England-Kapitän Harry Kane verteidigt Thomas Tuchel nach Wortgefecht mit Jude Bellingham nach dem WM-Viertelfinale gegen Norwegen
Zoff im englischen Team? Nach dem Sieg gegen Norwegen sind Trainer Tuchel und Matchwinner Bellingham unterschiedlicher Meinung. Wem Kapitän Kane zur Seite springt.
13.07.2026 | 08:40 Uhr
Nach dem indirekten Wortduell zwischen Matchwinner Jude Bellingham und Thomas Tuchel hat England-Kapitän Harry Kane seinen Trainer verteidigt.
"Er versucht, das Beste aus uns herauszuholen und wir wissen, dass wir noch ein Level besser spielen können. Wir haben das gegen Norwegen nur in Ansätzen gezeigt", sagte der Stürmer des FC Bayern.
Nach dem 2:1 nach Verlängerung im WM-Viertelfinale gegen Norwegen hatte Tuchel direkt nach dem Abpfiff am TV-Mikrofon gesagt, seine Mannschaft habe Glück gehabt, sei nachlässig gewesen und habe viele technische Fehler gemacht.
Doppel-Torschütze Bellingham konterte in der Interviewzone, als er mit den Aussagen konfrontiert wurde: "Wahrscheinlich weiß er nicht, wie es ist, bei diesen Bedingungen gegen Erling Haaland, Martin Ödegaard, Antonio Nusa und Alexander Sörloth zu spielen. Man kann nicht jedes Spiel mit 1.000 Pässen gewinnen. Manchmal muss man schmutzig gewinnen, das haben wir getan."
Tuchel ordnet ein
Tuchel hatte bereits seine Aussage in der Pressekonferenz nach dem von schwüler Hitze geprägten Spiel in Miami eingeordnet. Er betonte, dass es kein Problem mit der Mannschaft gebe und er sich von Herzen gefreut habe. "Aber in meinem Kopf bin ich auch immer Fußball-Trainer", sagte der Schwabe. Und als dieser habe er Dinge gesehen, "wo wir uns das Leben unnötig schwer gemacht haben."
Kane äußerte Verständnis für Tuchels Ansprüche. "Wenn er uns trainieren sieht und unsere Geschlossenheit sieht und auch sieht, zu was wir in der Lage sind", sagte der 32-Jährige, "dann möchte er diese Version von uns auch in den Spielen sehen." Natürlich wisse Tuchel auch, dass dies nicht einfach sei.
Im Halbfinale trifft England am Mittwoch (21:00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Atlanta auf Argentinien. "Wir spielen gegen eines der besten Teams der Welt. Das Gute ist doch, dass wir in einem Halbfinale stehen und immer noch das Gefühl haben, wir können es noch besser", sagte Kane. Man solle die Sache nicht zu hoch hängen, schließlich habe man schon gute Sachen gezeigt.
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