Dieses Mal mit Blick auf die Entwicklung der WM-Vorfreude, die Wahrnehmung des Gastgebers sowie die Akzeptanz zentraler Rahmenbedingungen der FIFA-Weltmeisterschaft 2026.
Vorfreude auf WM sinkt leicht
Die Vorfreude auf die FIFA-WM 2026 bleibt hoch, ist zuletzt jedoch leicht zurückgegangen. Aktuell freuen sich 81 Prozent der Fußball-Interessierten auf das Turnier - ein moderater, aber klar messbarer Rückgang im Vergleich zu den Vorwerten. Parallel dazu ist die Bekanntheit des Gastgeber-Modells (USA, Mexiko, Kanada) weiter gestiegen und liegt inzwischen bei 84 Prozent.
Der leichte Dämpfer bei der Vorfreude kommt nicht überraschend. Großsportveranstaltungen dieses Ausmaßes werden zunehmend ganzheitlich bewertet - nicht nur sportlich, sondern auch im Kontext ihrer Rahmenbedingungen. Dazu zählen Entfernungen, Zeitverschiebungen, Preise, aber auch politische und gesellschaftliche Facetten. Gerade im Fall der WM 2026 spielt zudem die enge Verbindung der FIFA mit den USA als Hauptgastgeber eine Rolle, die von Teilen der Fanbasis kritisch gesehen wird.
Auffällig bleibt der Generationenvergleich: In der Gen Z liegt die Vorfreude mit rund 80 Prozent weiterhin deutlich höher als bei den Best Agern (rund 70 Prozent). Jüngere Zielgruppen scheinen das Event stärker als Erlebnis und weniger als Gesamtpaket aus Sport, Politik und Wirtschaft zu bewerten.
Anstoßzeiten spalten die Fans
Ein zentrales Diskussionsthema bleiben die Anstoßzeiten. 49 Prozent empfinden die geplanten Zeiten als fanfreundlich, 48 Prozent als nicht fanfreundlich. Neutral positionieren sich lediglich drei Prozent.
Die Zahlen zeigen: Die WM 2026 wird für viele Fans eine organisatorische Herausforderung. Nicht der sportliche Wert der Spiele steht im Vordergrund, sondern ihre Vereinbarkeit mit dem eigenen Alltag.
Kritik an den Ticketpreisen
Deutlich eindeutiger fällt das Urteil bei den Ticketpreisen aus. 62 Prozent der Fans bewerten diese als unfair, lediglich 33 Prozent als fair. Die WM 2026 wird damit von einer klaren Mehrheit nicht als niedrigschwelliges Fan-Event wahrgenommen, sondern als hochpreisiges Premium-Produkt.
Für die FIFA sollte das ein Warnsignal sein: Preisakzeptanz entwickelt sich zunehmend zum Faktor für emotionale Bindung - und nicht nur für kurzfristige Erlöse.
Viertelpausen sind kein Aufreger
Die Einführung von Viertelpausen stößt dagegen auf vergleichsweise wenig Kritik. 37 Prozent bewerten sie positiv, 30 Prozent negativ, 33 Prozent neutral.
Die Analyse ist eindeutig: Strukturelle Anpassungen am Spiel selbst werden akzeptiert, solange sie nicht als reine Kommerzialisierung wahrgenommen werden und den Spielfluss nicht massiv beeinträchtigen.
Seit mehr als zwei Jahren sind Umfrageergebnisse von ONE8Y regelmäßig Teil des Programms von Sky Sport News. Im Format "So denken die Fans - das Fußball-Barometer" werden in Zusammenarbeit mit der Sportbusiness-Beratung immer mittwochs um 18:30 Uhr repräsentative Umfragen präsentiert. Mehr zu Statistiken und ONE8Y unter www.one8y-db.com