In sechs Wochen ist Länderspielpause, das Programm für die Top-6 bis Ende März ist hart. Für die Bayern sind die Spiele gegen PSG saisonentscheidend, RB Leipzig steht vor vielen Topspielen. Das Restprogramm der Top-6 bis zur Pause im Überblick.
Beim FC Bayern geht es nach einem turbulenten Re-Start in der Champions League um alles, Union Berlin und RB Leipzig stehen vor einem harten Programm mit vielen Gegnern aus der oberen Tabellenhälfte. Das Restprogramm der Top-6 der Bundesliga im Sky Sport-Check - inklusive Schwierigkeitsgrad anhand der durchschnittlichen Liga-Platzierung der kommenden Gegner.
FC Bayern (Platz eins, 40 Punkte):
Ruhe wird so schnell nicht beim Rekordmeister einkehren. Nach dem schlagzeilenträchtigen Interview von Manuel Neuer gibt es weiterhin offene Fragen, die Bayern-Bosse kündigten an, alles weitere intern klären zu wollen. Das Neuer-Thema schwebt trotzdem weiterhin über der Säbener Straße und könnte bei einem Ausscheiden in der Champions League erneut hochkochen.
Nach drei Unentschieden (dreimal 1:1) folgte gegen Mainz im DFB-Pokal der Befreiungsschlag, doch am vergangenen Wochenende gegen Wolfsburg offenbarten sich trotz des 4:2-Sieges einmal mehr Probleme im Spiel der Münchner. Der Fokus richtet sich nun auf das CL-Achtelfinale gegen PSG, zuvor haben die Bayern gegen den VfL Bochum die Chance, sich auf das Duell mit Messi, Neymar & Co. einzustimmen.
Die beiden Spiele in der Königsklasse sind richtungsweisend wie saisonentscheidend für Trainer Julian Nagelsmann und seine Mannschaft, zwischendurch müssen zudem Pflichtaufgaben in der Bundesliga erledigt werden. Ende Februar kommt es zum Spitzenspiel gegen Union Berlin, den Eisernen stehen harte Wochen national und international bevor.
Schwierigkeitsgrad: 3/5 (durchschnittliche Liga-Platzierung der Gegner: 8,4)
Union Berlin (Platz zwei, 39 Punkte):
Die fünf Spiele nach dem Restart haben die Köpenicker allesamt gewonnen, trotz des geplatzten Isco-Wechsels ist die Stimmung in Berlin großartig, die Leistung stimmt auch - nur ein Punkt befindet sich Union hinter den Bayern.
Am Samstag geht es zum Spitzenspiel nach Leipzig, anschließend folgen die Playoff-Spiele in der Europa League gegen Ajax Amsterdam. Danach muss die Mannschaft von Urs Fischer zum Rekordmeister nach München, vor der Länderspielpause empfangen die Eisernen zum Abschluss den aktuellen Tabellenfünften Eintracht Frankfurt.
Schwierigkeitsgrad: 4/5 (durchschnittliche Liga-Platzierung der Gegner: 6,5)
Borussia Dortmund (Platz drei, 37 Punkte):
Ebenfalls mit maximaler Punkteausbeute in das neue Jahr gestartet ist der BVB, dabei erzielte die Mannschaft von Edin Terzic elf Tore in den vergangenen fünf Partien. Marco Reus, Julian Brandt, Karim Adeyemi, Sebastien Haller & Co - die Schwarz-Gelben zeigen sich seit dem Re-Start offensivstark und kämpferisch, das aktuelle Formhoch könnte genau zur richtigen Zeit kommen.
Das Achtelfinale in der Champions League gegen den millionenschweren XXL-Kader des FC Chelsea steht vor der Tür, als "sehr wild" bezeichnete Sportdirektor Sebastian Kehl bei Sky jüngst die Transferaktionen der Blues.
Vor dem Rückspiel an der Stamford Bridge muss die Borussia zudem gegen RB Leipzig überzeugen, ehe anschließend das prestigeträchtige Revierderby auf Schalke ansteht.
