Sky Sport Kolumne von Wolff Fuss zur beeindruckenden PK von Bayern-Coach Kompany
RB Leipzig und Borussia Dortmund liefern sich ein spektakuläres Topspiel. Das Thema des Wochenendes war für Wolff Fuss jedoch die beeindruckenden Worte von Vincent Kompany.
22.02.2026 | 18:24 Uhr
Der Sky Sport Kommentator lobt in seiner Kolumne daher das viel beachtete Statement von Bayern-Trainer zum Umgang mit Rassismus.
Es war ursprünglich eine normale, ja handelsübliche Pressekonferenz vor einem normalen Bundesligaspiel in München. Wichtig, aber nicht aufsehenerregend.
Bayern-Trainer Vincent Kompany nutzte diese eher unauffällige Plattform für ein politisches, soziales, emotionales, beeindruckendes Statement zum Thema Rassismus im Fußball und in der Gesellschaft. Das Besondere an diesem Statement war, dass es ohne erhobenen Zeigefinger auskam, ohne schulmeisterliche Belehrungen, ohne Vorwürfe.
Kompany weiß, wie sich Rassismus anfühlt
Er weiß, wie sich Rassismus anfühlt. Auf dem Platz und im Leben. Er weiß, wie es sich anfühlt, wenn nach einem Tor alle Synapsen Achterbahn fahren. Er kennt es als Torschütze, als Mitspieler und als Trainer. Er kennt es aus dem Alltag. Als Mensch.
Am Beispiel Vinicius Junior, Jose Mourinho und Benfica und Real Madrid ordnete er komplexe Vorgänge, analysierte ein immer noch großes gesellschaftliches Thema. Besser als es eine opulente "Respekt"- oder "Against Racism"-Kampagne je könnte. Er tat es voller Respekt vor Jose Mourinho und Vini Jr. Voller Empathie für das Thema Rassismus - im vollen Wissen um die Bedeutung.
Das war groß, wichtig und hatte Stil. Vincent Kompany - als noch junger Trainer auf dem Weg ein Großer zu werden. Sportlich. Auf menschlich-sozialer Ebene hat er diese Sphäre offenbar schon erreicht.
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