechts ins Eck ein. 

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    Maza vertändelt den Gegenstoß, unmittelbar danach kommt wieder Gyökeres in Aktion, diesmal dribbelt er zentral auf Andrich. Der kann den Schuss zur Ecke blocken, erneut tickt der Ball aber nur knapp am Tor vorbei. 

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    Ui, das war gefährlich. White, Saka und Gyökeres im Dreieck am rechten Strafraumeck, so kommt Gyökeres bis zur Grundlinie und legt scharf quer. Blaswich ist geschlagen, dahinter klärt Quansah in höchster Not vor dem einschussbereiten Hincapie. 

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    Mit Tillman kommt aber gleichzeitig auch ein erprobter Profi aufs Feld. Er spielt jetzt für Terrier. 

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    Dass ausgerechnet der junge U19-Spieler Culbreath Bayers erster Joker wird, hatten wir so nicht auf dem Zettel. Was für ein großes Spiel für den 18-Jährigen, in den Hjulmand offenbar viel Vertrauen hat. Er kommt für Poku, der sich heute nicht durchsetzen konnte. 

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    Schaltet Arsenal gerade schon in den Verwaltungsmodus? Wenn dem so ist, sollte Bayer 04 Lunte riechen. Das Tempo nimmt ab, der Ball geht häufiger hinten rum. 

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    Im Vergleich zum Ende der ersten Hälfte ist Bayer wieder etwas besser drin. Erkennen wir am verheißungsvollen Schuss von Maza, der geblockt wird. Wenig später rückt Quansah mit auf und kann rechts zur Grundlinie geschickt werden, seine flache Hereingabe sichert Raya. Das ist stellenweise vielversprechend. Die klaren Abschlüsse fehlen aber weiterhin. 

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    Als bräuchten wir direkt den Beweis für unten aufgestellte These: Ohne vorangegangenes aufwendiges Kombinationsspiel schießt Gyökeres aus 25 Metern. Blaswich macht sich lang und hält den flachen Schuss sicher fest. 

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    Die Distanzschüsse bleiben also gefährlich, im Kombinationsspiel bleiben die Gunners dagegen regelmäßig stecken. Auch bei vielversprechenden Ansätzen jetzt mit Eze und Gyökeres, die im Kurzpassspiel zentral vor dem Tor Saka halbrechts freigespielt bekommen. Der dribbelt sich aber fest und kommt nicht zum Abschluss. 

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    Auf der anderen Seite schießt Trossard aus 18 Metern. Und verfehlt das rechte Eck nur um einen halben Meter. Da fehlt nicht viel, und es steht 2:0. 

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    Guter Moment für Bayer 04, als Kofane links im Strafraum auftaucht. Der Pass geht zurück an die Strafraumgrenze, wo Poku lauert. Zubimendi ist aber aufmerksam und hat seinen Fuß dazwischen. Kofane ärgert sich, da war mehr drin. 

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    Nach 56 Sekunden im zweiten Durchgang holt sich Palacios die erste Gelbe Karte der Partie ab. Kurz hinter dem Mittelkreis droht Eze zu enteilen, Palacios fährt das lange Bein aus und steigt dem Torschützen auf den Fuß. 

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    Der zweite Durchgang läuft. Ohne personelle Veränderungen. 

    Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde ließ Arsenal die Muskeln spielen. Peu a peu wurde der Druck erhöht und wurden die Chancen besser. Blaswich im Bayer-Tor vereitelte noch den Rückstand, wann und wo er konnte, beim fulminanten Distanzschuss von Eze war dann aber nichts mehr zu retten. So sind die Gunners auf einem guten Weg Richtung Viertelfinale. Bayer 04 ist klar unterlegen. 

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    Flüssiges, höchst faires Spiel, kaum Unterbrechungen. So geht es nach nur einer ereignislosen Extraminute in die Pause. 

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    1,07 xGoals, zwölf Torschüsse, davon sieben (!) aufs Tor, wo Blaswich also echt alle Hände voll zu tun: Zahlen der puren Dominanz. Die Werkself steht bei spärlichen zwei Abschlüssen, die angesichts von 0,05 xGoals kaum der Rede wert waren. 

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    Trossard könnte schießen, könnte flanken. Passt aber stattdessen kurz rechts auf den Flügel zu Eze. Danach versandet die Aktion. Da hat Arsenal ausnahmsweise mal einen Standard verschenkt. 

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    Und Arsenal bleibt druckvoll. Gyökeres nimmt einen Flugball vor dem Sechzehner butterweich mit dem Außenrist an. Und wird dann von Andrich zu Boden gerissen. Das gibt den Freistoß halbrechts vor dem Tor. 

