Nun wird gar über eine vorzeitige Beendigung des gewaltigen Missverständnisses nachgedacht.
Von Louis Möldner
Wir springen zurück ins Jahr 2016: Paul Pogba spielt sich bei Juventus Turin mit überragenden Leistungen ins Rampenlicht. Der zu dieser Zeit wohl beste Mittelfeldspieler der Welt ist wohl DAS begehrteste Objekt auf dem Transfermarkt, taucht auf so gut wie jeder Wunschliste sämtlicher internationaler Spitzenklubs auf.
Irre Bestmarke und ein unvergesslicher Triumph
Erstmals in der Historie des Fußballs ist ein Verein bereit, mehr als die bis dato unerreichten 100 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Es kommt tatsächlich zum Rekorddeal. Der extravagante Spielmacher wechselt für die unfassbare Ablösesumme von rund 105 Millionen Euro zu Manchester United. Mit den Red Devils triumphiert der viermalige italienische Champion noch in selbiger Saison in der Europa League, mit seinem Heimatland krönt er sich 2018 zum Weltmeister.
Acht Jahre nach diesem unvergesslichen Höhepunkt ist so gut wie nichts mehr übrig vom Glanz jener Tage. Der mittlerweile 32-Jährige hat soeben das wohl härteste Kapitel seiner Karriere hinter sich. Nach der Rückkehr zur "alten Dame" sorgt der Franzose mit guineischen Wurzeln eher mit Regelverstößen fernab des Rasens für Schlagzeilen als mit überzeugenden Leistungen auf dem Platz. Neben etlichen Verletzungen setzt sich der ehemalige Jugendspieler des AC Le Havre mit einem positiven Dopingtest wegen eines zu hohen Testosteronwerts für rund zwei Jahre selbst außer Gefecht.
Im Sommer 2025 wechselt der 91-malige Nationalspieler nach mehrmonatiger Vereinslosigkeit schließlich zur AS Monaco. Sowohl Pogba als auch der Klub aus dem Fürstentum erhoffen sich eine Menge von diesem Deal. Nämlich das Wiederaufblühen einer fast schon verwelkt erscheinenden Rose. Doch dazu kommt es nicht im Ansatz.
Spekulationen über Monaco-Aus
Der ehemalige Weltklassekicker muss zunächst wegen einer Oberschenkelverletzung, dann aufgrund einer Knöchelverstauchung lange pausieren, feiert sein Debüt für die Monegassen erst am 22. November 2025. Die ernüchternde Bilanz seit Pogbas Ankunft an der Cote d'Azur: mickrige 30 Einsatzminuten in gerade mal drei Partien.
Der Glaube an eine Wendung scheint bei den Verantwortlichen des Tabellenzehnten der Ligue 1 allmählich geschwunden zu sein. Manager Thiago Scuro hatte erst kürzlich betont, dass man sich, sollte es in den kommenden Monaten keine positiven Entwicklungen geben, erneut zusammensetzen müsse. Wie die italienische Zeitung Gazetta dello Sport berichtet, steht nun gar eine vorzeitige Auflösung des bis 2027 datierten Vertrags im Raum. Der WM-Traum Pogbas ist längst geplatzt, nun erscheint die Zukunft des einstigen Stars mehr denn je in den Sternen.
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