Hertha BSC - Holstein Kiel; 2. Bundesliga

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Hertha BSC - Holstein Kiel. 2. Bundesliga.

Olympiastadion BerlinZuschauer47.280.

Hertha BSC 0

  • J Brekalo (1. minute)

Holstein Kiel 1

  • J Therkelsen (63. minute)

Live-Kommentar

Das wars an dieser Stelle. Um 20:30 Uhr steigt noch das Topspiel in Darmstadt, wo die SV Elversberg antritt. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin! 

Mit diesem Sieg stellt Holstein Kiel das Punktekonto auf 38 Zähler und springt für den Moment sogar auf Rang 10. Der Klassenerhalt ist zum Greifen nah. Nächste Woche kommt Eintracht Braunschweig. Hertha BSC wird ein trostloses Saisonende erfahren, auch wenn die Leistung heute gut war. Aktuell steht unverändert Rang 6 zu buche. Als nächstes geht es nach Magdeburg.

Ein grausamer Mittag endet für Hertha BSC mit einer Niederlage, die nicht in Worte zu fassen ist. Die Berliner haben alles getan, um den sechsten Heimsieg einzufahren, verzweifeln aber an sich selbst, dem VAR und dem fehlenden Abschlussglück und kassieren stattdessen die sechste Heimniederlage. Holstein Kiel spielte schon eine fürchterliche erste Halbzeit, machte in der zweiten dann aus keiner Torchance das 1:0. Und kann sein Glück bei nur 40 Prozent Ballbesitz und 6:23 Abschlüssen kaum glauben.

full_time icon

Ende. Berlin am Boden. 

substitution icon

Roslyng kommt für den gerade frisch verwarnten Tohumcu. 

yellow_card icon

Tohumcu sieht Gelb, weil er den Ball wegschießt. Will angeblich einen Pfiff nicht gehört haben. Glaubt Kampka ihm nicht. 

substitution icon

Schwab kommt für Davidsen ins Spiel. 

comment icon

Vier Minuten Nachspielzeit. Reese schießt einen Verzweiflungsfreistoß aus großer Entfernung weit drüber. 

comment icon

Was ist das Gegenteil von Überzeugung? Von Selbstvertrauen? Wir bräuchten die Begrifflichkeit, um den Zustand des bemitleidenswerten Kownackis zu beschreiben. Was für eine Szene. 

highlight icon

Oh. Mein. Gott. Kownacki treibt alles auf die Spitze. Brekalo dribbelt und flankt perfekt von links im Sechzehner an den langen Pfosten. Weiner ist ausgehebelt. Und Kownacki köpft aus zwei Metern aus dem Lauf, er muss also noch nicht mal springen, einfach nur in den Ball laufen, am leeren Tor vorbei. 

substitution icon

Der eine Wechsel bei den Berlinern geht wenig überraschend schneller vonstatten. Seguin sprintet vom Feld. Krattenmacher kommt rein. 

substitution icon

Und Vorlagengeber Harres wird von Marcus Müller ersetzt. 

substitution icon

Da kommen die Wechsel. Niehoff kommt für Kapralik. 

comment icon

20 Abschlüsse. Wie kann Hertha BSC dieses Spiel verlieren?! Alles deutet darauf hin. Kiel kann noch zahlreich wechseln und wird die nächsten Minuten fleißig an der Uhr schrauben. Die Störche stehen ganz kurz vor echten Big Points. 

comment icon

Cuisance entfernt sich schnell, Brekalo und Reese stehen stattdessen bereit. Reese tippt nach innen an. Und Brekalo schießt den einen Kieler ab, der angesichts der indirekten Ausführung rausrückt. 

comment icon

Zwei Zeigerumdrehungen später bietet sich Cuisance direkt die nächste Chance per Standard. Meffert zieht diesmal Cuisance selbst zu Boden, hat ein bisschen Glück, dass er nicht die zweite Gelbe sieht, was noch gerade so okay ist. Diesmal ruht der Ball weiter innen, ein paar Meter links vor dem Sechzehnerkreis. 

comment icon

Und Cuisance schießt den Freistoß vor knapp 48.000 Zuschauern, wie gerade verkündet wird, unweit des linken Strafraumecks geradewegs in die Mauer. 

substitution icon

Eitschberger kommt für Zeefuik. 

