Bodo/Glimt - Sporting Lissabon; UEFA Champions League Achtelfinale

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Bodo/Glimt - Sporting Lissabon. UEFA Champions League Achtelfinale.

Aspmyra StadionZuschauer7.971.

Bodo/Glimt 3

  • S Brunstad Fet (32. minute 11m)
  • O Blomberg (46. minute)
  • K Høgh (71. minute)

Sporting Lissabon 0

    Live-Kommentar

    Das wars an dieser Stelle, die Hinspiele im Achtelfinale der UEFA Champions League sind beendet. Nächste Woche fallen die Entscheidungen. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin! 

    Bei der ersten CL-Teilnahme in der Klubgeschichte steht Bodö/Glimt damit ganz kurz vor dem Viertelfinaleinzug. Was für eine Geschichte. Am kommenden Dienstag muss das 3:0 bei Sporting im großen Estadio Jose Alvalade verteidigt werden. Davor hat Glimt keine Verpflichtungen. Auch das ist sicher kein Nachteil. Er relativiert sich aber durch die Tatsache, dass auch Sporting bis zum entscheidenden Rückspiel kein Spiel bestreiten muss. 

    Das Champions-League-Märchen von Bodö/Glimt ist längst keines mehr. Wer dieses Team immer noch als Außenseiter abstempelt oder nicht ernst nimmt, schaut nicht genau genug hin. Nach drei Toren gegen City und Inter schickt Glimt auch Sporting mit einer Packung nach Hause. Und das 3:0 ist das perfekte und einzig richtige Ergebnis, um dieses einseitige Spiel wiederzugeben. Der entscheidende Mann war wieder einmal Hauge, der bei jeder Aktion seines Teams die Füße im Spiel hatte. Sporting kam nie über Halbchancen hinaus. Und enttäuschte auf ganzer Linie. 

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    Und rein in diesen norwegischen Chor: der Schlusspfiff. Bodö/Glimt schlägt Sporting mit 3:0! 

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    8.000 norwegische Fans singen irgendein Lied auf Norwegisch. Und es klingt ganz wunderbar. 

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    Es soll nicht sein für Sporting. Glimt hat auch das Spielglück gepachtet, wobei das verdientes Spielglück ist. Nuno Santos auf Faye links an die Grundlinie, Björtuft grätscht in die Hereingabe, die Haikin so nicht festmachen kann. Der Ball liegt frei am Fünferrand. Wo einer der Gastgeber genau richtig steht, um zu klären. 

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    Drei Minuten gibt es nur obendrauf. Gibt auch keinen Grund, warum es mehr sein sollten. Das war eine durchweg flüssige und ansehnliche Veranstaltung. 

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    Sporting braucht ein Tor, stattdessen fällt fast das vierte für Glimt. Die Einwechselspieler Auklend und Saltnes kombinieren sich rechts in den Sechzehner, Saltnes steht dann schon halbrechts frei vor Rui Silva, stirbt dann aber in Schönheit: Er gibt nochmal weiter nach innen, wo aber kein Teamkollege mehr nachgerückt ist. 

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    Vorletzte Wechseloption bei den Gastgebern: Auklend kommt noch rein, Evjen geht raus. 

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    Sporting braucht ein Tor. Nichts deutet darauf hin. Mit einem 0:3 ins Rückspiel gehen? Da muss schon viel passieren. Auch auswärts hat Bodö/Glimt seine Konkurrenzfähigkeit bewiesen. Frag nach bei Inter Mailand. 

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    Auf der anderen Seite hat Bodö/Glimt immer noch Hauge im Spiel. Der ist so gut, da wirkt es erstaunlich, dass das sein erster eigener gefährlicher Abschluss ist: Evjen hat im Konter das ganze Mittelfeld für sich, überbrückt es im Marsch und legt dann nach links raus zu Hauge. Der zieht nach innen und will den Ball ins rechte Eck legen. Sein Aufsetzer verfehlt um einen halben Meter das Ziel. 

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    Rechts im Strafraum hat Glimt ein bisschen Glück, dass Björtuft, Gundersen und auch Björkan nicht das Foul gegen Suarez begehen. Am Ende spitzelt wohl Björkan den Ball weg. Aber das war haarscharf. Die folgende Ecke vergeigt Sporting dann völlig. 

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    Bei Sporting wird im selben Wechselfenster ein viertes Mal getauscht: Daniel Santos Braganca kommt für Guilherme. 

