FC Bayern- und Frankreichspieler Michael Olise äußert während der WM Positions-Präferenz - kann Vincent Kompany dem nachkommen?
Michael Olise hat in einem Interview verraten, dass er sich auf der Zehner-Position am wohlsten fühlt.
26.06.2026 | 14:36 Uhr
Bei der WM lässt ihn Didier Deschamps genau dort immer wieder auflaufen - mit beträchtlichem Erfolg. Kann Vincent Kompany dieses Modell auch beim FC Bayern etablieren?
Aus Boston berichtet Kerry Hau
Drei direkte Torbeteiligungen nach zwei Spielen. Dazu eine Flut an Finten, Dribblings, Traumpässen und ein Spielstil, der Eleganz und Effizienz vereint - Michael Olise verzaubert bei der WM!
Frankreich-Legende Patrick Vieira schwärmte nach dem ersten Gruppenspiel gegen den Senegal (3:1): "Wir hatten Michel Platini, wir hatten Zinedine Zidane, und ich glaube fest daran, dass wir jetzt Michael Olise haben. Ich denke, er ist ein zukünftiger Ballon-d'Or-Gewinner! Er bringt alle Voraussetzungen mit, um auf der ganz großen Bühne zu glänzen."
Flexible Rolle als Wunsch
Und das nicht nur als reiner Flügelspieler! Gegen den Senegal startete der Superstar des FC Bayern auf der rechten Außenbahn, driftete aber zunehmend ins Zentrum. Beim zweiten Gruppenspiel gegen den Irak (3:0) war er von Beginn an deutlich zentraler unterwegs. Genau diese flexible Rolle wünscht sich der 24-Jährige selbst.
Im Gespräch mit L'Equipe sagte er: "Die Zehn ist die Position, die sich für mich am natürlichsten anfühlt'."
Olise als Dreh- und Angelpunkt auf der Zehn - ist dieses Modell auch konkret beim FC Bayern denkbar? Wohl nur in Ausnahmefällen.
Kompany mit Olise-Plan
Zwar ist Trainer Vincent Kompany ein Freund von Flexibilität und stellte Olise bereits hin und wieder situativ im zentralen offensiven Mittelfeld auf. Meistens aber zauberte er aber über die rechte Außenbahn - wo er nach Sky Sport Informationen auch in der kommenden Saison vorrangig eingeplant ist.
Der derzeitige Plan von Kompany und den Kaderplanern: Olise bleibt die erste Wahl auf Rechtsaußen - und der junge Lennart Karl, übrigens auch gelernter Zehner, sein Back-up.
Bayern-Zentrum stark besetzt
Denn das offensive Bayern-Zentrum ist üppig besetzt: Jamal Musiala, Serge Gnabry und der über 50 Millionen Euro teure Neuzugang Ismael Saibari streiten sich um einen Platz neben den gesetzten Olise, Harry Kane und Luis Diaz.
Intern heißt es zwar, der fleißig an seinem Comeback arbeitende Gnabry und Marokkos WM-Überflieger Saibari (3 Tore nach 3 Spielen) könnten Kane theoretisch im Sturmzentrum entlasten und die Back-up-Rolle des abgewanderten Nicolas Jackson einnehmen - doch auch diese beiden Spieler agieren am liebsten als Zehner.
Ein Luxusproblem für Kompany - das jedoch bedeutet: Olise-Einsätze als reiner Zehner dürften auch künftig die Ausnahme bleiben. Auf dem rechten Flügel ist Künstler Olise, der die vergangene Saison mit 22 Toren und 31 Vorlagen in 52 Spielen beendete, ohnehin schlicht zu stark.
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