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    Es fehlten nur zehn Minuten, um ein gutes 0:0 in die Halbzeit zu bringen für Bayer 04. Das Spielglück war aber auch ausgereizt. Jetzt wird es ungleich schwerer. Das Spiel hat längst die Richtung und Dynamik angenommen, die wir erwarten konnten. 

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    Keine Frage, dass dieser Treffer für Arsenal verdient ist. Aber die Art und Weise, die ist ein echter Hammer. Was für ein Geschoss von Eze. Das lässt sich dann auch nicht verteidigen. Geschweige denn parieren. Einfach ein fantastisches Tor nach einer fantastischen Einzelleistung. 

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    Tooooor! FC ARSENAL - Bayer 04 Leverkusen 1:0. Wenn die eigenen Spieler die Arme über den Kopf schlagen, ist etwas Außergewöhnliches passiert. Vorhang auf für Eze. Hincapie verteidigt nach vorne und gewinnt den Ball vor der Mittellinie, nach einer Zwischenstation passt Trossard zentral an den Strafraum zu Eze. Der nimmt den auftickenden Ball mit dem Rücken zum Tor mit dem ersten Kontakt an, dreht sich und feuert die Kugel mit dem zweiten Kontakt aus der Luft aus 20 Metern in den linken Winkel. Traumtor, da kann auch der überragende Blaswich nichts mehr retten!

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    Vorlage Leandro Trossard

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    Bayer 04 bekommt seinen ersten klaren Abschluss: Tapsoba köpft einen Eckball von der rechten Seite in die Hände von Raya. Das ist nicht viel, aber immerhin! 

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    Aber Arsenal lässt das Tor liegen. Kurze Ecke von der rechten Seite, dann der fiese Mix aus Hereingabe und Abschluss von Trossard, den Blaswich nach vorne wegwischt. Quansah geht zum Ball, wird von Gyökeres im Ringkampf aufgenommen und umgerissen, das Spiel läuft weiter, der Ball liegt sechs Meter vor dem Tor frei, es wird gestochert und geflippert, dann schließt White ab. Und Blaswich zeigt den nächsten Top-Reflex und schmeißt sich dann sichernd auf die Kugel.

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    Garcia wackelt einen Pass ins Toraus, statt zum Teamkollegen, und verursacht so schon die siebte Ecke, wahrscheinlich die überflüssigste. Da kannst du zusehen, wie die Nervosität und Unsicherheit bei Bayer 04 steigt. 

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    Ohne einen starken Keeper wird es heute nicht gehen, das war vorher klar. Und Blaswich liefert. Bayer erneut mit dem Ballverlust vor dem eigenen Strafraum. Dann ist die Szene eigentlich überstanden, weil der Querpass von Rice zu ungenau ist. Tapsoba kann aber nicht nachhaltig klären, stattdessen nimmt Saka den hoppelnden Ball hinter dem langen Pfosten auf und legt in den Rückraum. Dort schließt Trossard direkt ab. Und scheitert an einem fantastischen Reflex des Bayer-Keepers.

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    Was Arsenal bringt, ist aber wesentlich gefährlicher. Vor allem, wenn Bayer patzt. Jetzt in Person von Grimaldo und Aleix Garcia, die beide links vor dem eigenen Strafraum zurückziehen, statt den Ball wegzuschlagen. So kommt Saka ins Spiel, der in den Strafraum eindringt und aus spitzem Winkel draufhält. Blaswich muss erneut ran. 

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    Dann muss Hincapie gegen sein Ex-Team aber in höchster Not klären. Grimaldo zieht von links nach innen und spielt zu Terrier, sprintet in den Strafraum weiter und wird wieder von Terrier bedient. Hincapie stürmt von hinten heran und attackiert fair, ehe Grimaldo abschließen oder den Ball noch eine Station weiter in seinen Rücken Richtung Poku leiten kann. 

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    6:1 Torschüsse mittlerweile für Arsenal, drei gingen aufs Tor. Bayer 04 ist noch ohne Torchance. Die Gunners werden ihrer Favoritenrolle mehr und mehr gerecht. 

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    Kurz danach wird das unglückliche Handspiel von Poku einen Meter vor der seitlichen Strafraumlinie gepfiffen. Rice zieht den folgenden Freistoß messerscharf direkt aufs Tor. Blaswich boxt den Ball weg. Die Schlinge zieht sich zu. 

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    Und die ist dann jetzt komplett arsenal-like. Zahlreiche Spieler unmittelbar vor Blaswich, da wird geblockt und im Weg gestanden. Blaswich kommt nicht an die Flanke von Saka heran, die Gabriel diesmal mit dem Kopf, und nicht mit der Schulter, erwischt. Und da fehlt dann nur ein guter Meter zur Querlatte. 