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    Zeitgleich kommt Saltnes für Fet. 

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    Zwei weitere Wechsel bei Bodö/Glimt: Högh verlässt für Helmersen das Feld. 

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    0,46 xGoals erst bei Sporting bei neun Abschlüssen. Bodö/Glimt hat mit derselben Anzahl 2,34 xGoals gesammelt. Zugegeben, der Elfmeter trägt natürlich den größten Teil bei. Trotzdem zeigt auch das: Auch in der Höhe ist dieses 3:0 völlig gerechtfertigt, plausibel und verdient. 

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    Högh rempelt Fresneda um und trifft ihn wohl auch unten am Bein. Dafür sieht Glimts Stürmer die Gelbe Karte. 

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    Erster Wechsel bei den Gastgebern: Der starke Blomberg geht vom Feld, Määttä ersetzt ihn. 

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    Hauge hat vor dem Elfmeterfoul, das zum 1:0 führte, den vorletzten Pass gespielt, seinen abgelenkten Pass schob Blomberg zum 2:0 ein und jetzt hat Bodö/Glimts bester Spieler auch offiziell seinen ersten Assists in diesem Spiel. Nach sechs Toren ist es seine zweite Torvorlage im laufenden Wettbewerb. Der erneute Beweis, dass der Heimkehrer DER Unterschiedsspieler in Bodö ist. 

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    Toooooor! FK BODÖ/GLIMT - Sporting CP 3:0. Macht Bodö/Glimt das Viertelfinale etwa heute schon klar? Björtuft mit dem tollen langen Ball auf die linke Seite zu, natürlich, Hauge. Der düpiert Fresneda mit dem Übersteiger, rennt zur Grundlinie und spielt scharf in die Mitte. Wo Högh den Ball aus drei Metern über die Linie drückt.

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    Vorlage Jens Petter Hauge

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    Und dann: tja. 

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    Also so ganz verkehrt war unser Gefühl nicht. Das Spiel, das aufregender wurde, hat sich wieder deutlich entschleunigt. Mit ballführenden Norwegern, mit ideenlosen Portugiesen. Der Sturmlauf, der kein echter war, ist seit dem Dreifachwechsel unterbrochen. 

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    Bei Glimt sollten wir derweil nicht zu viele Veränderungen erwarten. Da spielen ja eh immer dieselben. Bislang hat es noch immer gereicht. 

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    Drei von zehn Feldspielern sind neu, das kann auch mal durcheinanderwirbeln. Ob das das richtige Timing war, gerade zu der Zeit, in der Sporting besser, offensiver, zuversichtlicher wurde? 

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    Und dann wird auch Catamo ersetzt. Souleymane Faye ist neu dabei. 

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    Nuno Santos spielt außerdem für Georgios Vagiannidis auf dem Flügel. 

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    Sporting wird also besser, jetzt wird aber gewechselt. Und das gleich dreifach: Morita kommt für Simoes in die Schaltzentrale. 

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    Danach kommt Suarez im Zuge einer Umschaltbewegung und nach dem langen Flankenwechsel von Catamo links im Sechzehner an den Ball und hält aus spitzem Winkel drauf. Haikin macht gerade rechtzeitig die Beine zu und verhindert den Beinschuss. 

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    Das Spiel hat ordentlich Schwung aufgenommen. Was eben so passiert, wenn statt einer Mannschaft zwei spielen. Jetzt wieder Sporting: kommt über links, mit Guilherme und Trincao. Trincao gibt den Ball von der Grundlinie gefährlich ins Zentrum, dort flippert er rum, aber nicht zum Tor, sondern vom Tor weg. An der Strafraumgrenze jongliert sich Simoes den Ball zurecht, sein Schuss wird geblockt. 

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    Also Ecke statt Eigentor. Die schlägt Berg rein. Und wird von Gundersen aus sechs Metern genau auf Rui Silva geköpft. 

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    Siehste. Bodö/Glimt spielt sich links am Strafraum fest, verliert den Ball eigentlich, den gibt Catamo dann aber stümperhaft noch im eigenen Sechzehner wieder her. So kommt Björkan zur Grundlinie und gibt den Ball gefährlich vors Tor, wo er zwei Mal abgefälscht wird. Und von Inacios Hüfte nur haarscharf am Tor vorbeifliegt. 