yellow_card icon

Nekic zieht und zerrt an Brekalo, bevor der nach einem Steilpass in den Strafraum eindringen kann. Das bringt ihm eine Sperre angesichts der fünften Gelben Karte ein. 

comment icon

1,23 xGoals für die Herthaner bei 17 Abschlüssen, dazu die knappen Abseitsentscheidungen. Im Kieler Strafraum ist echt ein Sturm aufgezogen. Und doch deutet alles darauf hin, dass das hier eine tragische 0:1-Niederlage wird. Das Gefühl kommt längst auf: Es soll irgendwie nicht sein für den Hauptstadtklub. 

yellow_card icon

Reese begeht kurz hinter der Mittellinie ein taktisches Foul gegen Davidsen und sieht seine siebte Gelbe Karte in dieser Saison. 

highlight icon

Nächster Freistoß, wieder die linke Seite, diesmal kein Abseits. Doch Gechter köpft aus sieben Metern am Tor vorbei. Einen halben Meter neben dem Pfosten tickt die Kugel auf. Unglaublich. 

comment icon

Und weiter geht das Scheibenschießen: Dardai scheitert mit seinem freien Kopfball nach einer Freistoßflanke von der linken Seite an einem tollen Reflex von Weiner. Dass er davor im Abseits stand, mindert die Tragik diesmal immerhin ein bisschen. 

comment icon

Der nächste Ball wird aus zentraler Position in den Sechzehner geschlagen. Ivezic springt bei seiner Abwehraktion am Ball vorbei. Das reicht, um Winkler so zu irritieren, dass der den Abschluss verpasst und die Kugel am Tor vorbeitickt. Winklers Körpersprache danach steht sinnbildlich für alle Berliner. Da macht sich Verzweiflung breit.  

comment icon

Der Schuss von Reese passt dahingehend ganz gut ins Bild. Eine Flanke von rechts rutscht zum Berliner Kapitän durch. Die Ballannahme ist kniffelig, der Abschluss erst recht. Und der landet dann auf der verwaisten Westtribüne hinter dem Kieler Tor. 

substitution icon

Der glücklose Schuler verlässt für Kownacki das Feld. Glücklos, das könnte in der weiteren Folge auch bei den nächsten vier noch möglichen Hertha-Auswechslungen vor dem betroffenen Spieler stehen. 

comment icon

Irgendetwas wird noch geprüft. Doch es wäre nicht die Krönung der Absurdität, würde dieser Treffer aus dem Himmel heraus zurückgenommen werden. Also hat er Bestand, es lag kein Handspiel eines Kielers vor. Und das Spiel steht auf dem Kopf. 

goal icon

Toooor! Hertha BSC - HOLSTEIN KIEL 0:1. Rosenboom mit dem weiten Einwurf von der rechten Seite. Harres hat Dardai im Rücken, behauptet sich aber stark und legt den Aufsetzer per Kopf ein paar Meter zurück zum eingewechselten Therkelsen. Und der schießt aus zehn Metern links neben dem Elfmeterpunkt ein. 

comment icon

Vorlage Phil Harres

comment icon

Und dann passiert, was passieren muss ... 

comment icon

Wie Hertha hier NICHT das Tor schießt, wird immer absurder. Erneut leitet Karbownik herausragend ein, spielt einen tollen Pass von der linken Seite scharf in den Strafraum zu Cuisance. Der feine Techniker zieht gegen den grätschenden Zec nochmal auf und kommt so halblinks vor dem Tor frei zum Abschluss. Weiner ist ohne Chance. Doch Ivezic hat das alles geahnt, ist zur Torlinie durchgelaufen. Und klärt tatsächlich mit der Kopfdecke vor der Linie. 

comment icon

War es das also schon wieder vom Kieler Zwischenhoch? Bei den Ostseekickern herrscht Ebbe. Sie ziehen sich wieder zurück. 

highlight icon

Das Glück ist kein Berliner heute. Schön gemacht von Karbownik, der auf der linken Seite aufdreht, andribbelt, auf engem Raum vier Kieler auf sich zieht, nach innen geht und wunderbar für Schuler durchsteckt. Der wird von Zec bedrängt, kommt trotzdem frei vor Weiner im Fallen zum Abschluss. Und schiebt den Ball haarscharf am langen Pfosten vorbei. 

