Mit seinem Beraterwechsel hat Robert Lewandowski die Wechselgerüchte um seine Person wieder angeheizt. Sky Experte Christoph Metzelder glaubt allerdings nicht an einen Abschied aus München.
Seit geraumer Zeit wird der polnische Torjäger immer wieder mit Real Madrid in Verbindung gebracht. "Die Gerüchte sind nicht neu und Real ist natürlich ein Traumverein. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen", sagte Metzelder. Der Sky Experte geht aber nicht davon aus, dass ein Transfer im Sommer zustande kommen wird.
"Die Bayern werden einen Spieler dieses Formats nicht gehen lassen", glaubt der Vize-Weltmeister von 2002. Das sei beim deutschen Rekordmeister in den vergangenen 20 Jahren mit Toni Kroos nur ein Mal vorgekommen und "da waren die Bayern selbst Schuld".
Zuletzt sorgte Lewandowski mit seinem Beraterwechsel für Aufsehen. Der Angreifer wird künftig außer von Maik Barthel noch von Pini Zahavi vertreten. Der 74 Jahre alte Israeli gilt im internationalen Fußball als gewiefter Strippenzieher - auch mit besten Beziehungen zu Real Madrid.
Keine Schmerzgrenze für Lewandowski
Hinter diesem Vorgang könnte laut Metzelder entweder ein Missfallen der bisherigen Betreuung oder ein Strategiewechsel bei der Karriereplanung stecken. "Dennoch haben die Bayern in dieser Personalie die Zügel in der Hand", stellte der 37-Jährige klar.
Lewandowskis Vertrag läuft noch bis 2021. Metzelder glaubt, dass selbst eine hohe Ablöse die Bosse nicht ins Grübeln bringen würde. "Es gibt keine finanzielle Schmerzgrenze, weil ein Robert Lewandowski nicht zu ersetzen ist. Es ist kein adäquater Ersatz auf dem Markt", sagte er und ergänzte: "Deswegen werden sie ihn nicht gehen lassen."
Der kleine Trainingszoff zwischen dem Torjäger und Mats Hummels sei für Metzelder kein Zeichen, dass Lewandowski seinen Wechsel erzwingen wolle. Das zeige nur, wie hoch das Anspruchsdenken und die Trainingsqualität an der Säbener Straße sei, so der Sky Experte.