FC Barcelona - Atletico Madrid; UEFA Champions League Viertelfinale

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

FC Barcelona - Atletico Madrid. UEFA Champions League Viertelfinale.

Spotify Camp NouZuschauer59.522.

FC Barcelona 0

  • P Cubarsí (s/o 44. minute)

Atletico Madrid 2

  • J Álvarez (45. minute)
  • A Sørloth (70. minute)

Live-Kommentar

Das wars an dieser Stelle und mit den Viertelfinal-Hinspielen in der UEFA Champions League. Nächste Woche fallen die Entscheidungen. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin! 

Atletico Madrid gewinnt damit erstmals seit 2006 wieder im Camp Nou. Seit 2011 ist Diego Simeone in seiner streitbaren, aber unnachahmlichen und erfolgreichen Art für die Rojiblancos verantwortlich, 26 Anläufe brauchte es, um erstmals in der katalanischen Festung zu gewinnen. Und das ausgerechnet im Champions-League-Viertelfinale. Die Ausgangslage vor dem entscheidenden Rückspiel kommenden Dienstag im Metropolitano ist selbstredend hervorragend. Atletico spielt davor noch gegen den FC Sevilla, Barca gegen Espanyol, beides am Samstag. 

Und als sich der erste große Ärger dann legt, sehen wir vor allem ziemlich leere Gesichter bei Barcas Profis. Die werden selber kaum wissen, geschweige denn verstehen, wie sie dieses Spiel hier mit 0:2 verlieren konnten. Trotz langer Unterzahl waren die Katalanen stets das bessere Team. Hatten auch in Unterzahl genügend Torchancen. Atletico machte aus unglaublich wenig zwei Tore. Und hatte die glücklichen Momente samt eines nicht gegebenen Elfmeters auf seiner Seite. 

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Barcas Akteure, darunter Trainer Hansi Flick, reden unmittelbar nach Schlusspfiff vehement auf Schiedsrichter Kovacs ein. Klar, worum es da geht. Der nicht gegebene Elfmeter nach Pubills Handspiel wird DAS Thema sein in der Nachbetrachtung. Cancelo holt sich sogar noch Gelb ab. 

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Olmo hat den letzten Schuss, verzieht seinen schwierigen Versuch aber deutlich von links im Sechzehner. Danach ist Schluss.  

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Da hätten wir eigentlich gedacht, das wär eine Position für einen direkten Versuch gewesen. Stattdessen hebt Lamine Yamal den Ball von halblinks in den Strafraum. Aber viel zu lang. Da kommt keiner mehr vor der Grundlinie ran. 

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Olmo wird beim Ausholen im Zuge seiner Schussbewegung von Alvarez hinten am Fuß getroffen. Das gibt nochmal eine sehr gute Freistoßposition für Barca. Es wird wohl die letzte Chance aufs Tor sein heute. 

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Drei Minuten Nachspielzeit. Auch diese nicht nachvollziehbare Entscheidung des schwachen Schiedsrichterteams passt ins Gesamtbild. Das ist viel zu wenig. 

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Barca rennt an, macht, tut, dribbelt, passt, spielt. Doch es soll heute irgendwie nicht sein. Die Minuten verstreichen. 

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Schneller Wechsel bei den Katalanen: Balde kommt positionsgetreu für Cancelo. 

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Lamine Yamal spielt fünf Spieler der Rojiblancos aus. Was für ein Typ. Und bleibt dann auf Höhe des rechten Pfostens und nur noch fünf Meter vor dem Tor an Pubill hängen, der noch gerade so im Weg steht. 

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Dieser Schiedsrichterauftritt bleibt seltsam. Sörloth bekommt die Ecke gegen Martin zugesprochen, dabei war er zuletzt dran. Barca beschwert sich zu Recht, trotzdem steht alles schon bereit für den Standard. Und dann entscheidet sich Kovacs doch noch um und gibt den Abstoß. 