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    Da ließe sich jetzt etwas reininterpretieren. Wird Sporting gerade besser? Mutiger? Zuversichtlicher? So weit wollen wir mal noch nicht gehen. Zwischendurch hat sich am sicheren Ballspiel der Norweger nämlich nichts verändert, auch hier kann jederzeit wieder zugestochen werden. Aber so einen Tick offener ist es gerade schon. 

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    Kurz danach kommt Sporting zu einem Eckball. Der wird erst von Simoes, dann von Diomande verlängert. Und hinter dem zweiten Pfosten kommt Suarez eine Zehntelsekunde zu spät, um die Kugel über die Linie zu drücken. Da fehlte nicht viel. 

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    Der erste Abschluss im zweiten Durchgang kommt also von der Startelf Sportings: Fresneda wird links im Strafraum von Suarez gefunden, kann von der Grundlinie ein Stück zurückdribbeln, findet keinen Teamkollegen und nimmt stattdessen den schwierigen Abschluss selbst. Und schiebt den aus ungünstigem Winkel am langen Eck vorbei. 

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    Und dass Sporting unverändert weitermacht, überrascht dann doch etwas. Andererseits: Mit Maxi Araujo und Pedro Goncalves fehlen zwei wichtige Spieler heute. So viele Möglichkeiten hat Rui Borges gar nicht. 

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    Keine Wechsel zur zweiten Halbzeit. Weiter gehts. 

    2:0 für Bodö/Glimt steht drauf, 2:0 für den norwegischen Underdog ist drin: Die Gastgeber spielen ihr gewohnt aufmüpfiges und selbstbewusstes Spiel und stellen damit auch Sporting vor bislang nicht gelöste Probleme. Die Führung entsprang dann zwar einem glücklichen Elfmeter und das 2:0 kurz vor der Halbzeit einem abgefälschten Pass. Das ändert aber nichts daran, dass Bodö/Glimt das bessere, schärfere und zielstrebigere Team ist. Sporting ist vor allem offensiv eine Enttäuschung. 

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    Sjövold muss also nochmal einen viel zu langen Pass ablaufen, den kann Guilherme nicht erreichen. Und dann ist Pause. 

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    Auch nach 50 Minuten läuft der erste Durchgang noch. 

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    Man könnte diese zwei Tore und damit die Führung für Glimt als glücklich gefallen kleinhalten. Damit würde man aber viel zu kurz blicken. Solche Situationen sind kein Zufall mehr, wenn du ständig mit diesen blitzschnellen Pässen und Rochaden die gegnerische Abwehr bespielst und bearbeitest. Da rutscht einer dieser zahlreichen Hauge-Pässe halt irgendwann mal irgendwie durch. 

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    Es dauert noch eine weitere Minute, dann brandet erneut Jubel auf: Der Treffer zählt! Geprüft wurde eine Abseitsposition von Blomberg beim missratenen Pass von Hauge. Und der Stürmer stand haarscharf nicht in der verbotenen Zone, wie die deutschen VA-Referees Bastian Dankert und Robert Schröder bestätigen. 

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    Tooooor! FK BODÖ/GLIMT - Sporting CP 2:0. Vier Minuten Nachspielzeit. Und Bodö/Glimt schlägt nochmal zu. Das sind drei, vier, fünf blitzschnelle Pässe, dann will Hauge die Kugel am Strafraumrand in die Box durchstecken. Er trifft zwar nur die Hacken von Simoes. Doch von dort springt der Ball zu Blomberg, der links im Sechzehner frei vor Rui Silva ins lange Eck einschiebt. 

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    Die folgende Freistoßflanke schlägt Guilherme hinter den zweiten Pfosten. Dort leitet Suarez den Ball aber nur unglücklich mit der Schulter aufs Tordach. 

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    Stattdessen gibt es jetzt die Gelbe Karte fürs andere Team: Catamo dribbelt rechts neben dem Strafraum mit dem doppelten Übersteiger gegen Gundersen auf, der hat da gar keinen Bock drauf und rennt ihn schlichtweg über den Haufen. 

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    Ist das jetzt schon ein bisschen Frust? Hjulmand prallt rüde mit Hauge zusammen, hat er da den Ellbogen draußen? Zur Erinnerung, Hjulmand hat schon Gelb. Doch das lässt sich leicht aufklären: Die Szene ist hart, aber nicht dreckig. Und Schiedsrichter Kruzliak hat sogar nicht mal auf Foul entschieden. Und lag damit richtig. Hauge berappelt sich dann auch fix wieder. 

