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Island - Deutschland. WM-Qualifikation Europa Gruppe J.

Island 0

    Deutschland 4

    • S Gnabry ()
    • A Rüdiger ()
    • L Sané ()
    • T Werner ()

    Nationalmannschaft News: DFB-Team gewinnt bei Island

    Traumstart für Flick perfekt! DFB-Elf entzaubert auch Island

    08.09.2021 | 23:51 Uhr

    Auch Leroy Sane trifft gegen Island.
    Image: Auch Leroy Sane trifft beim deutlichen Sieg gegen Island.  © DPA pa

    Neun Punkte, tolle Tore und endlich wieder Begeisterung: Mit einem makellosen Start hat Bundestrainer Hansi Flick alle Zweifel an der WM-Qualifikation zerstreut und neue Lust auf die deutsche Nationalmannschaft gemacht.

    Der viermalige Fußball-Weltmeister feierte am Mittwoch gegen Island im kühlen Reykjavik ein ungefährdetes 4:0 (2:0) und damit den dritten Sieg im dritten Spiel unter Flick - allesamt ohne Gegentor.

    Der Weg zur Endrunde in Katar 2022 ist also geebnet, der Neuanfang nach der Ära Joachim Löw perfekt gelungen. Allerdings hatte auch der dritte Gegner nach Liechtenstein (2:0) und Armenien (6:0) kein internationales Format. Serge Gnabry (5.) und Antonio Rüdiger (24.) bescherten ihrer Mannschaft mit frühen Toren im 100. deutschen WM-Qualifikationsspiel einen ruhigen Abend. Leroy Sane (56.) beendete die einzige ordentliche isländische Phase, Timo Werner (89.) setzte den Schlusspunkt.

    ZUM DURCHKLICKEN: Das DFB-Team in der Einzelkritik

    1. MANUEL NEUER:
      Image: MANUEL NEUER: Klärte nach einer Viertelstunde unkonventionell mit den Fäusten gegen Johannesson, auch danach stets aufmerksam und auf dem Posten. NOTE: 3 © Imago
    2. JONAS HOFMANN:
      Image: JONAS HOFMANN: Ohne die offensiven Akzente, die ihn noch gegen Armenien ausgezeichnet hatten. Auch defensiv mit ein paar Problemen. Musste zur Halbzeit raus. NOTE: 4 © Imago
    3. NIKLAS SÜLE:
      Image: NIKLAS SÜLE: Anfangs fast wie ein Spielmacher. Oft am Ball, seine langen Bälle erreichten meistens den Adressaten - so wie vor dem 1:0 durch Gnabry. Defensiv in der Regel souverän. NOTE: 3 © DPA pa
    4. ANTONIO RÜDIGER:
      Image: ANTONIO RÜDIGER: Erzielte sein erstes Länderspieltor seit vier Jahren - wieder per Kopf, wieder nach einem Standard von Kimmich. Lief hinten immer wieder Bälle ab und gewann den Großteil seiner Zweikämpfe. NOTE: 2 © DPA pa
    5. THILO KEHRER:
      Image: THILO KEHRER: Der Aushilfs-Linksverteidiger machte auf der ungewohnten Position erneut ein ordentliches Spiel. Konzentrierte sich vornehmlich auf die Defensive. NOTE: 3 © DPA pa
    6. Joshua Kimmich:
      Image: JOSHUA KIMMICH: Seine Chipbälle sind eine Augenweide! Bereitete so Rüdigers Tor zum 2:0 vor, auch sonst immer um schnelle Spielverlagerung bemüht. NOTE: 2 © DPA pa
    7. LEON GORETZKA:
      Image: LEON GORETZKA: Aufmerksam, laufstark, passsicher - der Bayern-Profi überzeugte einmal mehr im zentralen Mittelfeld. Traumpass auf Sane vor dem 3:0. Auch dank Goretzka wird Toni Kroos nicht vermisst. NOTE: 2 © DPA pa
    8. SERGE GNABRY:
      Image: SERGE GNABRY: Der Bayern-Star trifft und trifft und trifft. War aber nicht nur wegen seines 19. Länderspieltores einer der besten im DFB-Trikot. Seine Auswechslung zur zweiten Halbzeit war einzig in der Belastungssteuerung begründet. NOTE: 2 © DPA pa
    9. ILKAY GÜNDOGAN:
      Image: ILKAY GÜNDOGAN: Bemüht, aber nicht immer glücklich. Konnte nicht nachhaltig beweisen, dass er auf der Zehn besser ist als Müller, Reus oder Havertz. NOTE: 4 © DPA pa
    10. LEROY SANE:
      Image: LEROY SANE: Kassierte in der ersten Halbzeit einen Rüffel von Flick ("Leroy, Leroy! Pass spielen!"), weil er zu lasch agierte. Steigerte sich danach und belohnte sich dafür mit dem 3:0. NOTE: 2 © DPA pa
    11. TIMO WERNER:
      Image: TIMO WERNER: Auch im dritten Spiel unter Flick als Mittelstürmer aufgeboten - doch das Toreschießen in dieser Rolle fällt ihm schwer. Wich oft aus und vergab zwei Großchancen (55. & 61.) kläglich. Bei seinem Treffer zum 4:0 war Glück dabei. NOTE: 4  © DPA pa
    12. LUKAS KLOSTERMANN:
      Image: LUKAS KLOSTERMANN (ab der 46. Minute): Kam in der zweiten Hälfte für Hofmann, spielte weitgehend unauffällig solide. Gute Hereingabe auf Werner, die dieser nicht nutzte. NOTE: 3 © DPA pa
    13. KAI HAVERTZ (ab der 46. Minute):
      Image: KAI HAVERTZ (ab der 46. Minute): Ersetzte nach dem Seitenwechsel Gnabry - und vergab zehn Minuten später eine Riesenchance. NOTE: 4 © DPA pa
    14. ROBIN GOSENS (ab der 60. Minute):
      Image: ROBIN GOSENS (ab der 60. Minute): Durfte nach überstandener Fußverletzung eine halbe Stunde für Süle ran. Stach nicht heraus. NOTE: 3 © DPA pa
    15. JAMAL MUSIALA (ab der 60. Minute):
      Image: JAMAL MUSIALA (ab der 60. Minute): Für Sane eingewechselt. Stand bei seiner auffälligsten Aktion im Weg, als Goretzka das vermeintliche 4:0 erzielte. Das Tor zählte deshalb nicht. NOTE: 4 © DPA pa
    16. FLORIAN WIRTZ (ab der 80. Minute):
      Image: FLORIAN WIRTZ (ab der 80. Minute): Löste in der Schlussphase Goretzka ab. KEINE BEWERTUNG © DPA pa