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17 Torschüsse für Barca, 1,09 xGoals: Unbegreiflich, dass Barcelona hier immer noch ohne Torerfolg ist. Er wäre so verdient. Und würde die Lage vor dem Rückspiel elementar verbessern. Atletico hat aus fünf Schüssen und nicht mal 0,5 xGoals zwei Tore gemacht. 

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Und Giuliano Simeone wird von Thiago Almada ersetzt. 

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Nico Gonzalez kommt bei Atletico für Griezmann. 

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Die Ecke wird kurz in den Rückraum zu Lamine Yamal gespielt, eigentlich nicht präzise, Alvarez ist dazwischen, Lamine Yamal setzt sich mit etwas Glück aber doch durch und schießt dann ruckartig mit dem Außenrist. Musso pariert im kurzen Eck. 

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Fermin Lopez gewinnt den Ball links im Angriffsdrittel gegen den defensiv immer wieder fahrigen Simeone. Cancelo übernimmt, umkurvt Le Normand. Und knallt die Kugel aus spitzem Winkel an den Außenpfosten. Llorente war wohl noch dran. 

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Lamine Yamal hebelt die Kugel in den Strafraum, findet aber nur den Kopf eines Verteidigers. Das ging in die Hose. 

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Aber Barca gibt sich nicht auf, Lamine Yamal gibt nicht auf. Llorente hakelt nach und es gibt den Freistoß, fast zentral vor dem Tor, allerdings über 30 Meter weit weg. 

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Am Wochenende hat Barca mit 2:1 gewonnen, weil Lewandowski spät im Spiel nach einer Parade von Musso den Ball an die Schulter bekam und ihn über die Linie drückte. Pures Glück. Heute läuft fast jede schicksalhafte Szene und Entscheidung für die Rojiblancos. Sie würden wohl nicht tauschen wollen. Die Ausgangslage für Atletico ist herausragend gut. 

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Araujo ist gleich mittendrin, setzt sich bei einer Ecke von der rechten Seite gegen Pubill durch und köpft nur knapp am langen Pfosten vorbei. 

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Auch Rashford macht nach einem guten, aber glücklosen Auftritt Feierabend. Ferran Torres ist in der Schlussphase dabei. 

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Doppelwechsel beim FC Barcelona: Araujo kommt für Kounde. 

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Toooor! FC Barcelona - ATLETICO MADRID 0:2. Eiskalte Rojiblancos. Einmal läuft der Ball ruhiger durch die Reihen. Und schon sticht Atletico: Alvarez steht mit dem Ball an der linken Seitenlinie, Barca greift nicht an und ist eingelullt. Dann gehts schlagartig schnell: Alvarez auf Griezmann, der zu Ruggeri in die Tiefe, der schlägt den Ball mit dem ersten Kontakt an den ersten Pfosten. Wo Sörloth vor Martin zum Abschluss kommt und mit etwas Glück einschießt. 

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Vorlage Matteo Ruggeri

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Lamine Yamal wirbelt, Atletico rennt hinterher, Kovacs verliert mehr und mehr die Kontrolle. Auch Alvarez muss zwingend Gelb sehen für das taktische Foul gegen Barcas Wunderdribbler. Kommt aber davon. 

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Griezmann nimmt sich danach die Zeit, um sich den Schuh zuzubinden. Erst im Anschluss wird er von Kovacs zum Spielfeldrand geschickt. Dort muss er mit geschnürten Schuhen, das wurde ja bereits auf dem Feld erledigt, einige Sekunden ausharren. Merkwürdige Regelauslegung. 

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Dass es hitzig wird, war bei dieser Spielentwicklung absehbar. Lamine Yamal bekommt den Freistoß gegen Baena nicht, rennt nur in den Gegenspieler rein. Griezmann übernimmt, umkurvt den pressenden Gavi, der zerrt anschließend von hinten. Und holt sich ebenfalls die Verwarnung ab. 