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    In solche Ballbesitzphasen kommt Leverkusen jetzt gar nicht mehr. Stattdessen der lange Ball von Grimaldo Richtung Kofane, der aber an Gabriel und Saliba abprallt. Danach könnte Poku eine Umschaltsituation einleiten, spielt aber im Mittelfeld in den Rücken von Terrier, so geht auch diese Situation schnell flöten. Und die Gunners? Bekommen die dritte Ecke. 

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    Arsenal wird besser, schraubt den Ballbesitz hoch und verlängert die Passstafetten. Und erhöht den Druck. Bayer 04 hält stand, die Ballverluste und leichten Fehler häufen sich aber gerade. 

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    Der zweite Schuss von Trossard ist umso wilder. Der ist richtig gut sogar. Arsenal presst, Blaswich mit dem Befreiungsschlag, der gerät zu kurz und wird von White abgefangen. White spielt tief auf Saka, der legt schnell quer zu Trossard, der öffnet mit einem Haken das Schussfenster und feuert Richtung rechtes Eck. Wo Blaswich mit einer guten Flugparade zur Stelle ist. 

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    Da ist einer: Grimaldo wirft einen Einwurf auf Palacios, der begeht den einfachen technischen Fehler und verliert den Ball an Eze, der für Trossard ins Zentrum legt. Dessen Distanzschuss rollt zwei Meter links vorbei. Halb so wild. 

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    Beide Teams spielen flach, beide Teams spielen schnell. Mit etwas Sicherheit zwar noch bedacht, aber technisch ist das allerhöchstes Niveau. Und wir können längst festhalten: Bayer 04 ist voll im Spiel. Die Partie ist in dieser Anfangsphase vollkommen ausgeglichen. Die Ballbesitzphasen wechseln sich ab. Torabschlüsse lassen allerdings noch auf beiden Seiten auf sich warten. 

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    Diesmal Rice von links. Auf den Kopf von Kofane. Danach segelt noch ein Flugball von Eze hinter den langen Pfosten. Da kommt Gabriel aber nicht ran. 

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    Schöne Aktion von Zubimendi, der sich 40 Meter vor dem eigenen Tor freidribbelt und so den Angriff scharfstellt. Halblinks nimmt er Gyökeres mit, der wird gut von Andrich aufgenommen und bekommt den Ball nichts ins Zentrum quergespielt. Die zweite Ecke springt aber bei rum. Auch da schauen wir genau drauf. 

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    Und siehe da, die erste Ecke hat es gleich in sich. Saka hebelt den Ball vor den ersten Pfosten, Terrier springt da drunter her. Dahinter steigt Gabriel frei hoch und trifft den Ball nur mit der Schulter. Erwischt er ihn da besser, sprechen wir mindestens von der ersten Torchance. Da hatte Bayer Glück.  

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    Aber es ist ein sehr sicherer Fußball, den Arsenal spielt. Einer, der viel Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten hat. Vertrauen, dass vorne immer irgendwas geht. Im Zweifel über eine Ecke, von der Saka jetzt mit seinem Dribbling gegen Grimaldo die erste für seine Farben rausholt. 

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    Sechs Torschüsse hat Bayer 04 im Hinspiel nur zugelassen, von Arsenals 1,64 xGoals sollten wir uns nicht blenden lassen, die kamen hauptsächlich durch diesen komischen Elfmeter zustande. Im Prinzip war es ein Spiel ohne Torchancen. Es passte ins Bild, das die Gunners in diesem Frühjahr abgeben. Großer Hurrafußball ist das nicht. Bleibt Bayer heute ähnlich stabil, ist hier alles drin.  

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    Den Eckstoß von Grimaldo von der rechten Seiten bekommt Arsenal verteidigt. Aber dieser lebendige, zuversichtliche Start macht durchaus Hoffnung aus Bayer-Sicht. 

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    Bayer 04 kommt gut aus den Startblöcken. Nach einer Seitenverlagerung von Tapsoba auf die rechte Schiene zu Poku kommt Poku eine Station später zur ersten Strafraumaktion, dann flankt Palacios in den Strafraum, wo sich Kofane nicht gegen Gabriel durchsetzen kann. Die erste Ecke springt aber bei rum. 

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    Anpfiff von Schiedsrichter Danny Makkelie! 

