WM: Englands Trainer Thomas Tuchel droht womöglich Ärger durch die FIFA

Während der WM gab es immer wieder Kritik an den Leistungen der Schiedsrichter. In Klubwettbewerben könnte es dafür schnell zu einer Geldstrafe oder einem Ausschluss kommen, doch die FIFA will bis nach dem Turnier warten, ehe sie eventuelle Sanktionen verhängt.

Englands Trainer Thomas Tuchel (l.) redet im WM-Achtelfinale gegen Mexiko auf einen der Linienrichter ein.
Image: Englands Trainer Thomas Tuchel (l.) redet im WM-Achtelfinale gegen Mexiko auf einen der Linienrichter ein.  © Imago

Auch Englands Coach Thomas Tuchel könnte Ungemach drohen.

Während der WM standen die Unparteiischen immer wieder im Zentrum heftiger Kritik, unter anderem von Englands Cheftrainer Thomas Tuchel.

Tuchel hatte nach Englands Achtelfinalsieg gegen Co-Gastgeber Mexiko Schiedsrichter Alireza Faghani kritisiert, weil dieser den englischen Nationalspieler Jarell Quansah mit Rot vom Platz gestellt hatte.

England Nationalmannschaft

  • WM Teilnahmen: 16 (zuletzt 2022)
  • WM-Rekordtorschütze: Gary Lineker (10 Tore)
  • WM-Rekordspieler: Peter Shilton (17 Spiele)
  • FIFA-Weltrangliste: 4. Platz (Stand: 06/ 2026)
  • Beste WM-Platzierung: Weltmeister (1966)

FIFA könnte nach der WM Strafen Aussprechen

"Das ist nicht gut genug", sagte Tuchel über die Leistung des Australiers. "Er (der Schiedsrichter) kann jede Mannschaft jederzeit vom Platz schicken. Das ist einfach nicht gut genug. Es ist einfach unberechenbar, es ist in den Spielen einfach unzuverlässig."

Tuchel weiter: "Jetzt haben wir zwei vierte Offizielle, die einen einfach anschreien, wenn man auch nur einen Fuß aus der Trainerkabine setzt. Das ist einfach nicht gut genug." Tuchel trifft am Mittwochabend im WM-Halbfinale auf Argentinien (ab 21:00 Uhr im Liveticker).

Die FIFA hat sich bisher nicht zu möglichen Disziplinarverfahren geäußert, doch aus informierten Kreisen verlautete, dass nach dem Turnier Maßnahmen ergriffen werden könnten. Das berichtet die New York Times.

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Thomas Tuchel bestreitet mit England das zweite WM-Halbfinale gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien um den Einzug ins Finale der FIFA WM 2026. Vor dem Spiel betont der Deutsche die besondere Bedeutung der historisch aufgeladenen Partie.

Ägypter wüten nach Aus gegen Argentinien

Auch Ägypten und die Schweiz hatten u.a. nach ihren unglücklichen Niederlagen gegen Argentinien über eine Benachteiligung geklagt.

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"Es ist klar, dass der Druck, den die argentinische Mannschaft vor dem Spiel auf den Schiedsrichter ausgeübt hat, erfolgreich war", meinte Ägyptens Trainer Hassam Hossam nach dem 2:3 im Achtelfinale gegen den Titelverteidiger.

Der französische Referee Francois Letexier habe "mit seinen Entscheidungen all unsere Anstrengungen zunichte gemacht", wetterte Stürmer Mostafa Ziko.

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Akanji: "Wenn man den Schiedsrichter gegen sich hat, wird es schwierig"

Nach dem Viertelfinal-Aus der Schweiz gegen Argentinien hatte Abwehrspieler Manuel Akanji die Leistung des Unparteiischen kritisiert. „Wenn man den Schiedsrichter gegen sich hat, wird es schwierig", sagte der ehemalige Dortmunder über Schiedsrichter Joao Pinheiro aus Brasilien. "Jede Kleinigkeit wurde gegen uns gepfiffen. Jede Schwalbe und jedes Foul der Argentinier blieb ungestraft."

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FIFA-Chefschiedsrichter Collina reagiert

FIFA-Chefschiedsrichter Pierluigi Collina wehrte sich gegen die Vorwürfe und erklärte in einer Stellungnahme am 9. Juli: "Niemand darf die Integrität der Spieloffiziellen der FIFA-Weltmeisterschaft in Frage stellen."

Ob Strafen gegen Spieler oder Trainer verhängt werden, hängt von den Schiedsrichterberichten und weiteren Faktoren ab. Nach der WM 2022 in Katar sanktionierte der Weltverband mehrere Mitgliedsverbände.

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