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Baena führt sich direkt mit einem taktischen Foul gegen Dani Olmo ein und sieht Gelb. Und dass er danach vehement abwinkt und sein Unverständnis zum Ausdruck bringt, beschert ihm gleich noch den nächsten Rüffel von Kovacs, der hier einige schwierige Momente moderieren muss. 

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Gleichzeitig wird Baena für Koke eingewechselt. 

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Für Diego Simeone und sein Team läuft außer dem Spielglück gar nichts zusammen, also muss der Coach reagieren. Lookman verlässt für Sörloth das Feld. 

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Das alles täuscht nicht darüber hinweg, dass Barca eine bärenstarke zweite Halbzeit hinlegt. Wohl auch mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch. Und beinahe fällt der Ausgleich. Eine Ecke von rechts wird an den langen Pfosten verlängert. Wo Olmo den Ball drei Meter vor dem Tor haarscharf verpasst. 

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Oh Mann, das wird Diskussionen nach sich ziehen. Was für eine Szene. Wie vor zwei Jahren beim Viertelfinale zwischen Arsenal und dem FC Bayern. Mit dem einzigen Unterschied, dass nicht ganz klar ist, ob Pubill den Ball vielleicht innerhalb des Fünfers händisch gestoppt hat. Das macht regeltechnisch tatsächlich einen Unterschied. Für Pubill hätte es nicht nur den Elfmeterpfiff, sondern auch noch die zweite Gelbe Karte geben können. Und das alles im Champions-League-Viertelfinale. Das ist schier unglaublich. 

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Es kommt knüppeldick. Der "Kids Mistake", den Thomas Tuchel einst berühmt machte, erlebt seine Renaissance: Der Ball liegt regungslos, als Musso ihn im Zuge seines Abschlags aus dem Fünfer zu Pubill spielt. Der stoppt ihn mit der Hand! In der Absicht, den bereits ausgeführten Flachabstoß selbst auszuführen. Das muss doch Elfmeter geben?! Das Spiel läuft lange weiter, Barcelona tobt, Kovacs greift sich ans Ohr. Doch es passiert - nichts. 

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Zwei Großchancen für Barca nach sieben Minuten im zweiten Durchgang - in Unterzahl. Das läuft ganz und gar nicht so, wie Atletico sich das vorstellen dürfte. Von Kontrolle, Ruhe und Game Management keine Spur. 

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Rashford ist gut im Spiel, auch deswegen darf er weitermachen, während Lewandowski raus ist. Und deswegen darf sich Rashford auch diesen verheißungsvollen Freistoß nehmen. Den zieht er mit rechts aufs linke Eck. Musso patscht fast daneben bei diesem verdrehten Geschoss, ist aber wohl noch dran. Und lenkt das Leder an die Oberkante der Latte. 

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Direkt nochmal Lamine Yamal, diesmal mit dem Dribbling, zentral vor dem Sechzehner. Le Normand rückt raus und verursacht den Freistoß 20 Meter genau mittig vom Tor. Der Abwehrmann hat zudem Glück, dass er ohne Gelbe davonkommt. 

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Und das Prinzip Hoffnung ist natürlich eng mit dem Namen Lamine Yamal und dessen Fähigkeiten verknüpft. Und die blitzen auf: Mit einem unfassbaren Außenristpass schickt Lamine Yamal Rashford in die Tiefe. Rashford umkurvt Musso, wird dabei aber abgedrängt. Der Winkel wird spitz - und der Abschluss landet im Außennetz. 

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Eric hat jetzt die Binde von Pedri übernommen. Mit Auswechselspieler Araujo und dem verletzten Raphinha stehen die zwei obligatorischen Kapitäne ja nicht auf dem Rasen. Außerdem hat Eric die Position von Cubarsi fest übernommen und verteidigt neben Martin in der Innenverteidigung. Und vorne? Da gilt jetzt Freestyle und das Prinzip Hoffnung mit etlichen Technikern und feinen Klingen. Am ehesten besetzt Rashford die Spitze, wenn es denn eine gibt. 