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    Seit der Führung darf Sporting mal ein paar Spielanteile sammeln. Und das Spiel steht. Trincao oder Simoes oder Hjulmand wollen aus der eigenen Hälfte antreiben, rudern aber nur mit den Armen und finden keinerlei Bewegung in den vorderen Linien. Das ist ernüchternd gerade. 

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    Zwei Abschlüsse erst von Sporting, ob dieses passive und defensive Verhalten wirklich der Plan war? Spielerische Qualität hat das portugiesische Topteam mehr als genug auf dem Platz. Ideen springen aber keine ab. Und das jetzt wieder auf diesen Kunstrasen zu schieben, das wird irgendwann zu billig für all die Gäste, die sich hier schon so schwergetan haben. 

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    Wie das Tor jetzt zustande kam, war schmeichelhaft. Keiner will so einen Elfmeter für sich beanspruchen, das darf nicht der Anspruch sein. Dass Glimt führt, ist dagegen zweifelsfrei verdient. Die Norweger überzeugen mit ihren ewig langen Passstafetten, ihrer Energie und ihrem Spielwitz. Es ist der gewohnt freche Auftritt des größten Champions-League-Rookies seit langer Zeit. 

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    Tooooor! FK BODÖ/GLIMT - Sporting CP 1:0. Mit Fet tritt der gefoulte Spieler selbst an. Der Mittelfeldmann schiebt sicher und flach ins rechte Eck ein. Und der Chelsea Dagger dödödöpt diesmal korrekterweise los. Glimt führt! 

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    Es reicht. Der VAR schaut drauf, doch er sieht keine eklatante Fehlentscheidung. Das tut eher weh. Der Einsatz von Vagiannidis war wirklich harmlos. Doch die Entscheidung steht und kann nicht mehr zurückgenommen werden. 

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    Nach gut einminütiger Pause geht es weiter. Mit Rui Silva. Und mit Elfmeter für Bodö/Glimt! Högh orientiert sich halblinks an der Strafraumgrenze zur rechten Seite, spielt dann aber unvorhersehbar und clever gegen die eigene Laufrichtung zu Fet in den Strafraum. Der ist kurz am Ball, wird dann aber von Vagiannidis umgestoßen. Das ist nicht viel. Reicht das? 

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    Ein Fernschuss von Berg, der ist nicht sonderlich gefährlich, dann machen sich aber Sorgen bei Rui Borges breit: Sein Keeper ist angeschlagen. Rui Silva muss behandelt werden. Offen, ob er weitermachen kann. 

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    Vor allem bei Evjen fehlte da die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Den hätte er ruhig an Rui Silva vorbeilegen können. Der machte sich aber auch gekonnt breit. Der Abschluss von Guilherme war bei genauerer Betrachtung dann doch schwieriger. 

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    Dann wird es aber nochmal gefährlich - und das gleich auf beiden Seiten. Für Bodö/Glimt scheitert erst Evjen aus halbrechter Position im Strafraum frei am stark parierenden Rui Silva, Fet und Hauge hatten Evjen da klasse freigespielt. Danach fährt Sporting direkt den Konter, Suarez macht den Befreiungsschlag fest und lässt für Trincao klatschen, der schickt Guilherme die linke Linie entlang. Guilherme scheitert dann aus ähnlicher Position an Haikin wie zuvor Evjen an Rui Silva. 

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    Einer der seltenen Vorstöße Sportings endet in einem Gegenstoß für Bodö. Die Gastgeber haben so mal etwas Platz, Hauge und Evjen verlagern das Spiel auf die rechte Seite zu Blomberg, dessen Flanke ins Zentrum ist ganz gut, kann von Fet aber nicht erreicht werden. Auch die folgende Ecke bringt nichts ein. 

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    Hjulmand sieht die erste Gelbe Karte der Partie. Nicht für ein Foul, er war selbst im Ballbesitz und wurde gelegt. Sondern fürs zu heftige Lamentieren darüber, dass der Foulpfiff ausblieb. Es ist schon die vierte Gelbe Karte für den dänischen Kapitän im portugiesischen Team. 

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    Das allerhöchste Tempo ist es nicht, das uns die Teams bieten. Die höchste Intensität auch nicht. Das liegt vor allem daran, dass Sporting sehr darauf besinnt ist, die Ordnung in der Defensive zu halten. Und Bodö/Glimt die unnötigen Ballverluste vermeiden will. So wird nicht zu schnell gepasst, aber auch nicht zu viel gepresst und attackiert. Und es ergeben sich gerade nicht viele Aktionen. 