    Statt Glanz steht da jetzt Ergebniskontrolle. Mit einer einzigartigen Standardstärke und hoher individueller Qualität im Angriff, gestärkt mit einer sattelfesten Defensive und einem der besten Keeper Europas dahinter gewinnt Arsenal Spiel für Spiel, führt die Premier League an, peilt nach der Vorschlussrunde im letzten Jahr diesmal das CL-Finale an, steht im EFL Cup im Finale und im FA Cup im Viertelfinale. Es sind gar nicht mehr so viele Spiele bis zur Sommerpause. Aber es gibt noch so viel zu holen für Arsenal. Quasi alles.

    Überhaupt haben die Gunners in dieser Saison erst drei Mal verloren, das zeigt dann ganz gut, wie schwer die Aufgabe für Bayer 04 wird. Zwei Auswärtsniederlagen bei Aston Villa und beim FC Liverpool stehen da noch im Spielplan, dazu sieben Remis, was heute ausgeschlossen ist. Den Glanz der Frühphase der Saison oder gar den der Vorsaison, als die Gunners bis ins CL-Halbfinale stürmten und zum dritten Mal in Folge Vizemeister wurden, am Ende aber nichts gewannen, strahlen die Gunners allerdings nicht mehr aus. 

    Bei Bayer 04 ordneten sie das nicht zu Unrecht als Teilerfolg ein. Und ließen einen weiteren starken Auftritt folgen, als auch das Spiel gegen Bayern München mit einem 1:1 endete, erneut schmeichelhafter für den Gegner als für Leverkusen. Die Werkself hat somit in wenigen Tagen bewiesen, dass sie mit den zwei besten Teams der CL-Ligaphase mithalten kann. Allerdings zwei Mal zu Hause. Heute geht es ins Emirates. Dort hat Arsenal in dieser Saison erst ein einziges Mal verloren (ManUnited, 2:3, 25. Januar). 

    Zu Hause bot Bayer 04 den Gunners einen ausgeglichenen Fight. Der Unterhaltungswert war nicht wirklich hoch, es war eher ein sachliches und vorsichtiges Spiel beider Teams. Mit der 1:0-Führung hatte Bayer den FC Arsenal aber am Rande einer Niederlage. Dann bekam Madueke einen Elfmeterpfiff, den kein Fußballfan dieser Welt hören will. Ex-Bayer Havertz schob zum schmeichelhaften 1:1 ein. Und nach stellenweise hinreißenden Siegen, unter anderem gegen Atletico, Inter und Bayern, ging Arsenal zwar nicht als Verlierer, aber erstmals auch nicht als Sieger vom Champions-League-Platz. 

    Auf drei Hochzeiten tanzt Bayer 04 Leverkusen in dieser Saison noch, läuft heute die Musik auf der ersten aus? Es braucht einen Sieg auswärts beim so starken Premier-League-Spitzenreiter FC Arsenal, um erstmals seit 2002, als Bayer 04 als Vizekusen Geschichte schrieb, das Viertelfinale der Champions League zu erreichen. Es wäre ein großer, nicht wirklich vorhergesehener Erfolg. Der aber nah wirkt, da das Hinspiel keineswegs so deutlich ausfiel, wie es erwartet wurde. 

    Bayer 04 konnte sich am Samstag gegen den FC Bayern beweisen und hielt mit dem 1:1 stand, obwohl ein bisschen rotiert wurde. Heute kehren Grimaldo, Palacios, Maza und Kofane in die Startelf zurück, damit spielt dieselbe Elf, die im Hinspiel auflief. Heißt für Culbreath, Fernandez, Tillman und durchaus etwas überraschend auch Schick, dass sie im Vergleich zum Bayern-Spiel vorerst mit einem Bankplatz vorliebnehmen müssen. 

    So beginnt Bayer Leverkusen: Blaswich - Quansah, Andrich, Tapsoba, Grimaldo - Palacios, Aleix Garcia - Poku, Maza - Terrier, Kofane. 

    Zwischen den beiden Spielen gegen Bayer 04 hat der FC Arsenal in der Premier League einen 2:0-Sieg gegen Everton gefeiert. Im Vergleich dazu tauscht Trainer Arteta seine Startelf auf vier Positionen aus: White, Hincapie, Trossard und Gyökeres spielen für Calafiori, Madueke, Havertz und den verletzten Timber. Bis auf Trossard und White, die für Timber und Martinelli spielen, sehen wir also die erste Elf vom Hinspiel in Leverkusen. 

    So spielt der FC Arsenal: Raya - White, Saliba, Gabriel, Hincapie - Rice, Zubimendi - Saka, Eze, Trossard - Gyökeres. 

    Herzlich willkommen zum Achtelfinal-Rückspiel der Champions League zwischen dem FC Arsenal und Bayer Leverkusen.