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Und schon gehts weiter. Atletico unverändert. Also auch mit Koke, der an der Ampelkarte wandelt. 

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Dass gleichzeitig aber auch Pedri nicht auf den Rasen zurückkehrt, überrascht dann schon eher. Gavi ist stattdessen neu dabei. 

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Hansi Flick muss Lewandowski runternehmen, um die Ordnung nach dem Platzverweis wiederherzustellen. Fermin Lopez betritt dafür den Rasen. 

45 Minuten sind rum, und da war schon einiges drin. Nach ausgeglichenen und offensivfreudigen Anfangsminuten wurde Barca besser, drückte auf die Führung und ließ kaum mehr was zu. Dann aber der eine fatale Moment: Alvarez konnte im Mittelfeld nicht gehalten werden, Simeone war besser postiert als Cubarsi, der foulte und flog mit Rot nach VAR-Eingriff vom Platz. Und dass Alvarez dann auch noch den Freistoß direkt versenkte, setzte dem Geschehen die Krone auf. Atleticos Führung ist also durchaus glücklich. Und die Aufgabe für Barca kniffeliger denn je. 

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Kurz darauf ist die vierminütige Nachspielzeit rum und wir gehen in die Pause.  

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Barca sucht noch vor der Pause die Antwort, spart sich außerdem das Wechselfenster, Eric rückt stattdessen für Cubarsi in die Innenverteidigung. Und auf der anderen Seite wird ein Schuss von Lewandowski gerade noch so von Le Normand geblockt und so entschärft, dass er direkt in die Arme von Musso fliegt. 

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Was für eine turbulente Schlussphase. Der frisch eingewechselte Pubill rennt Lewandowski fernab des Balles um und sieht dafür die Gelbe Karte. Dabei war mit Le Normand gerade sein eigener Teamkollege dabei, den Ball mit der Brust zu kontrollieren. 

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Tooooor! FC Barcelona - ATLETICO MADRID 0:1. Und dann ist da ja noch dieser Freistoß. Leicht nach rechts versetzt und gut 20 Meter vor dem Tor ruht der Ball. Alvarez hebt ihn über die Mauer, die sich fatalerweise nach Absprung auch noch wegdreht und ordentlich an Dichte und Höhe einbüßt. Trotzdem ist der wunderbar geschossen. Und im rechten Knick schlägt es ein. 

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Ein winzig kleiner Moment, und auf einmal haben wir hier ein ganz anderes Spiel. Cubarsi sieht Rot für seine Notbremse. Ein bitterer Moment für den jungen Verteidiger, dem keine Absicht zu unterstellen ist. Aber Simeone hätte freie Bahn Richtung Tor gehabt. 

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Oha, und es wird noch strittiger. Gute Aktion von Alvarez, von dem war noch nicht so viel zu sehen, jetzt dribbelt er sich frei und hat dann den Steilpass für Simeone im Fuß. Der ist vor Cubarsi Richtung Tor unterwegs, Cubarsi rennt ihm in die Hacken. Kovacs entscheidet auf Freistoß - zeigt aber nur Gelb. Und diese Entscheidung wird wohl kaum Bestand haben. Der VAR heißt Christian Dingert und kommt aus Deutschland. Und der ruft Kovacs jetzt in die Reviewarea. 

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Es wird ruppiger. Koke hat schon Gelb. Und tritt jetzt Lamine Yamal an der Mittellinie ganz schön grob gegen das Schienbein. Das ist nicht verwunderlich, dass die gesamte Barca-Bank aufspringt und die Ampelkarte fordert. Kovacs lässt Gnade walten, was vertretbar ist. Aber ob Koke die Halbzeitpause übersteht? Fraglich. 

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Auch das passt dann ganz gut ins Bild: Llorente überbrückt das rechte Halbfeld mit einem couragierten Antritt und legt nach rechts raus zu Simeone. Der schlägt die Flanke weit hinters Tor von Garcia. 

