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Handball: Alle Platz-Kämpfe im Überblick

Von Meisterschaft bis Abstiegskampf: Die Kämpfe der HBL

Yannik Taxis

23.11.2020 | 12:40 Uhr

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Handball-Bundesliga, 8. Spieltag: Der THW Kiel bleibt in der HBL erster Verfolger von Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen. Der Rekordmeister gewann beim Bergischen HC mit 32:27 (15:15) und weist nun 12:2 Punkte auf (Videolänge: 2:15 Minuten).

Nach acht Spieltagen in der HBL deutet sich für einige Klubs an, wo die Reise in dieser Saison hingehen soll. Für andere Teams ist noch vieles möglich. Ein paar Überraschungen bringt die Tabelle auch mit. Die Platz-Kämpfe der HBL im Überblick.

Ein Dreikampf an der Spitze, die Jagd nach dem Spitzen-Trio und ein großer Kampf um den Klassenerhalt. Das ist das aktuelle Bild in der LIQUI MOLY HBL. Doch in dieser Saison gibt es auch die ein oder andere Überraschung.

Dreikampf an der Spitze

Wie schon in den letzten Jahren, sieht es nach einem Dreikampf um die Meisterschaft aus. Die Rhein-Neckar Löwen führen aktuell die Tabelle mit 14:2 Punkten an. Auf dem zweiten Platz, mit einem Spiel weniger, steht der THW Kiel (12:2 Punkte), dicht gefolgt von der SG Flensburg-Handewitt (10:2 Punkte). Seit dem HSV Hamburg in der Saison 2010/11 gibt es kein anderes Team, dass Deutscher Meister werden konnte. Man kann sich daher auf einen spannenden Kampf um die Spitze freuen.

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Die Jagd nach dem Top-Trio

Spannend ist auch die Verfolgungsjagd auf die Top-Teams. Schaut man nur auf die Minuspunkte, sind gleich fünf Klubs der Spitze auf den Fersen. Allen voran die MT Melsungen mit 9:3 Punkten. Doch auch die Füchse Berlin (7:5 Punkte), der SC DHFK Leipzig (7:5 Punkte) und FRISCH AUF! Göppingen (6:4 Punkte) wollen den Anschluss zur Spitze nicht verlieren. Die Überraschungs-Mannschaft der Saison bisher ist der TVB Stuttgart, der mit 11:5 Punkten ebenfalls zu den ersten Verfolgern gehört. Die Stuttgarter hatten zwar mehr Spiele als die anderen Verfolger, allerdings müssen diese Spiele erstmal gewonnen werden.

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Die Überraschungen

Doch nicht nur der TVB Stuttgart überrascht positiv in dieser Saison. Auch der HC Erlangen steht nach einem schwierigen Start mit neun Pluspunkten da. Zuletzt holte die Mannschaft um Trainer Michael Haas drei Siege aus drei Spielen. Überzeugen konnte auch der letztjährige Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen. Die HSG konnte bisher in jedem Spiel ganz gut mithalten, auch in den Duellen gegen Flensburg (26:33) und Kiel (29:35). Ganz wichtig für Nordhorn-Lingen sind aber die drei Siege gegen die direkten Abstiegskonkurrenten HSC Coburg (29:26), TuSEM Essen (33:26) und die Eulen Ludwigshafen (27:24).

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Handball-Bundesliga, 8. Spieltag: Im Aufwind ist derzeit die HSG Nordhorn-Lingen. Den Niedersachsen gelang beim 33:26 (16:15) bei TuSEM Essen bereits der dritte Saisonsieg (Videolänge: 2:13 Minuten).

Die Enttäuschungen

Weniger gut läuft es derzeit für den SC Magdeburg und die TSV Hannover-Burgdorf. Die eigentlich so heimstarken Magdeburger mussten sich in dieser Spielzeit schon dreimal zu Hause geschlagen geben. In der letzten Saison hatte der SCM gerade Mal zwei Heimniederlagen. Um den Anschluss nach oben nicht zu verlieren, muss die Truppe von Bennet Wiegert also zu alter Stärke zurückfinden.

Die alte Stärke fehlt auch in Hannover: Seit dem Karriere-Ende von Spielmacher Morten Olsen und den Abgängen von Timo Kastening (MT Melsungen) und Mait Patrail (Rhein-Neckar Löwen), läuft es für die Recken eher durchwachsen. In der laufenden Saison konnte der TSV erst drei Spiele gewinnen. Kein gutes Zeichen, denn die großen Aufgaben liegen den Recken noch vor der Brust. Das junge Team um Nationalspieler Fabian Böhm sollte sich schleunigst wieder stabilisieren, um nicht in den Abstiegskampf zu geraten.

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Kampf um den Klassenerhalt

Der Abstiegskampf ist in diesem Jahr noch spannender als in den letzten Jahren. Aufgrund des Saisonabbruchs im letzten Jahr gab es keine Absteiger. Deshalb müssen diese Saison gleich vier Mannschaften das deutsche Oberhaus verlassen. Mitten drin im Abstiegskampf stecken: GWD Minden, die Eulen Ludwigshafen, TuSEM Essen, HBW Balingen-Weilstetten und HSC 2000 Coburg. Alle fünf Teams kommen zusammen gerade Mal auf zehn Pluspunkte.

Doch die Handball-Kenner wissen: Keine Mannschaft steigt ab, bevor nicht die letzte Sekunde der Saison vorbei ist. Das beste Beispiel sind die Eulen: In der Saison 2017/18 und 2018/19 machten die Eulen jeweils am letzten Spieltag den Klassenerhalt klar. Hoffnung bleibt also für alle Teams im Tabellen-Keller, den Abstieg in dieser Saison zu verhindern.

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