comment icon

Aber selbstredend alles, ohne torgefährlich zu werden. Stattdessen kommt die Hertha jetzt zum ersten Eckball im zweiten Durchgang. Seguins schnelle Ausführung geht aber schief. Und mehr als zwei unmittelbar abgeblockte Schüsse springt auch hier im Nachgang nicht bei rum. 

comment icon

Die Halbzeitansprache von Walter, der deutlich geworden sein dürfte, scheint Wirkung zu zeigen. Kiel schafft es in dieser Anfangsphase, das Geschehen ausgeglichen und offen zu halten. So als wäre die gesamte erste Halbzeit nicht gewesen und als ob wir uns ganz neu eingrooven würden. 

comment icon

Mit zwei Ecken, ein paar weiteren Flanken und ein paar Kerzen im Berliner Strafraum kommen die Kieler so gefährlich aus der Pause, wie sie nie zuvor waren. Und dann gibt Kapralik tatsächlich auch den ersten Torschuss der Störche ab. Abgefälscht. Die folgende Kerze will Nekic im Strafraum noch weiterverwerten, Dardai setzt sich im Luftduell aber durch. Nekic spekuliert da noch auf einen regelwidrigen Ellbogeneinsatz, liegt damit aber falsch. 

comment icon

Das Beste am ersten Durchgang der Kieler, die in 45 Minuten ohne Torabschluss geblieben sind, war der Halbzeitstand. In etwa so wie beim 1. FC Kaiserslautern vor zwei Wochen. Die haben am Ende 1:0 gewonnen. Wir sind gespannt, ob die Hertha draus gelernt hat. 

match_start icon

Dann gehts weiter. Hertha unverändert. 

substitution icon

Therkelsen kommt bei Kiel für Ugoh. 

Die TV-Regie reicht die Abseitsposition vor dem vermeintlichen Elfmeterpfiff dann doch noch nach. Noch weit bevor Zeefuik seinen Schnittstellenpass gespielt hat, soll ein Herthaner bei einer Flanke von rechts mit der Fußspitze im Abseits gestanden haben. Mit der ganzen wilden Szenerie danach hatte das überhaupt nichts zu tun. Eine äußerst zweifelhafte und für die Hertha bittere Auslegung des Schiedsrichterteams. 

Und wir versuchen mal zu sortieren. Vorneweg: Die Hertha ist gegen schwache Kieler das klar bessere Team und hätte eine Führung längst verdient. Die fiel nicht, weil Reese und Brekalo gute Chancen ausließen. Und der VAR zwei Mal entscheidend einschritt. Beim ersten Mal nach nicht mal 60 Sekunden wurde ein Treffer wegen einer Abseitsstellung zurückgenommen. Beim zweiten Mal ein Elfmeterpfiff, wo im Zuge einer unübersichtlichen Situation noch unklar scheint, wo die Abseitsstellung vorgelegen haben soll. So oder so: Nur mit viel Glück übersteht die KSV Holstein diesen ersten Durchgang mit einem 0:0. 

half_time icon

Reese wird die Entscheidung erklärt, er scheint sie nicht zu verstehen. Halbzeit. 

highlight icon

Aber nein, die Entscheidung hält nicht Bestand - kein Elfmeter für Hertha BSC! Was ist passiert? Zeefuik stellt die Szene scharf und spielt von halblinks nach innen zu Reese, der schießt aus spitzem Winkel und scheitert an einer guten Tat von Weiner. Der Abpraller landet bei Gechter, der an einem auf Boden liegenden Kieler hängen bleibt. Der Ball springt in die Höhe, Gechter geht nach. Und wird von Ivezic, der nur den Ball, aber nicht den Gegner im Blick hat, umgetreten. Der Pfiff wird aber zurückgenommen. Es soll eine Abseitsposition vorliegen. Die ergibt sich aus dem TV-Bild nicht. 

comment icon

Und es wird nicht übersichtlicher. Schuss, Parade, Schuss, abgeblockt, Kerze, Elfmeter?! 

yellow_card icon

Seguin will das Spiel mit dem Freistoß schnell machen, kommt aber im Getümmel nicht an den Ball und schubst einen Kieler robust um. Das gibt die fünfte Gelbe, Seguin fehlt nächste Woche in Magdeburg. 