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Wie passend kommt da dieser Wert daher: Barcelona gab die letzten fünf Schüsse in der Partie ab, der letzte Abschluss von Atletico war in der elften Minute. Das ist schon eine ganze Weile her. 

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Eine Zeigerumdrehung später schießt Martin aus der Distanz nur knapp rechts am Tor vorbei. Barca wird besser, wird gefährlicher. Von Atletico kommt offensiv nichts mehr. 

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Sagenhaftes Dribbling von Lamine Yamal, rechts im Strafraum geht er wie das Messer durch die Butter durch drei Gegenspieler hindurch. Dann der Schuss aus halbrechter Position, spitzer Winkel. Der wäre für Musso schwierig geworden. Einer seiner Vordermänner kann aber blocken. 

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Für Hancko geht es tatsächlich nicht weiter. Pubill rückt neu in die Innenverteidigung. 

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Ruggeri spielt den Fehlpass ins Zentrum, Dani Olmo ist dazwischen, Koke muss für seinen fahrigen Außenverteidiger ausbaden und foulen. Dafür sieht Atleticos Kapitän die Gelbe Karte. 

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Erstmal geht es ohne Hancko weiter. Und in Überzahl stiehlt Rashford den Ball fast an Musso vorbei. Eine Halbfeldflanke von der rechten Seite wird lang und länger, tickt hinten im Strafraum auf. Rashford springt rein, hält den Fuß dran und spitzelt die Kugel aus eigentlich unmöglichen Winkel fast noch an Musso vorbei. Der reagiert gut und kann aus Nahdistanz noch parieren. 

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Jetzt herrscht aber erstmal Sorge um Hancko. Der springt unter einer Flanke von Lamine Yamal her und vertritt sich dann fernab anderer Spieler bei der Landung. Das Sprunggelenk gerät in Mitleidenschaft. Hancko braucht eine Behandlungspause, im Aufwärmbereich herrscht rege Bewegung. 

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Und das sehen wir auch in dieser ersten Hälfte der ersten Hälfte. Die Spielanteile sind so gut wie ausgeglichen, die Abschlüsse halten sich fast die Waage (4:3 pro Barca), bei den Zweikämpfen haben die Rojiblancos leicht die Nase vorn. Es ist nicht vorherzusagen, wer hier den ersten Stich setzen wird. 

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Die ewigen Koke und Griezmann, dazu Oblak, der eigentlich im Tor stünde, wäre er nicht verletzt, und Gimenez, der etwas an Standing eingebüßt hat und heute nicht dabei ist: Vier Profis wissen bestimmt auch neun Jahre später noch, wie man Barca im Viertelfinale der Königsklasse ausschaltet. Bei der Blaugrana gilt das übrigens für keinen einzigen Spieler im Kader. Wer Barca hier die unumschränkte Favoritenrolle zuschiebt, macht es sich zu einfach.

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Und dass Atletico im Positionsspiel glänzend verteidigt, ist hinlänglich bekannt. Deswegen hat auch Barca in dieser Phase Schwierigkeiten, Richtung Grundlinie oder Richtung Tor zu kommen. Die Rasanz der ersten 20 Minuten nimmt stetig ab. Spannend ist es aber natürlich trotzdem allemal. 

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Es wird ein klein bisschen ruhiger, kontrollierter. Weil beide Teams auf Ballbesitz aus sind, bleibt der komplett offene Schlagabtausch aus. Barca scheint auch etwas tiefer zu stehen als sonst, macht es Atletico so schwer, hinter die letzte Kette zu kommen. So ein bisschen Vorsicht herrscht also offenbar doch. 

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Lamine Yamal spielt quer, Rashford schiebt ein - doch die Fahne geht hoch. Da hat Atletico Madrid Glück. Der freie Rashford wäre schon für Pedri eine gute Anspielstation gewesen. Und der hätte, anders als Lamine Yamal, den Pedri steil schickte, nicht im Abseits gestanden. 

