Bildergalerie: Die größten Problemzonen des VfB und HSV

Zahme Stürmer, Auswärtsfluch & Spätstarter - die Schwächen des Top-Duos

Von Felix Arnold

Auf dem Papier stehen die Favoriten aus Stuttgart und Hamburg zwar gut da, auf dem Platz haben die Teams aber noch Luft nach oben. Sky Sport blickt auf die größten Schwachstellen bei beiden Teams - beginnend mit dem VfB-Angriff um Mario Gomez (l.)...
EFFIZIENZ: Der VfB gab in den letzten vier Spielen die meisten Schüsse ab (17 pro Spiel) und hat dennoch die zweitschwächste Chancenverwertung in diesem Zeitraum (9 Prozent). Zum Vergleich: Die Arminia nutzt im Schnitt jede vierte (!) Torchance.
SPÄTSTARTER: Stuttgart traf in keinem der vergangenen 15 Spiele in der ersten halben Stunde! Diese Schwäche spiegelt sich auch in der Tabelle der 1. Halbzeit wider – dort stünde der VfB mit einer negativen Tordifferenz (-2) nur auf Platz 13.
SCHWACHE ABWEHR: In den vergangenen vier Spielen kassierte Stuttgart acht Gegentore (drittschwächster Wert) und ließ 55 gegnerische Schüsse zu – in den drei Partien zuvor hatte der VfB kein Tor zugelassen. Häufige Patzer wurden direkt bestraft.
DIDAVI BLASS: Stuttgarts Zehner war in den vergangenen vier Spielen an keinem einzigen Tor beteiligt. Dass er aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre gegen den HSV fehlt, ist trotzdem bitter, denn: Der VfB gewann alle fünf Spiele, in denen Didavi traf.
TORJÄGER? FEHLANZEIGE! Nicolas Gonzalez traf achtmal für den VfB, Sturmkante Al Ghaddioui (Foto) ist nicht die erhoffte Verstärkung – trotz hochkarätig besetzter Offensive. Zum Vergleich: Bielefelds Top-Torjäger Fabian Klos kommt auf 17 Treffer...
ZU VIELE WECHSEL: Pellegrino Matarazzo (r.) stand in neun Spielen an der Seitenlinie, nur einmal lief er dabei mit derselben Startelf auf wie im Spiel davor. 23 Spieler kamen für den VfB im Jahr 2020 zum Einsatz – nur bei Hannover waren es mehr (24).
Die Mängelliste des VfB ist lang, doch auch die Hamburger um Kapitän Aaron Hunt (Foto) machen bei weitem nicht alles richtig. Folgende Punkte dürften dem erfahrenen Coach Dieter Hecking so gar nicht gefallen...
SCHWACHE OFFENSIVE: Betrachtet man die vergangenen vier Partien, gab der HSV nur elf Schüsse pro Partie ab. Bitter: Ligaweit schoss nur Abstiegskandidat Wehen Wiesbaden seltener aufs Tor (10-Mal)! Nur vier Tore kamen dabei heraus.
LÖCHRIGE DEFENSIVE: Der HSV blieb nur in zwei der vergangenen 18 Spielen ohne Gegentor – in den letzten vier Partien ließ die Hecking-Elf 59 Schüsse zu (nur Wehen & St. Pauli mehr) - Rick van Drongelen (r.) und Timo Letschert haben Luft nach oben.
STANDARDSCHWÄCHE: Der HSV kassierte drei der sechs Gegentore in den vergangenen vier Partien nach ruhenden Bällen. Zuvor hatten die Hanseaten nur 25 Prozent der Gegentreffer nach Standards hinnehmen müssen.
SPÄTSTARTER: Zwar ist der HSV der einzige Zweitligist ohne Gegentor in den ersten 15 Minuten, allerdings schoss der HSV sein letztes Tor in dieser Phase Ende Oktober – gegen den in dieser Kategorie ebenfalls schwachen VfB (Kittel, 13. Minute).
AUSWÄRTSFLUCH: Nachdem der HSV noch mit zwei Siegen auf fremden Plätzen gestartet war, gab es in den folgenden zwölf Gastspielen nur einen Sieg (8 Remis, 3 Niederlagen) und keine weiße Weste. Besonders bitter: Das blamable 0:3 bei Erzgebirge Aue...
SCHLÜSSELSPIELER: Sonny Kittel ist mit elf Treffern bester HSV-Torjäger, doch in den vergangenen vier Spielen blieb er wirkungslos – erstmals in dieser Saison. Lukas Hinterseer (l.) folgt mit neun Toren, wartet jedoch seit fünf Spielen auf ein Tor.

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