Anführer, Taktgeber, Erfolgsgarant - Marco Reus erlebt derzeit die wohl beste Phase seiner Karriere. Der BVB-Star läuft sogar Antoine Griezmann den Rang ab.
Mit 29 Jahren befindet sich Marco Reus endlich dort, wo er mit seinem Potenzial eigentlich schon lange hingehören müsste: auf dem Sprung in die Weltklasse. Der Offensiv-Allrounder ist in einer herausragenden Verfassung, das beweisen seine neun Tore und fünf Vorlagen in den bisherigen 15 Pflichtspielen.
So eine Bilanz können in Europa nicht viele Akteure aufweisen. Zum Vergleich: Antoine Griezmann, mit dem sich der BVB-Star am Dienstagabend in der Champions League im direkten Duell (ab 20:55 Uhr live in der Original Sky Konferenz auf Sky Sport 1 HD) messen wird, kam bisher ebenfalls 15 Mal zum Einsatz. Der französische Weltmeister traf jedoch lediglich fünf Mal und legte vier Tore auf.
Reus effektiver als Griezmann
Auch in puncto Effektivität hat Reus aktuell die Nase vorn. Der BVB-Kapitän nutzt 33 Prozent seiner Chancen und ist alle 92 Minuten direkt an einem Tor beteiligt. Griezmann verwertet dagegen nur 17 Prozent seiner Möglichkeiten und wirkt alle 139 Minuten an einem Tor mit.
Die Gründe für Reus' Höhenflug sind vielfältig. Neben der Übernahme des Kapitänsamts und dem Babyglück erweist sich die Wiedervereinigung mit Lucien Favre zum absoluten Glücksfall. Keiner kennt Reus so gut wie der Schweizer.
In Gladbach machte der Nationalspieler unter dem 61-Jährigen den entscheidenden Entwicklungsschritt und reifte zu einem Top-Spieler. "Damals hat er rechts auf dem Flügel gespielt, später hinter der Spitze. Das ist hier jetzt auch der Fall", sagte Favre auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Rojiblancos.
Im Zentrum fühlt sich Reus am wohlsten
Die Position hinter der Spitze kristallisiert sich als Paraderolle von Reus heraus. Dort fühlt er sich am wohlsten und kann seine Stärken am besten ausspielen: Chancen kreieren, Läufe in die Tiefe machen und den Torabschluss suchen.
Diese Eigenschaften will er auch am Dienstagabend zu Geltung bringen. Im Wanda Metropolitano gegen Atletico Madrid. Im direkten Duell mit Griezmann.