Das Sommer-Transferfenster hat seit einer Woche geschlossen. Nicht alle Deals konnten finalisiert werden, was schon jetzt für einen spannenden Winter mit drei großen Namen im Fokus spricht.
Neben einigen Top-Transfers, die teilweise erst am Deadline Day verwirklicht wurden, konnten einige Wechsel nicht mehr über die Bühne gebracht werden. Trotz großer Ambitionen, den Verein zu verlassen, mussten einige Spieler aus verschiedenen Gründen doch bei ihrem Klub bleiben. So bei drei Profis geschehen, die schon jetzt an einer Umsetzung im Winter arbeiten.
Antonio Rüdiger (FC Chelsea)
Der deutsche Nationalspieler ist nach Verpflichtung von Thiago Silva nur noch Innenverteidiger Nummer vier bei den Blues. Ohne große sportliche Perspektive bat der 27-Jährige um Freigabe und verhandelte über einen Wechsel auf Leihbasis.
Nun, da ein Wechsel nicht zu Stande kam, liegt der Fokus schon auf eine Einigung für den Winter. In den kommenden Wochen soll ein neuer Verein für Rüdiger gefunden und eine Leihe fix gemacht werden. Mit diesem Vorlauf ist ein Transfer in der nächsten Wechsel-Periode äußerst wahrscheinlich.
Abnehmer für den Defensiv-Spezialisten gibt es genug. Schon im Sommer waren zahlreiche Top-Klubs am Nationalspieler interessiert. Dazu gehörten unter anderem die beiden Mailänder Klubs Inter und AC sowie Tottenham, Paris Saint-Germain und der FC Barcelona. Zu den Katalanen führt wohl die heißeste Spur. Das Team um Superstar Lionel Messi hat in der Abwehr Bedarf und dürfte aufgrund finanzieller Schwierigkeiten großes Interesse am Leihmodell haben.
Memphis Depay (Olympique Lyon)
Auch der Stürmer forcierte im Sommer einen Wechsel zum FC Barcelona. Der 26-Jährige war sich bereits mit den Katalanen über einen Transfer einig. Der Niederländer gilt als Wunschspieler des neuen Trainers und Landsmannes Ronald Koeman - ein Transfer bleibt erklärtes Ziel für den Winter auf beiden Seiten.
Gescheitert ist der Deal letztlich wohl aus finanziellen Gründen seitens Barcelona. Im Winter sieht die Lage allerdings anders aus. Da der Vertrag von Depay im darauffolgenden Sommer ausläuft, wird der Preis in der letzten Transfer-Periode vor Ende des Kontraktes deutlich niedriger sein. Zwischen fünf und zehn Millionen würden dann statt rund 25 Millionen Euro im vergangenen Sommer fällig.
Thomas Lemar (Atletico Madrid)
Die dritte heiße Personalie wurde im Sommer unter anderem vom FC Bayern umworben. Die Madrilenen verlangten für eine Leihe des Flügelstürmers jedoch rund zehn Millionen Euro, was dem deutschen Rekordmeister zu viel war. Atletico pokerte hoch und ging am Ende ohne Deal aus der Transferphase.
Bei den Spaniern ist Lemar außen vor, sollte wegen seines hohen Gehalts eigentlich unbedingt den Klub verlassen. Deshalb dürfte Atletico im Winter einsichtiger in Bezug auf die Leihgebühr sein, damit ein Deal zu Stande kommen kann. Nachdem die Bayern sich bereits mit Douglas Costa und Eric Maxim Choupo-Moting einig wurden, ist das heißeste Eisen im Feuer der FC Porto. Die Vereine sind weiterhin im Austausch.