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WM 2018: Lewandowski im Stinkstiefel-Modus

Star-Stürmer betreibt Kollegenschelte - mal wieder

von Sven Becker

26.06.2018 | 17:56 Uhr

Kapitän Robert Lewandowski weist alle Schuld am frühen WM-Aus der Polen von sich.
Image: Kapitän Robert Lewandowski weist alle Schuld am frühen WM-Aus der Polen von sich. © Getty

Robert Lewandowski gilt als einer der besten Mittelstürmer der Welt - zu Recht. Bei der WM bekleckert sich der Pole allerdings, wie schon in den letzten Monaten, nicht mit Ruhm.

Auch in Russland klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. In der jüngsten Vergangenheit blieb Lewandowski, der am 21. August seinen 30. Geburtstag feiern wird, weit hinter den Erwartungen zurück.

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Lewandowski enttäuscht auf internationalem Parkett

In der Champions League erzielte er für den FC Bayern seine letzten Tore im Achtelfinal-Hinspiel gegen Besiktas Istanbul. Zweimal netzte er gegen die Türken beim 5:0-Sieg ein. Es waren die Treffer zum 4:0 und 5:0 - nicht unbedingt die wichtigsten.

Bei der WM in Russland steht sein Tor-Konto nach zwei Spielen auch noch auf Null. Die Polen verloren gegen Kolumbien (0:3) und Senegal (1:2) und müssen nach der Vorrunde die Koffer packen - auch wegen der ausgebliebenen Lewandowski-Tore.

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Verbalattacke gegen seine Mitspieler

Der Kapitän fühlt sich für das desolate Abschneiden der Polen aber nicht verantwortlich - ganz im Gegenteil. Er holte zur Verbalattacke gegen seine Mitspieler aus. "Aus nichts kann ich nichts machen", sprach der Torjäger seinen Kollegen die nötige Qualität ab.

Und weiter: "Es gibt keinen Spieler auf der Welt, der den Ball erobert, fünf Gegner und den Torwart ausspielt und dann ein Tor schießt." Da könnte man zumindest mal an Cristiano Ronaldo denken.

Lewandowski rechnet mit Mitspielern ab

Lewandowski rechnet mit Mitspielern ab

Robert Lewandowski ärgert sich nach dem WM-Aus mit Polen über zu schwache Mitspieler.

Zudem behauptete er: "Ich hatte keine Torchance. Ich wäre wütend auf mich, wenn ich Chancen gehabt und vergeben hätte. Ich bin ein Stürmer, der von Vorlagen lebt." Außerdem habe die Mannschaft "nicht die fußballerische Qualität". Rumms, das saß!

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Zugegeben: Seine Mitspieler fütterten ihn nicht gerade mit Top-Flanken, aber er selbst blieb auch - gelinde gesagt - sehr blass. Aktuell scheint Lewandowski selbst sein größter Fan zu sein. Lewy auf dem Ego-Trip.

Lewandowski ist "Wiederholungstäter"

Und das nicht zum ersten Mal: Auch beim FC Bayern stellte er bereits öffentlich seine Kollegen an den Pranger. Bei den Münchnern hatte er nach der Saison 2016/17 seinen Mitspielern vorgeworfen, ihn im Kampf um die Torjägerkanone nicht genug unterstützt zu haben.

Bestes Bild, beste Stimme, beste Spiele

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Gestochen scharf durch das Sport-Highlight des Sommers: Erstmals in Deutschland überträgt Sky 25 Spiele der FIFA WM 2018 in Russland live und in Ultra HD.

Am 33. Spieltag der vergangenen Saison sorgte Lewandowski mit seinem "Auswechsel-Gate" beim 3:1-Sieg in Köln für Aufsehen. Er hatte Jupp Heynckes aus Frust den Handschlag verwehrt. Dafür kassierte er eine klare Ansage vom damaligen Bayern-Trainer und harsche Kritik.

Aktuell strebt der Stürmer einen Abschied vom FC Bayern an, der Rekordmeister schließt diesen aber kategorisch aus. Ob sich Lewandowski mit seiner neuerlichen Kollegenschelte einen Gefallen getan hat, bleibt abzuwarten. Seine Aussagen dürften auch bei anderen Klubs und Trainern nicht unbedingt gut angekommen sein.

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