Kylian Mbappe nach Frankreich-Sieg gegen Paraguay rassistisch beleidigt
Kylian Mbappe ist nach dem WM-Achtelfinale zwischen Frankreich und Paraguay Ziel rassistischer Beleidigungen geworden. Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia griff den Frankreich-Kapitän auf X und Instagram massiv an.
06.07.2026 | 21:05 Uhr
Der Konflikt folgte auf das hitzige Achtelfinale, das Frankreich mit 1:0 gewann. Mbappe und Paraguays Spieler gerieten nach dem Abpfiff aneinander.
Kylian Mbappe steht nach dem WM-Achtelfinale gegen Paraguay im Mittelpunkt einer schweren Kontroverse. Die französische Nationalmannschaft setzte sich mit 1:0 durch und zog ins Viertelfinale ein.
Während der Partie wurde Mbappe wiederholt hart angegangen. Nach dem Schlusspfiff verweigerte der Frankreich-Kapitän dem paraguayischen Torhüter Orlando Gill den Handschlag und provozierte mit einer Geste. Gill reagierte darauf, indem er Mbappe den Ball an den Rücken warf.
Kurz darauf veröffentlichte die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia auf der Plattform X mehrere beleidigende und rassistische Aussagen gegen Mbappe, den sie als "Trottel" bezeichnete, der nicht mal schreiben gelernt habe. "Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen. Hättest du ihm doch den Mittelfinger gezeigt, Orlando Gill. Ich mache das im Senat auch, und da passiert überhaupt nichts!!!".
In einem weiteren Beitrag auf Instagram verschärfte sie ihre Attacken und griff den Stürmer auch wegen seiner Herkunft an. Mbappe sei ein "kolonisierter Kameruner", der den harten Franzosen spiele, «voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich». Er sei das ganze Spiel über nervös gewesen und hätte Todesangst gehabt, genau wie seine gesamte Mannschaft. "Sie haben nicht einmal ein Tor erzielt und nur mit ganz viel Glück gewonnen", schrieb Celeste Amarilla de Boccia. "Das Einzige, was viele von uns der Albirroja vorwerfen, ist, dass sie ihm nach dem Schlusspfiff nicht eine schallende Ohrfeige verpasst hat."
Mbappe reagiert auf rassistische Aussagen
Mbappe reagierte öffentlich auf die Aussagen. Auf X bezeichnete er die Politikerin als "verachtenswerte Frau" und erklärte, sie sei ihres Amtes unwürdig. Zudem betonte der 27-Jährige, dass sie nicht für das Paraguay stehe, das während der Weltmeisterschaft Leidenschaft und Ehre gezeigt habe.
"Durch Ihre Unbewusstheit und Ihren schamlosen Rassismus hat die Welt bereits den historischen Weg und den Einsatz Ihrer Spieler während dieser Weltmeisterschaft vergessen, um Platz zu machen für eine inkompetente Dame, die das schlechteste mögliche Bild ihres Landes vermittelt", schrieb der Stürmerstar weiter. Er werde Menschen wie Celeste Amarilla de Boccia "niemals die Freiheit lassen, ihren Hass und ihren Rassismus in der Welt zu verbreiten".
Auch Frankreichs Sportministerin Marina Ferrari verurteilte die Äußerungen scharf. Die Aussagen seien abscheulich, unwürdig und besonders inakzeptabel, weil sie von einer politischen Amtsträgerin stammten. Indem Celeste Amarilla de Boccia Mbappe angreife, greife sie alles an, "was unser Kapitän verkörpert, und alles, wofür unser Land eintritt: die Freiheit, die Gleichheit und die Brüderlichkeit".
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