yellow_card icon

Meffert begeht im Mittelkreis gegen den durchbrechenden Cuisance das taktische Foul. Dafür gibt es die Gelbe Karte. 

highlight icon

Aber Brekalo lässt die nächste gute Möglichkeit liegen. Cuisance dribbelt nach innen und spielt einen tollen Steckpass rechts in den Sechzehner, wo Brekalo mit dem ersten Kontakt den einen Schritt Vorsprung gegenüber Nekic hat. Sein Schuss verfehlt das lange Eck um einen halben Meter. 

comment icon

Vor allem die gute Reese-Chance hat dafür verantwortlich gezeichnet, dass Herthas xGoals auf 0,56 gesprungen sind. Berlin belohnt sich nicht für einen ordentlichen ersten Durchgang gegen einen schwachen Gegner. Diese Dominanz müsste dicke für eine Halbzeitführung reichen. 

comment icon

Und die Hertha bleibt dran. Kiel hat ständig Probleme, die von außen ins Zentrum gespielte Bälle zu verteidigen. Einzig das Glück sorgt dafür, dass die Gastgeber nicht zu weiteren Abschlüssen kommen. Oder fehlendes Glück, je nach Perspektive. Dann schießt Seguin mal aus der Distanz. Gut einen Meter neben das Tor. 

highlight icon

Jetzt aber, Aufregung! Winkler macht das Spiel mit seinem erfolgreichen Dribbling schnell und gibt dann nach rechts in den Raum zu Cuisance. Der flanke nach innen, Nekic verlängert nur in den hinteren Raum des Strafraums, wo Reese zur Direktabnahme kommt. Die pariert Weiner im kurzen Eck gut. Das war die beste Chance des Spiels. 

comment icon

Anders die Hertha, aber auch nur ein bisschen anders. Aber das sind immerhin Ansätze. Ganz gute Flanke von Reese von der linken Seite. Im Zentrum kommt Winkler nicht entscheidend dran. Der Ball tickt auf, springt hoch ab. Und landet zentral vorm Tor in Weiners Arme. 

comment icon

Zumal es gerade kräftig plätschert, obwohl die Sonne doch so schön scheint. Kiel spielt sich ein bisschen auf der rechten Seite der gegnerischen Hälfte fest. Kommt aber nicht durch. Nicht mal eine Flanke, nicht mal ein Lauf zur Grundlinie, nichts. Zwei Aktionen erst im gegnerischen Strafraum, wir wissen nicht wann. 

comment icon

Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass die Hertha mit ihren fünf Abschlüssen gerade mal 0,09 xGoals produziert hat. Dazu immerhin das knappe Abseitstor, das da nicht mit einberechnet wird. Aber insgesamt soll das heißen: Das ist eine echt chancenarme Partie hier im Olympiastadion. 

comment icon

Halbe Stunde rum. Kiel ist noch gänzlich ohne Abschluss. Auch die Zweikampfquote von gerade mal 41 Prozent ist besorgniserregend. Da passt nicht viel zusammen. Immerhin die Passquote konnte in den letzten Minuten auf ein Normalniveau von 86 Prozent angehoben werden. Unterm Strich steht aber ein schwacher Auswärtsauftritt. 

comment icon

Im Nachgang des geblockten Reese-Schusses kann Brekalo noch ein bisschen wuseln, aus dem linken Halbfeld folgt dann die Flanke. Im Zentrum verpassen zwei Herthaner. Und der Ball tickt am langen Pfosten vorbei. 

comment icon

Das Spiel verflacht gerade. Die Hertha ist immer noch bessern, kann den Schwung aber nicht halten, den die KSV gar nicht erst aufgenommen hat. Reese bekommt nochmal einen Ball links im Sechzehner, wird aber eng bewacht. Und der Schuss dann geblockt.  

comment icon

Kaum abgedruckt, sammelt Kiel mal ein wenig Ballsicherheit und poliert das Passverhältnis auf. Aber alles ohne Tempo und ohne Drang nach vorne. Und weit vor der Mittellinie. Dann spielt Ivezic mal darüber hinaus. Und direkt in den Fuß von Zeefuik, der sich beim Gegenstoß den Ball zu weit vorlegt. Und das Kieler Ballgeschiebe beginnt von vorne. 

