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Slavia Prag - Borussia Dortmund

UEFA Champions League Gruppe F

Slavia Prag 0

    Borussia Dortmund 2

    • A Hakimi 35', 89'

    Wahnsinns-Solo und Doppelpack! Favres Hakimi-Plan geht auf

    Champions League, 2. Spieltag der Gruppenphase

    Sport-Informations-Dienst (SID)

    03.10.2019 | 12:14 Uhr

    2:58
    Champions League, 2. Spieltag: Borussia Dortmund hat durch ein 2:0 (1:0) bei Slavia Prag den ersten Sieg in der neuen Champions-League-Saison geholt. Gegen den tschechischen Meister erzielte Achraf Hakimi (35./89.) einen Doppelpack.

    Drecksarbeit vor Schönheit: Borussia Dortmund hat auf der Suche nach der verlorenen Klasse neue Tugenden entdeckt.

    Doppelpacker Achraf Hakimi hüpfte mit einer schwarzen Daunenjacke um die Schultern vor den Fans auf und ab, der "Aushilfs-Stürmer" von Borussia Dortmund strahlte mit dem ebenfalls glückseligen Marco Reus um die Wette: Nach dem 2:0 (1:0) bei Slavia Prag war den zuletzt arg gescholtenen BVB-Profis bei der Spontan-Party auf dem Rasen die Erleichterung anzusehen.

    "Das hat sehr viel Vertrauen zurückgegeben", sagte Kapitän Reus nach dem ersehnten ersten Sieg in der Champions League.

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    Hakimi vom Außenverteidiger zum Außenstürmer

    Bis dahin war es jedoch ein hartes Stück Arbeit, den Unterschied machte letztlich der gelernte Außenverteidiger Hakimi mit seinen Toren (35./89.) jeweils nach Kontern. "Hakimi hat heute auf der rechten Außenbahn ein überragendes Spiel gemacht und für uns die Partie entschieden. Er hat die Räume genutzt, der Plan des Trainers ist voll aufgegangen. Er ist extrem wichtig für uns", sagte Sportdirektor Michael Zorc bei Sky.

    Hakimi hatte in dieser Saison zuvor nur beim 3:1-Sieg gegen Köln getroffen, nun gelang ihm der erste Doppelpack eines Marokkaners in der Königsklasse. Auch Sebastian Kehl war voll des Lobes. "Er hat das hervorragend gemacht, war an allen Torszenen beteiligt. Wir wissen um seine Qualität. Er war für uns heute der Mann des Spiel", sagte der Lizenzspieler-Chef des Bundesligisten.

    3:33
    Achraf Hakimi spielte gegen Prag in der offensiven Dreier-Reihe und erzielte prompt einen Doppelpack. Lucien Favre erklärt bei Sky seine taktische Maßnahme. (Länge: 3:33 Minuten)

    Brandt als Alcacer-Ersatz in der Startelf

    Nach dem Bonuspunkt gegen Barcelona (0:0) hat das Team von Trainer Lucien Favre nun im Kampf um das Achtelfinale eine glänzende Ausgangsposition, mit vier Punkten liegt der BVB vor Barca (4), Inter Mailand und Prag (je 1). "Wir sind natürlich erleichtert, weil wir die letzten drei Spiele nicht gewonnen haben. Heute haben wir gut dagegen gehalten", sagte Zorc nach dem Sieg im 250. Europapokalspiel der Vereinsgeschichte, der den Westfalen eine Atempause verschafft und sie vor weiterem Krisengerede bewahrt.

    3:14
    BVB-Sportdirektor Michael Zorc spricht über den 2:0-Sieg gegen Slavia Prag und lobt dabei den Auftritt Doppel-Torschütze Achraf Hakimi. (Länge: 3:14 Minuten)

    Wie von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gefordert stellte sich der BVB von Beginn an dem Kampf. Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Schlagersänger Karel Gott, der 1996 mit Norbert Dickel auch die Hymne "Schwarzgelb - wie Biene Maja" aufgenommen hatte, nahm der BVB zunächst das Heft in die Hand. Die Stadion-Regie hatte das Anschauungsmaterial geliefert: Auf der Leinwand wurden vor Anpfiff Bayern Münchens sieben Tore aus dem Spiel bei Tottenham gezeigt.

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    Das schien Inspiration zu sein. Mit Rückkehrer Julian Brandt und dem genesenen Mats Hummels kam die Favre-Elf nach wenigen Sekunden zur ersten Ecke, kurz darauf bot sich Jadon Sancho (2.) die erste große Chance. Mario Götze saß derweil trotz des Ausfalls von Torjäger Paco Alcacer nur auf der Bank, ganz vorne stürmte Brandt als Spitze vor Marco Reus.

    2:03
    BVB-Kapitän Marco Reus analysiert am Sky Mikrofon den 2:0-Sieg bei Slavia Prag. (Länge: 2:03 Minuten)

    Hakimi vollendet sehenswertes Solo

    Immerhin: Dortmund blieb anders als zuletzt ohne frühes Gegentor. Das war vor allem der Verdienst von Torhüter Roman Bürki, der in höchster Not mit dem Fuß gegen Lukas Masopust (21.) rettete. Der erste starke Angriff brachte dann die Führung. Der pfeilschnelle Hakimi leitete einen Konter über rechts ein, kam über Brandt wieder an den Ball, spielte im Strafraum zwei Gegner und den Torwart aus und vollendete eiskalt unter die Latte.

    Nach der Pause ging es dann hin und her. Erst legte sich Sancho nach langem Solo den Ball zu weit vor (47.), dann traf Slavia-Sturmspitze Stanislav Tecl das Außennetz (53.). Dortmund wehrte sich nun mit Leidenschaft gegen die nicht aufsteckenden Tschechen, Torszenen waren Mangelware. Hakimi machte kurz vor Schluss alles klar.

    Sport-Informations-Dienst (SID)

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