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    Und so bleibt Bodö/Glimt am Drücker, kommt durch Fet nach einer feinen Kombination vom Strafraumrand zum Schuss aus vielversprechender Position, der geblockt wird. Nur kurz danach schlägt Blomberg eine scharfe flache Hereingabe in den Fünfer, die Rui Silva im Nachfassen greifen muss, ehe es gefährlich wird. 

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    Skurrilerweise erklang bei Hauges Fehlschuss gerade schon die Tormusik in Bodö, das kann durchaus als Beschreibung dienen, wie knapp das war. Die Norweger finden gerade immer besser zu ihrem Spiel, sammeln viele Spielanteile. Und legen sich den Gegner zurecht. 

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    Bodö/Glimt findet unmittelbar die Antwort und kommt selbst zum sehr gefährlichen Angriff. Der Ball läuft lange durch die eigenen Reihen, dann verschärft Berg das Tempo mit seinem Flugball die rechte Linie runter in den Lauf von Evjen. Der schafft es mit seinem Sprint bis zur Grundlinie und legt in den Rückraum zurück. Wo Hauge am Elfmeterpunkt seine Direktabnahme knapp neben das Tor setzt. 

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    Auch die Ecke hat es in sich. Die Flanke von Trincao rutscht durch und wird hinten in den Strafraum geleitet. Dort schießt Suarez aus zehn Metern knapp übers Gehäuse. Das geht durchaus als erste Chance durch. 

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    Spielerisch wird es dann das erste Mal interessant, als Sportings Dauerbrenner Suarez nach einem schönen Dribbling samt Steilpass von Trincao halbrechts in den Strafraum stürmt. Den Abschluss aus spitzem Winkel traut er sich nicht zu, stattdessen der Pass in die Mitte. Wo ein Verteidiger zur Ecke klären kann. 

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    Noch ist nicht so viel los auf dem angesprochenen Kunstrasen. Der erste kleine Aufreger ist dann ein Foul von Björkan an Catamo. Erwischt ihn da fies wie unglücklich innen am Knöchel. Björkan hat Glück, dass er dafür keine frühe Gelbe Karte sieht. Catamo muss sogar behandelt werden. Kann aber weitermachen. 

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    Und es wurde übrigens nochmal nachgezählt: Bodö/Glimt spielt heute sogar zum fünften Mal in Folge mit derselben Startelf in der Champions League. Das gab es in diesem ruhmreichen Wettbewerb erst ein einziges Mal: Auxerre in der Saison 2002/03. Wer erinnert sich nicht. 

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    Im fernen Prinzenpark und im berühmten Bernabeu funkelt der Stern des europäische Fußball am höchsten, hier, im Aspmyra Stadion, sind alle Nachbarn gekommen und haben die 8.000 Plätze vollgemacht. Champions League Achtelfinale auf Kunstrasen. Aber das Feuerwerk vor dem Einlauf der Teams, das war Königsklasse! 

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    Anpfiff von Schiedsrichter Ivan Kruzliak aus der Slowakei! 

    Der geplante Ligastart am kommenden Wochenende wurde verlegt, so startet die norwegische Meisterschaft erst am 22.03 und damit nach diesem Achtelfinale in einen neuen Umlauf. In der portugiesischen Ausgabe befindet sich Sporting dagegen mittendrin. Als aktueller Tabellenzweiter kassierte Sporting die letzte Niederlage am 06. Januar. Seitdem gab es zehn Siege aus zwölf Spielen in drei verschiedenen Wettbewerben. In allen drei wichtigen Wettbewerben hat Sporting noch die Chance auf den Titel.

    Noch ein kurzer Blick auf die Form beider Teams: Die ist gut. Sehr gut sogar. Bodö/Glimt hatte keinerlei Nachteil dadurch, dass die heimische Liga im Winter nicht spielt, spielte abseits des ruhenden Spielbetriebs in der Meisterschaft 2:2 beim BVB, 3:1 gegen ManCity, 2:1 bei Atletico Madrid, 3:1 gegen Inter und 2:1 bei Inter. Letzte Woche wurde zudem der nationale Auftakt gewonnen, als Molde FK im Pokal geschlagen werden konnte. Das ist schon schwer beeindruckend. 

