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LIV Golf Invitational Series: Milliardenschwere Saudi-Tour spaltet die Golf-Szene

Milliardenschwere Saudi-Tour spaltet die Golf-Szene

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Kurz vor dem Start der umstrittenen LIV Golf Invitational Series: Auch Golfprofi Dustin Johnson wendet sich von der PGA-Tour ab.

Phil Mickelson ist dabei, Tiger Woods verzichtet offenbar: Die umstrittene Saudi-Tour LIV Golf Invitational Series spaltet die Szene, Geld scheint keine Rolle zu spielen.

Eine Summe, so atemberaubend, dass so manchem die Vorstellungskraft dafür fehlt - aber Geld kann einen wie Tiger Woods wohl nicht mehr locken. Auch ein "hoher neunstelliger Betrag" habe den Weltstar nicht von der neuen Saudi-Tour überzeugen können. Zumindest, wenn man Greg Norman, Vorstand der umstrittenen Turnierserie, Glauben schenken mag.

Mickelson tritt bei der LIV Golf Invitational Series an

Phil Mickelson hingegen griff zu. Via Twitter kündigte er an, dass er einen Vertrag mit LIV Golf Investments abgeschlossen habe. Bereits ab Donnerstag wird er am ersten Turnier der Serie in der Nähe von London antreten. Mickelson, der seit Februar nicht mehr gespielt hat, ist "bereit zur Rückkehr zum Spiel, das ich liebe. Nach 32 Jahren ist dieser neue Pfad ein frischer Start".

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Einer, der es finanziell in sich hat. Laut Medienberichten handelt es sich um 200 Millionen Dollar allein für die Teilnahme des sechsmaligen Major-Siegers. Eine stolze Summe, doch anscheinend meilenweit von dem entfernt, was Woods geboten worden ist. Denn die "hohe neunstellige" Zahl, von der Norman im Interview mit der Washington Post sprach, lässt Raum für reichlich Spekulationen, die bis zu knapp einer Milliarde US-Dollar reichen.

Doch Woods hatte bereits im Mai betont, dass die PGA Tour ein "Vermächtnis" sei, das seiner Meinung nach viel zu bieten habe. Die Prioritäten von Mickelson sehen offenbar anders aus.

Mickelson: "Arbeitsweise der PGA Tour neu gestalten"

Zwar hatte er im Februar in einem Interview mit dem Autor Alan Shipnuck die saudischen Unterstützer von LIV Golf als "beängstigend" bezeichnet, auch habe der Wüstenstaat eine "schreckliche Bilanz" bei Menschenrechten. Warum er einen Start bei der Konkurrenz-Tour trotzdem in Betracht ziehe? "Weil es eine einmalige Gelegenheit ist, die Arbeitsweise der PGA Tour neu zu gestalten."

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Denn diese agiere seiner Meinung nach manipulativ und ohne jedes Interesse für die Belange der Spieler. Dabei war er vor etwas mehr als einem Jahr genau dort noch gefeiert worden. Im Alter von 50 Jahren hatte "Lefty" als bislang ältester Spieler ein Major-Turnier bei der US PGA Championship gewonnen.

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Selbst der Letzte kassiert 120.000 Euro - Kaymer dabei

Für seine Aussagen hatte sich Mickelson später entschuldigt und sich zurückgezogen. Nun wird er als einer von insgesamt 48 Golfern den Schläger ab Donnerstag im noblen Centurion Golf schwingen. Der Auftakt der LIV Golf Invitational Series ist mit 25 Millionen Dollar Preisgeld dotiert, selbst der Letzte bekommt noch 120.000 Dollar, einen Cut gibt es nicht.

Für Woods dennoch keine Option. Es gebe genug Geld, hatte der 46-Jährige im Mai noch gesagt: "Aber es ist wie in jedem anderen Sport auch. Du musst da raus gehen und es verdienen. Es ist nicht von vornherein garantiert."

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Einige konnten dem Angebot dennoch nicht widerstehen. So ist auch der einst beste deutsche Golfer Martin Kaymer bei der Saudi-Tour dabei, ebenso die ehemaligen Major-Sieger Sergio Garcia (Spanien), Louis Oosthuizen, Charl Schwartzel (beide Südafrika) und Dustin Johnson. Der US-Amerikaner hat dafür sogar seine Mitgliedschaft auf der PGA-Tour zurückgegeben. Ein bisschen Kleingeld gibt es dafür natürlich auch.

SID

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