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EHF CL: Flensburg will für das "Wunder von Veszprem" alles geben

VELUX EHF Champions League

Isabel Barquero Pena

04.05.2019 | 19:18 Uhr

Gemeinsam kämpfen für den großen Traum in Köln.
Image: Gemeinsam als Team kämpfen für den großen Traum in Köln. © Imago

Sechs Tore Rückstand sind auf den ersten Blick viel - doch im Handball ist alles möglich. Die SG Flensburg-Handewitt will im Viertelfinal-Rückspiel der VELUX EHF Champions League gegen Telekom Veszprem HC das Unmögliche möglich machen. Sky zeigt das Spiel am Samstag live und exklusiv auf Sky Sport 1 HD.

Der Glaube an das "Wunder von Veszprem" ist gering. Doch er lebt, denn bekanntermaßen stirbt die Hoffnung zuletzt. Die Ausgangslage ist allerdings alles andere als rosig. Nachdem die SG Flensburg-Handewitt im Hinspiel mit 22:28 dem ungarischen Rekordmeister unterlag, müssen sie nun mit mehr als sechs Toren Unterschied - in Ungarns Handball-"Hölle" - gewinnen.

2:06
EHF Champions League: Die SG Flensburg-Handewitt kassiert im Viertelfinal-Hinspiel gegen KC Veszprem eine bittere 22:28-Pleite (Videolänge: 2:06 Min.).

Die Chancen auf das Final 4 in Köln am 1. und 2. Juni (live auf Sky) sind gering, doch SG-Trainer Maik Machulla sieht sein Team im psychologischen Vorteil: "Wir haben nichts zu verlieren. Meine Mannschaft hat in dieser Saison bewiesen, dass sie eine Menge bewegen kann."

Machulla sieht Mini-Chance

Am Samstag (ab 17:15 Uhr live auf Sky) werden die Norddeutschen einiges in Bewegung setzen müssen, wenn sie in dieser Saison international noch mitreden möchten. "Wir müssen einfach versuchen, das Unmögliche möglich zu machen", weiß der Coach.

Doch das ist leichter gesagt als getan - vor allem in der Veszprem-Arena. Die mit 5000 Zuschauern ausverkaufte Halle gilt als Handball-Hochburg, in ihr entfaltet sich eine der lautesten Handball-Atmosphären der Welt. "Uns erwartet dort die Hölle", so Machulla vor dem Flug nach Ungarn.

Trainer Maik Machulla will am Wochenende jubeln - auch wenn die Chancen dafür ziemlich gering sind.
Image: Trainer Maik Machulla will am Wochenende jubeln - auch wenn die Vorzeichen dafür nicht sonderlich gut sind. © Imago

Zudem sind die Gastgeber um den ehemaligen Flensburger Kentin Mahe in bester Form. Der ungarische Spitzenklub gewann in der Königsklasse die letzten zehn Partien hintereinander. Unschlagbar ist die Mannschaft des spanischen Trainers David Davis aber nicht: In der Vorrunde schafften es sowohl die Rhein-Neckar Löwen als auch Vardar Skopje, dort zu gewinnen.

"Wir brauchen Struktur"

Machulla fordert von seinen Spielern vor allem eins: einen kühlen Kopf bewahren. "Wir brauchen Struktur, wollen mutig auftreten und werden uns ein paar Dinge überlegen", kündigt der Coach an.

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Und das müssen die Flensburger auch: Im Hinspiel fanden sie vor allem im zweiten Durchgang keine Lösungen gegen die sehr großgewachsene 6:0-Defensive. Die Abwehr des ungarischen Rekordmeisters glich einem Bollwerk.

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Zum vierten Mal in Folge Endstation Viertelfinale?

Wie im Hinspiel hat Veszprem erneut den Vorteil, sich länger auf den harten Fight vorzubereiten. Der deutsche Meister musste zweimal in der DKB Handball-Bundesliga ran. Durch die Vorverlegung des Ligaspiels gegen Leipzig hatten die Flensburger immerhin drei Tage Pause: "Das wird uns körperlich und mental gut tun", sagt Machulla. Das Plus an Freizeit ist aber nichts im Vergleich zu Veszprems Neun-Tage-Auszeit.

Realistisch betrachtet, dürfte am Samstag für die Nordlichter Schluss sein. Das wäre dann die dritte Runde hintereinander ohne deutsche Beteiligung in der Kölner Lanxess Arena. Die Rhein-Neckar Löwen schieden bereits in der ersten K.o.-Runde aus.

Aufholjagd von 2014 soll sich wiederholen

Die Rechnung für das Rückrundenspiel ist einfacher als die Partie: "Die erste Hälfte mit fünf Toren gewinnen, die zweite mit zwei - dann wären wir weiter", so SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. "Wir haben schon häufiger auswärts gewonnen, obwohl wir zu Hause verloren hatten." Bestes Beispiel: Im legendären Kölner Halbfinale von 2014 holte die SG in den letzten acht Minuten einen Sechs-Tore-Rückstand gegen den FC Barcelona auf. Einen Tag später war die Trophäe der VELUX EHF Champions League im Eigentum der Nordlichter.

Veszprem hingegen erlebte zwei Jahre später ein Trauma: Im Endspiel von 2016 gaben die Ungaren einen Neun-Tore-Vorsprung gegen Kielce leichtsinnig aus der Hand.

Im Handball ist also alles möglich. Machulla ist sich jedenfalls sicher: "Wir können nur gewinnen, während die Spieler von Veszprem nur noch verlieren können, da sie für fast alle schon in Köln sind. Das kann uns in die Karten spielen."

VELUX EHF Champions League - die Livestreams im Überblick

VELUX EHF Champions League - die Livestreams im Überblick

Die Handball Königsklasse live und frei empfangbar bei skysport.de. Sky zeigt alle Spiele der VELUX EHF Champions League ohne deutsche Beteiligung im Livestream.

VELUX EHF Champions League wo und wann?

Samstag, 4. Mai

Telekom Veszprem HC - SG Flensburg-Handewitt ab 17:15 Uhr live auf Sky Sport 1 HD

FC Barcelona - HBC Nantes ab 19:30 Uhr im Livestream auf skysport.de

Sonntag, 5. Mai

Paris Saint-Germain HB - PGE Vive Kielce ab 17 Uhr im Livestream auf skysport.de

MOL-Pick Szeged - HC Vadar ab 19 Uhr im Livestream auf skysport.de

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