comment icon

Dafür, dass die Kieler gestern von den Düsseldorfer und Braunschweiger Siegen ganz schön unter Druck gesetzt wurden, kommt herzlich wenig von der KSV Holstein. Vor dem Spiel waren es ja nur noch zwei Punkte Vorsprung vor Rang 16. Dieser vor dem Spieltag 12. Tabellenplatz ist trügerisch im so sauengen Tabellenkeller. Kiel hat Probleme, hier Fuß zu fassen. 

yellow_card icon

Jetzt gibts dann auch die Gelbe für einen Kieler. Rosenboom grätscht einem Ball hinterher, dem Karbownik entgegengeht. Karbownik ist eher dran, kriegt den Tritt ab. Und Rosenboom sieht Gelb. 

highlight icon

Die Hertha kommt langsam auf und sammelt Abschlüsse: Reese stiehlt einen schlampigen Rückpass, dringt links in den Strafraum ein und schießt aufs Tordach. Weil abgefälscht, gibt es Ecke, der folgt eine weitere. Und ein Fernschuss von Brekalo geht weit links am Tor vorbei. 

highlight icon

Nichts. Und da hat die KSV, hat Ivezic viel Glück. Gelb ist das mindestens, Dunkelgelb, wenns das gäbe. Soll heißen: Für so einen Tritt haben wir auch schon Platzverweise gesehen. Glück hat aber auch Winkler, der ohne Behandlung weiterspielen kann. 

highlight icon

Schon wieder so ein fieses Foul. Ivezic tritt Winkler von hinten auf den Knöchel, der böse wegknickt. Und das gibt nicht mal Gelb?! Was macht der VAR? 

comment icon

Dann taucht Zeefuik aber in seiner eigentlichen Funktion auf: als dynamischer und schneller Außenverteidiger mit viel Athletik und Drang nach vorne. So erreicht er jetzt noch einen sehr tiefen Ball kurz vor der Grundlinie und gibt ihn nach innen. Zec klärt nur unzureichend, die Hertha bleibt über Reese dran, dann flankt Seguin aus dem Halbfeld. Die Hereingabe wird abgefälscht. Und senkt sich gefährlich nah Richtung langer Knick. Weiner wäre da, muss aber nicht ran. 

yellow_card icon

Stattdessen ist mit Zeefuik nun schon der zweite Herthaner früh verwarnt. Zeefuik rückt an der Mittellinie raus, um einen Pass abzufangen, kommt gegen Meffert aber zu spät und trifft Kiels Kapitän nur am Schienbein. Auch das gibt Gelb. 

comment icon

Erst jetzt können wir uns allmählich einpendeln. Mit gemischten Spielanteilen, aber auch vielen Fehlern und einer gewissen Hektik. Eine klare Linie ist noch nicht zu erkennen. 

yellow_card icon

Viel zu tun für Schiedsrichter Kampka in dieser unübersichtlichen Anfangsphase. Cuisance grätscht von hinten gegen Tohumcu. Das gibt eine frühe Verwarnung. Brekalo bestätigt diese Entscheidung mit seiner Körpersprache, das war kein gutes Tackling. Dafür gibts wenigstens die faire Entschuldigung, nachdem sich Tohumcu von seiner Behandlungspause wieder aufgerappelt hat. 

highlight icon

Und die Entscheidung fällt dann relativ schnell. Den Zweikampf gegen Rosenboom können wir uns schenken, vielmehr stand Schuler kurz vor seiner Torvorlage im Abseits. Also wird der Treffer zurückgenommen. Das ging angenehm schnell. Und es beschwert sich auch keiner. 

comment icon

Nach fast genau 60 Sekunden schlägt es schon im linken Winkel ein, Traumstart für Berlin! Winkler setzt sich rechts nach einem langen Ball robust gegen Rosenboom durch, ist das ein Foul? Erstmal nicht, es geht weiter, mit Winkler, der nach innen zieht und zum kreuzenden Schuler spielt. Der gibt nach innen, Winkler verpasst, dahinter steht aber Brekalo und der schiebt aus elf Metern abgefälscht ein. Dann wird geprüft. 

match_start icon

Anpfiff von Schiedsrichter Robert Kampka im sonnigen Berlin! 