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Rashford ist ein Aktivposten und bis hierhin ein guter Raphinha-Ersatz, dribbelt jetzt an Molina vorbei, der wegbleibt, um keinen Elfmeter zu verursachen. Im Zentrum lauert Lewandowski, Le Normand stellt sich aber noch gerade so in den Weg und unterbindet den Passweg. 

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Was für ein Chancenfestival, das haben wir in dieser Taktung nicht unbedingt erwartet. Kounde und Eric spielen sich über den rechten Flügel nach vorne, dann hebt Eric den Ball auf die andere Seite des Strafraums. Dort nimmt Rashford den schwierigen Volley, entscheidet sich für die kontrollierte, aber langsame Innenseite, statt die Wucht und den Glücksfaktor. Trifft den Ball dafür ganz gut. Aber der tickt trotzdem knapp am rechten Pfosten vorbei. 

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Auf der anderen Seite ist Trainersohn Giuliano Simeone besser zu gebrauchen. Lookman setzt ihn nach einem feinen Dribbling aus dem Zentrum heraus rechts im Strafraum ein. Der flache Schuss verrutscht etwas und rollt weit am langen Pfosten vorbei. 

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Also weiter die wilde Fahrt: Lamine Yamal verlagert das Spiel von der rechten Seite mit einem Flugball auf die linke zu Rashford, der lässt für Cancelo klatschen. Der offensivfreudige Außenverteidiger zieht gegen Simeone dorthin, wo er am liebsten ist: in den gegnerischen Strafraum. Schießt dann aus spitzem Winkel. Und kann Musso nicht überwinden. 

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Gleich nochmal Atletico, Lookman will eigentlich von links querlegen, da ist ein Barca-Spieler dazwischen, Lookman bekommt aber direkt den Ball zurück und schießt diesmal selbst, wird geblockt. Und die folgende Ecke können wir uns schenken. Trotzdem können wir festhalten: Hier versteckt sich keiner. 

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Ganz schön munterer Start. Für Atletico bricht Alvarez auf der rechten Seite durch, erreicht einen eigentlich zu weit geratenen Pass noch, geht dann parallel zur Grundlinie ins Dribbling gegen Martin und Cubarsi, zieht etwas nach hinten und schießt dann aus der Drehung. Auch direkt auf Garcia. Etwas mehr Präzision, und hier fallen früh die ersten Tore. 

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Rashford hat auch den zweiten Abschluss - und da gilt es gleich mal das erste Ausrufezeichen zu setzen! Atletico Madrid verheddert sich im Aufbauspiel, Simeone spielt dann von der rechten Seite den fatalen Fehlpass ins Zentrum, Lamine Yamal gibt den freien Ball direkt nach links in den Strafraum zu Rashford, der aus acht Metern halbrechter Position frei zum Abschluss kommt. Den aber nicht sauber trifft. Musso pariert mit den Füßen. 

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Schneller erster Abschluss der Blaugrana: Kounde und Olmo tragen den Ball durchs Zentrum nach vorne, dann steigt Pedri mit ein und verlagert das Spiel auf die linke Seite zu Rashford. Cancelo hinterläuft, Rashford zieht aber nach innen und schießt unweit des Strafraumecks. Direkt auf Musso. 

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Dann hat der rumänische Schiedsrichter Istvan Kovacs das Spiel angepfiffen und der Ball rollt! 

In Gedenken an die kürzlich im Alter von 80 Jahren verstorbene Trainer-Legende Mircea Lucescu wird noch eine kurze Schweigeminute gehalten. 

Atletico Madrid ist seit sage und schreibe 25 Spielen im Camp Nou sieglos. Der letzte Sieg war im Februar 2006, da war Simeone noch nicht Trainer, das soll was heißen. Wer erinnert sich schon noch Atletico-Trainer vor Simeone? Der war selbstredend auch 2014 und 2016 dabei, als Atletico zwei knappe Viertelfinals für sich entschied. In einer anderen Spielrunde sind die zwei Dauergäste der Champions League übrigens noch nie aufeinandergetroffen, entsprechend wartet heute das fünfte Europapokalduell zwischen Barca und Atletico auf uns.  

