Mitte März hatte Per Mertesacker über den mentalen Druck im Profi-Fußball gesprochen. Ex-Bayern-Profi Markus Babbel kann die Aussagen des ehemaligen Nationalspielers nachvollziehen und spricht über die Last-Minute-Pleite gegen Manchester United.
Weltmeister Per Mertesacker hatte in einem Interview den enormen Druck im Profi-Fußball kritisiert und beklagt. "Er ist eben Verteidiger wie ich früher. Und da hat man bei Topvereinen extrem hohe Verantwortung, der kleinste Fehler kann fatal sein", äußerte sich Markus Babbel jetzt im Kicker zu den Aussagen Mertesackers.
Babbel: Konnte Finale nicht genießen
In diesem Zusammenhang erinnert sich der Ex-Bayern-Profi an die 1:2-Finalniederlage mit dem Rekordmeister im Champions-League-Finale 1999 gegen Manchester United zurück. Bis zur 90. Minute führten die Münchner durch einen Treffer von Mario Basler, in der Nachspielzeit trafen jedoch Teddy Sheringham (90.+1) und Ole Gunnar Solskjaer (90.+3). "Im Nachhinein fand ich es so schade, dass ich mich so unter Druck setzte, dieses Finale, das ich mir so sehr gewünscht hatte, gar nicht genießen zu können", sagt der 45-Jährige heute.
Babbel: Gegentreffer war fast befreiend
"Für mich war es immer das Größte, die Champions League zu gewinnen, wertvoller als eine EM oder WM. Als ich mit Bayern 1999 endlich im Finale stand, war ich an dem Tag mental völlig kaputt. Ich war froh, als ManUnited das 2:1 geschossen hat. Beim 1:1 in der Nachspielzeit dachte ich: Oh, nein! Und jetzt noch Verlängerung! Ich kann nicht mehr! Das 1:2 nur Sekunden später war fast befreiend", stimmt Babbel den Aussagen Mertesackers zu.