Und um ein bisschen Tradition und Feste zu feiern, wie sie fallen, geht es auch: Die Hertha feiert heute 100 Jahre Berliner Meisterschaft. Dafür wurde ein Sondertrikot angefertigt, das an die Heldenzeiten von 1906 erinnern soll, als Hertha die erste Berliner Meisterschaft gewann. Blau und Weiß in einer Diagonalen getrennt und das historische H auf der Brust. Das alles im ehrwürdigen Olympiastadion, wo gut 50.000 Fans erwartet werden. Vielmehr kann im Vorfeld nicht getan werden, um die schlimme Heimbilanz aufzubessern. 

Worum es jetzt noch geht? Darum, den Fans etwas zurückzugeben, um den eigenen Stolz, den eigenen Kopf, um Fairplay, wo die Hertha mit Kiel, Magdeburg, Fürth und Bielefeld doch ausschließlich gegen Abstiegskandidaten antritt. Keine Floskeln von uns, sondern von Abwehrkante Leistner persönlich. Und darum, um mit Freude in die Pause zu gehen, um im August einen neuen Anlauf zu starten. 

In Berlin rechnet sich Kiel durchaus etwas aus. Die eklatante Heimschwäche der Hertha ist ligaweit bekannt. Fünf Niederlagen und fünf Remis bei nur fünf Siegen vor eigenem Publikum haben der Hertha den angestrebten Aufstieg gekostet. Der ist seit den letzten zwei Spielen ohne Sieg so gut wie dahin. Gegen Kaiserslautern (0:1) und Braunschweig (1:1) hätte zumindest Platz 3 nochmal angegriffen werden können. Stattdessen wurden die zwei Spiele zum Sinnbild der Berliner Wankelmütigkeit. 

Mit 35 Punkten fehlt nicht mehr viel zur magischen 40-Punkte-Grenze. Der zweite Abstieg in Folge kann in den abschließenden Partien heute gegen die Hertha und/oder in der Folge gegen die direkten Konkurrenten Braunschweig, Magdeburg und Dresden verhindert werden, womöglich frühzeitig. Tim Walter hat mit einem Remis und zwei Niederlagen etwas Anlaufschwierigkeit gebraucht für seine zweite Amtszeit an der Ostsee. Dann wurde er aber zum Gesicht des Kieler Aufschwungs und bewies, dass er nicht nur für skurrile Pressekonferenzen ist, sondern auch für erfolgreiche Fußballspiele gut ist. 

Aber dieser Skrzybski-Ausfall sind dann auch schon die einzigen Nebelschwaden, die durch den hohen Norden wabern und für etwas blasse Stimmung sorgen. Davon will sich die KSV Holstein aber nicht stoppen lassen. Zehn Punkte aus den vergangenen vier Spielen haben vielmehr dafür gesorgt, dass die Ausgangssituation im Abstiegskampf vor den finalen vier Partien der Saison ausgezeichnet ist. 

Bei Holstein Kiel hat sich Kapitän Skrzybski am vergangenen Spieltag gegen Kaiserslautern schwerer verletzt, der Routinier musste beim 3:0-Erfolg gegen die Pfälzer zur Halbzeit ausgewechselt werden und fällt mit Problemen an der Sehne in der Wade für den Rest der Saison aus. Er wird von Kapralik ersetzt. Ansonsten verzichtet Trainer Walter auf Wechsel in seiner Erfolgself. 

So beginnt die KSV Holstein: Weiner - Rosenboom, Nekic, Zec, Ivezic - Meffert - Tohumcu, Ugoh, Davidsen - Kapralik, Harres. 

Eine Woche nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Abstiegskandidat Eintracht Braunschweig tauscht Trainer Leitl seine Startelf auf zwei Positionen aus. Zeefuik und Brekalo kommen rein, Leistner und Eichhorn müssen weichen. Eichhorn fehlt sogar rotgesperrt. Er hat damit den unrühmlichen Rekord inne, als jüngster Spieler alle Zweitligazeiten einen direkten Platzverweis kassiert zu haben. 

So spielt Hertha BSC: Ernst - Zeefuik, Gechter, Dardai, Karbownik - Cuisance, Seguin - Winkler, Brekalo, Reese - Schuler. 

Herzlich willkommen in der 2. Bundesliga zur Begegnung des 31. Spieltages zwischen Hertha BSC und Holstein Kiel.