Barca ist aber auch ohne den brasilianischen Künstler und Topscorer bestens aufgestellt, zumal der Rest des Starensembles weitestgehend gesund ist. In LaLiga wartet die Titelverteidigung. In der Copa del Rey konnte Barca trotz des Ausscheidens Kraft daraus schöpfen, gegen Atletico im Rückspiel fast noch ein 0:4 gedreht zu haben. Kein unwichtiger Punkt vor dem Hintergrund, dass auch diesmal die Entscheidung in zwei Spielen fällt. 

Dieses Barca ist allerdings hungrig. Der Stachel nach dem epischen, dramatischen, historischen Duell gegen Inter Mailand im Vorjahr im Halbfinale sitzt tief. Dieses Jahr soll der letzte Schritt gegangen werden, wenn auch dieses Jahr anders als vor zwölf Monaten mit Raphinha ein Leistungsträger verletzt fehlt. 

Das war damals, als Atletico vier Mal in Folge in der Champions League an Real Madrid scheiterte, darunter zwei Mal im Finale. So weit wie damals kamen sie nie mehr. Jetzt steht mit Barca dieser andere große nationale Konkurrent im Weg. Zum dritten Mal heißt es im Viertelfinale der Königsklasse Atletico gegen Barca. 2014 und 2016 konnten sich die Rojiblancos durchsetzen, dann kam wie erwähnt Real. Das sollte doch ein gutes Omen sein. 

Starten wir bei den Rojiblancos, die alles auf eine Karte setzen: In der Meisterschaft ist der Zug früh abgefahren, in den Pokalwettbewerben ist Atletico aber mittendrin in der Verlosung. In der Copa del Rey wartet das Finale gegen Real Sociedad, in der Champions League soll erstmals seit 2017 das Halbfinale her. 

Und damit rein in die Trilogie, die als getarnter Sechsteiler daherkommt. Schließlich standen sich Atletico Madrid und der FC Barcelona auch schon im Halbfinale der Copa del Rey gegenüber, dazu gab es das Hinspiel in LaLiga, letzten Samstag das Rückspiel, jetzt das Viertelfinale der Königsklasse. Macht in Summe sechs Duelle in einer einzigen Saison. Ist ja nicht so, als würden sich die zwei spanischen Spitzenteams durch ihre jahrelange Konkurrenz ohnehin schon in- und auswendig kennen. Spätestens nach dieser Woche werden sie es. 

Bei Atletico Madrid sind es fünf Veränderungen im Vergleich zum Ligaspiel. Das zeigt dann schon ganz gut, wohin die Reise bei Trainer Simeone geht: Alles auf die Champions League. Für Lenglet, Gonzalez, Vargas, Almada und Alex Baena starten die ausgeruhten Hancko, Ruggeri, Lookman, Llorente und Alvarez. 

So beginnt Atletico Madrid: Musso - Molina, Le Normand, Hancko, Ruggeri - Simeone, M. Llorente, Koke, Lookman - Griezmann, Alvarez. 

Vier Tage nach dem letzten Aufeinandertreffen der spanischen Topklubs ändert Trainer Hansi Flick die Aufstellung seines FC Barcelona auf zwei Positionen: Beim 2:1-Auswärtssieg in LaLiga bei Atletico Madrid spielten noch Araujo und Fermin von Anfang an. Sie weichen nun für Kounde und den glücklichen Siegtorschützen Lewandowski. 

So spielt der FC Barcelona: Garcia - Kounde, Cubarsi, Martin, Cancelo - Eric, Pedri - Lamine Yamal, Dani Olmo, Rashford - Lewandowski. 

Herzlich willkommen zum Viertelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen dem FC Barcelona und Atletico Madrid.