Schwierigkeitsgrad: 2/5 (durchschnittliche Liga-Platzierung der Gegner: 11,25)
RB Leipzig (Platz vier, 36 Punkte):
Union, Wolfsburg, zweimal Manchester City, Frankfurt und Dortmund: Es ist wohl das herausforderndste Programm der Top-6-Teams, RB Leipzig steht vor richtungsweisenden und kräftezehrenden Wochen. Seit der 0:3-Niederlage in Gladbach Mitte September sind die Leipziger unter Rose ungeschlagen, es passt momentan vieles bei RB.
Der Kader der Roten Bullen ist sowohl in Sachen Quantität als auch Qualität ausreichend bestückt, um durch das harte Programm in den nächsten sechs Wochen zu kommen. Es werden entscheidende Spiele werden, in denen die Leipziger mögliche Meisterschafts-Ambitionen unterstreichen könnten. Leicht wird es allerdings nicht werden.
Schwierigkeitsgrad: 5/5 (durchschnittliche Liga-Platzierung der Gegner: 5,6)
Eintracht Frankfurt (Platz fünf, 35 Punkte):
Auch bei den Hessen liegt die letzte Pflichtspielniederlage weit zurück, seit der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund Ende Oktober hat die Eintracht nicht mehr verloren. Oliver Glasner hat die Defensive stabilisiert, in der Offensive sorgen Kamada, Lindström und Götze für viel Kreativität im Spiel.
Davon profitiert auch Randal Kolo Muani, mit neun Toren und 13 Assists Top-Scorer der Bundesliga. Der Himmelsstürmer traf in den letzten drei Partien, gegen Darmstadt und Hertha sogar jeweils doppelt.
Die Frankfurter haben nun vor allem schwere Auswärtsspiele in Leipzig, Wolfsburg und bei Union Berlin vor der Brust. Zudem träumt die Eintracht, die sich nur fünf Punkte hinter den Bayern befindet, vom Champions-League-Viertelfinale. Die Spiele gegen den Tabellenersten der Serie A, den SSC Neapel, dürften alles andere als leicht werden.
Schwierigkeitsgrad: 4/5 (durchschnittliche Liga-Platzierung der Gegner: 6,25)
SC Freiburg (Platz sechs, 34 Punkte):
Turbulente Wochen liegen hinter den Freiburgern, zum Re-Start gab es eine krachende 0:6-Niederlage, es folgten ein starkes 1:1-Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt und ein Sieg gegen den FC Augsburg.
Nach einem frühen Platzverweis ging der SC Freiburg in Dortmund mit 1:5 unter, auch Trainer Christian Streich fehlt am Wochenende gegen den VfB Stuttgart rot-gesperrt. Im Gegensatz zu Union Berlin müssen die Freiburger als Gruppenerster der Europa League erst im Achtelfinale am 9. und 16. März antreten, bei einem Weiterkommen der Eisernen hätte Freiburg somit zwei Spiele weniger in den Knochen als die Köpenicker.
Die Mannschaft von Christian Streich spielt in den kommenden Wochen gegen keine der Top-5-Mannschaften in der Bundesliga. Es könnte die große Chance für den Sport-Club werden, aus dieser Phase, in der die Konkurrenten sich gegenseitig Punkte klauen, als Gewinner in die Länderspielpause zu gehen.
Schwierigkeitsgrad: 2/5 (durchschnittliche Liga-Platzierung der Gegner: 12,7)
Viele Top-Spiele und eine hohe Belastung: Die kommenden Wochen werden für die Top-Sechs der Bundesliga zur großen Belastungsprobe. Gerade Borussia Dortmund und der SC Freiburg, die auf der Papierform ein leichteres Programm als Union oder Leipzig vor sich haben, könnten sich einen Vorteil gegenüber ihren Ligakonkurrenten verschaffen.
Zumindest könnten englische Wochen und gegenseitiges "Punkteklauen" dafür sorgen, dass die Spannung in der Liga auch nach der Länderspielpause hoch bleibt...