    So war es Alisson Santos tief in der Nachspielzeit vorbehalten, gegen Athletic den Siegtreffer per Konter zu erzielen, der Sporting noch bis auf Rang 7 spülte. Dadurch sparte sich Sporting die anstrengende Zwischenrunde und geht nun ausgeruht ins dritte Champions-League-Achtelfinale der Klubgeschichte. Im Viertelfinale würde für Bodö/Glimt oder Sporting übrigens das Duell mit Bayer Leverkusen oder Topfavorit FC Arsenal warten, deren Hinspiel in diesem Moment mit einem 1:1 endete. 

    Ob das auch gegen Sporting reicht? Es braucht einen dritten und vierten fehlerfreien und hoch konzentrierten Auftritt, um das norwegische Märchen fortzusetzen. Sporting beeindruckte mit einer starken Ligaphase, die mit zwei Siegen zum Abschluss gegen PSG und Athletic Bilbao gekrönt wurde. Die am Ende aber nicht ohne Drama blieb. 

    Und das nicht mit Glück oder per Zufall, sondern mit einem astreinen und technisch anspruchsvollen Offensivfußball, der auf einer sattelfesten Defensive und hoher individuelle Qualität beruht. Vor allem der Ex-Frankfurter Jens Petter Hauge blüht bei seinem Heimatklub wieder auf. Und die Kraft, die ein Underdogtum auslösen kann, treibt Bodö/Glimt zu Höchstleistungen im Europapokal an. 

    Gegen den wahrscheinlich kommenden italienischen Meister und Vorjahresfinalisten Inter Mailand schien die Sache klar: Hallo K.o.-Spiel, schön, mal da zu sein, vielleicht bis nächstes Jahr. Pustekuchen. Bodö/Glimt verpasste den Nerazzurri eine schmerzhafte Schmach, gewann nicht nur das Hinspiel, sondern auch das Rückspiel im San Siro. Und zog sensationell ins Achtelfinale der Königsklasse ein. 

    Da ist Bodö/Glimt, das sich im vergangenen Sommer im vierten Anlauf erstmals für die Champions League qualifizieren konnte. Und in der Ligaphase mit Siegen gegen die Großmächte Atletico Madrid und Manchester City bewies, dass es genau dorthin gehört. Drei Remis gegen Slavia, Tottenham und den BVB reichten darüber hinaus für einen etwas glücklichen, aber nicht minder verdienten 23. Platz, der noch gerade so für die Zwischenrunde reichte. Um dort dann den europäischen Fußball in Wallung zu bringen.

    Nur Champions-League-Sieger im Einsatz heute Abend. Die Creme de la Creme des europäischen Fußballs. Und Bodö/Glimt und Sporting CP aus Lissabon. Wer dieses Achtelfinalduell aber als unbedeutende Randnotiz wahrnimmt, wird den Leistungen beider Klubs in der diesjährigen Königsklasse nicht gerecht. Beide Teams haben Achtung verdient. Also schauen wir drauf.  

    Bei Sporting dagegen lohnt sich ein Blick auf das unmittelbar letzte Spiel. Das war ein 2:2 in der heimischen Liga am vergangenen Wochenende gegen Braga. Im Vergleich dazu schickt Chefcoach Gomes Borges Rechtsverteidiger Vagiannidis für Maxi Araujo ins Rennen. Joao Simoes spielt neben Kapitän Hjulmand anstelle von Morita auf der Doppelsechs. Und vorne muss Pedro Golcalves für Luis Guilherme weichen. 

    So beginnt Sporting CP: Rui Silva - Vagiannidis, Diomande, Goncalo Inacio, Fresneda - Hjulmand, Joao Simoes - Geny Catamo, Trincao, Luis Guilherme - Luis Suarez. 

    Bodö/Glimt spielte am vergangenen Donnerstag das erste nationale Pflichtspiel des Jahres und gewann im norwegischen Pokal bei Molde FK mit 2:1. Die Elf von dort hat wenig mit der von heute zu tun. Es spielt stattdessen die Champions-League-Elf. So sehen wir genau dieselbe Mannschaft von Trainer Knutsen, die sowohl das Hin- als auch das Rückspiel in der Zwischenrunde gegen Inter Mailand mit 3:1 respektive 2:1 gewinnen konnte. 

    So spielt Bodö/Glimt: Haikin - Sjövold, Björtuft, Gundersen, Björkan - Evjen, Berg, Fet - Blomberg, Högh, Hauge. 

    Herzlich willkommen zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Bodö/Glimt und Sporting.