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Eine Legende geht: Flensburgs Karlsson beendet Karriere

DKB Handball- Bundesliga

SID

15.02.2019 | 21:59 Uhr

Karlsson war 2009 von der HSG Nordhorn nach Flensburg gewechselt.
Image: Karlsson war 2009 von der HSG Nordhorn nach Flensburg gewechselt. © Imago

Der 37-jährige Tobias Karlsson beendet im Sommer seine langjährige Handball-Karriere. Der Kapitän und Abwehrchef des deutschen Meisters SG Flensburg-Handewitt wird den Klub nach zehn Jahren verlassen und nach der Saison mit seiner Familie zurück in seine schwedische Heimat gehen.

"Es fühlt sich teilweise an, als würde man sich von einem Teil der Familie trennen", sagte Karlsson und sprach von einer "ganz schweren Entscheidung" für ihn und seine Familie: "Ich fühle jetzt, dass die Zeit gekommen ist und dass ich jetzt fertig bin. Ich habe zehn Jahre nicht nur bei der SG gespielt, sondern mit der SG gelebt." Er sei "sehr froh, sehr dankbar für alles was ich mit der SG erleben durfte und immer noch darf".

Karlsson gewann mit Flensburg sämtliche Titel

Karlsson gewann mit Flensburg neben dem Meistertitel in der vergangenen Saison auch den DHB-Pokal (2015), den Europapokal der Pokalsieger (2012) und die Champions League (2014). Mit der schwedischen Nationalmannschaft holte der Abwehrspezialist 2012 in London die olympische Silbermedaille. Zudem nutzte Karlsson seine Popularität, um sich gegen die Diskriminierung von Homosexuellen zu engagieren.

"Tobias zählt für mich zu den außergewöhnlichsten Handballern, die je bei der SG gespielt haben", sagte Flensburgs Geschäftsführer Dierk Schmäschke: "Er ist und bleibt neben und auf dem Spielfeld eine überragende Persönlichkeit." Karlsson habe seine Rolle als Kapitän "immer mit hohem Einsatz und vorbildlich im Sinne der Mannschaft und des Sports ausgefüllt".

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Machulla adelt seinen Kapitän

SG-Trainer Maik Machulla meinte: "Mit Tobias verlässt uns das Herz der SG! Ich habe größten Respekt vor seinen gezeigten Leistungen, seiner Karriere, der Art und Weise, wie er seinen Beruf lebt und wie er jeden Tag die SG verkörpert." Die Entscheidung komme für ihn nicht überraschend "und trotzdem trifft sie mich sehr hart und löst sehr viele Emotionen in mir aus", sagte Machulla: "Ich persönlich verliere einen überragenden Kapitän, den beste Abwehrspieler der Welt und einen Freund!"

Sport-Informations-Dienst (SID)

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