    3600 Fans in Island

    An das begeisternde Spiel gegen Armenien anzuknüpfen, gelang vor 3600 Zuschauern im ausverkauften, jedoch coronabedingt spärlich besetzten Stadion Laugardalsvöllur nicht durchgehend. Bei acht Grad und einer frischen Meeresbrise dominierte die deutsche Elf aber und ging früh in Führung. In einem eindringlichen Gespräch kurz vor Anpfiff hatte Flick seinem Schützling Gnabry wohl das Richtige erzählt - denn der stürmte durch den Strafraum und schob den Ball nach Hereingabe von Sane ins Tor.

    Der Treffer verlieh Ruhe und Souveränität. Flick coachte engagiert, schließlich hatte er seinen Spielern aufgetragen, besonders bei gegnerischen Eckbällen und Freistößen "höllisch aufzupassen". Doch von den Isländern, die ein Missbrauchsskandal um ihren Rekordtorschützen Kolbeinn Sigthorsson zutiefst erschüttert hatte, kam bis auf einen harten Linksschuss von Isak Johannesson (17.) und einen Pfostenschuss von Johann Gudmundsson (49.) wenig.

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    Sky Reporter Uli Köhler analysiert den Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Island (Video-Länge: 44 Sekunden).

    Als Rüdiger dann auch noch ein Standardtor köpfte, das tatsächlich erst zweite nach einem Freistoß seit der WM 2018, war der Weg zum Sieg bereitet. Ganz sachlich und seriös, zielstrebig, ohne Anzeichen von Schwäche - so wird Flick, der zufrieden nickte, jedoch auch ab und an lautstark eingriff, sich das vorgestellt haben.

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    Gündogan ersetzt Reus

    Denn Island, Island: Da war doch was? Ja. Vor genau 18 Jahren hatte Rudi Völler nach einem 0:0 zu seiner legendären "Scheißdreck-Käse-Weißbier"-Wutrede angesetzt. Einen weiteren "absoluten Tiefpunkt" wollte die deutsche Mannschaft vermeiden: "Wir sollten zusehen, dass Hansi nach dem Spiel nicht in eine ähnliche Situation gerät", sagte Leon Goretzka.

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    Mit Ilkay Gündogan für Marco Reus (Knieprobleme) als einziger Startelf-Änderung klappte dies phasenweise spielerisch leicht. Es war nicht immer der Biss, die Spritzigkeit der 90 Minuten gegen Armenien, was Flick an der Außenlinie energisch bemängelte. Jedoch ließ die DFB-Auswahl ihrem Gegner auch keinen Türspalt offen, um in die Partie zu finden.

    Werner trifft kurz vor Abpfiff

    Die Balance stimmte, die Abwehr mit den Außen Thilo Kehrer (links) und Jonas Hofmann (rechts), den Flick zur zweiten Halbzeit durch den Leipziger Lukas Klostermann ersetzte, blieb selten geprüft. Der Aluminiumtest des guten isländischen Kapitäns Gudmundsson aber war sehenswert, doch "Abstauber" Albert Gudmundsson stand im Abseits.

    Die DFB-Auswahl wurde etwas schläfrig, Island wurde besser, Flick blickte sogar auf seine Uhr. Joker Kai Havertz hätte dem Aufbäumen der Gastgeber ein Ende setzen können, er schob den Ball freistehend erstaunlich läppisch neben den rechten Pfosten (55.). Sanes kompromissloser Schuss aus spitzem Winkel brachte eine Minute später die Entscheidung. Goretzka hätte noch erhöhen können - das besorgte letztlich Werner.

    SID

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