Emre Can über seine BVB-Zukunft, die bisherige Saison, Schlotterbeck & Adeyemi
BVB-Kapitän Emre Can hat sich im großen exklusiven Sky Sport Interview im Trainingslager in Marbella ausführlich zu seiner langen Verletzungspause, der sportlichen Situation von Borussia Dortmund und seiner persönlichen Zukunft geäußert.
03.01.2026 | 15:47 Uhr
Trotz schwieriger Monate blickt der 30-Jährige optimistisch nach vorne - und stellt klar, dass er aktuell fest mit einem Verbleib beim BVB plant. Die Gespräche mit den Verantwortlichen sind nach Sky Sport Informationen zwar aussichtsreich, aber noch gibt es keine Einigung.
BVB-Kapitän Emre Can …
… über seine lange Verletzungszeit mit mehreren Rückschlägen in der Reha:
"Ich bin immer positiv geblieben. Es war gar nicht vorauszusehen, dass ich so lange ausfalle. Ich hatte schon in der letzten Saison Probleme. Die Klub-WM wurde dann nichts, das war klar. In der Vorbereitung bin ich eingestiegen und hatte Probleme. In der Reha hatte ich immer wieder Rückschläge. Das war nicht einfach für den Kopf. Ich habe mir einfach immer wieder gesagt: Irgendwann wirst du wieder gesund. Deswegen habe ich versucht, positiv zu bleiben. Die Menschen um mich herum - meine Familie, meine Frau - haben mir Kraft gegeben."
… über sein aktuelles Fitnesslevel:
"Das ist schwer zu sagen, weil ich ehrlich gestehen muss, dass ich immer noch ein paar Probleme hatte und habe - immer noch. Es ist schwer zu sagen, bei wie viel Prozent ich bin. Heute im Training war schon mal ein guter Anfang. Es ist mühsam, aber jeder Tag, an dem ich schmerzfrei bin, ist schon ein guter Tag."
… über die bisherige Halbserie des BVB:
"Ich muss sagen, dass das letzte Jahr gar nicht so schlecht war, wie es von außen manchmal gesehen wird. Wir sind aktuell Zweiter in der Bundesliga. Wir haben in der Champions League noch alles selbst in der Hand, nur leider sind wir im Pokal raus - da wollten wir weit kommen. Es war aber ein gutes Jahr. Wir wissen auch, dass es besser geht. Wir versuchen jetzt in der Rückrunde, noch mal eine Schippe draufzulegen. Wir wollen und müssen uns auf jeden Fall für die Champions League qualifizieren, das ist unser erstes Ziel. In der Champions League wollen wir zudem so weit wie möglich kommen. Dann sehen wir, wo wir am Ende stehen."
… über die Pfiffe im heimischen Stadion nach dem 2:2 in der Champions League gegen Bodö/Glimt:
"Das Bodö-Spiel hat extrem wehgetan. Dann hätten wir nur noch einen Sieg gebraucht - in Tottenham oder zu Hause gegen Inter. Das war ein herber Rückschlag. Wenn wir nicht performen, sind die Pfiffe zu 100 Prozent berechtigt. Aber wenn wir gut dastehen, finde ich es schade. Ich finde, wir stehen gut da und die Jungs machen es super. Wir können es immer besser machen, bei Standards wollen wir besser werden, aber einfach ist das nicht."
… über die Zukunft von Nico Schlotterbeck, Karim Adeyemi und Julian Brandt:
"Ich würde mir sehr wünschen, dass alle drei bleiben, weil es erstens Top-Jungs und zweitens Top-Spieler sind. Ich glaube, der BVB braucht Top-Spieler - und das sind die drei. Deswegen wünsche ich mir, dass sie verlängern. Aber ich weiß nicht, was passieren wird. Klar, man redet mal darüber oder drückt einen Spruch rein, aber ich weiß nicht mehr als ihr. Das ist etwas Persönliches. Nico spricht mit seinem Umfeld und seiner Familie, da muss man nicht extra in der Kabine nachfragen. Wir hoffen, dass sie bleiben, aber die Entscheidung liegt allein bei ihnen."
… über seinen auslaufenden Vertrag, der sich über eine Option automatisch verlängern kann:
"Es wird sich entscheiden. Ich glaube, wir haben sehr viel Vertrauen zueinander. Der Verein hat extrem viel Vertrauen in mich und ich habe extrem viel Vertrauen in den Verein. Ich bin sehr glücklich hier. Ich hatte auch schwierige Zeiten, aber der Verein stand immer hinter mir. Deswegen glaube ich, Stand heute, dass ich auch nächstes Jahr hier beim BVB Fußball spielen werde. Aber im Fußball sollte man niemals etwas festlegen. Man wird sehen. Aber Stand heute: Ja, ich werde auch im nächsten Jahr hier beim BVB sein."
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