Zum Inhalte wechseln

Handball-Bundesliga: 10 Fragen und 10 Antworten zur letzten Saison

Rückblick auf die Handball-Saison 2018/19

Katja Parpart

31.07.2019 | 18:56 Uhr

Matthias Musche ist mit 198 Toren derzeit bester Torschütze der Handball Bundesliga.
Image: Matthias Musche ist mit 256 Toren der beste Torschütze der Saison 2018/19. © Imago

Bevor die neue Saison der Handball-Bundesliga losgeht lohnt sich ein Blick zurück auf die vergangene. Bei Sky gibt's die Antworten auf die zehn wichtigsten Fragen zur Saison 2018/19!

1. Welche Spieler warfen die meisten Tore?

Antwort: Mit insgesamt 256 Buden ist Magdeburgs Matthias Musche der Torschützenkönig der Saison 2018/19. Der SCM-Linksaußen führt die Liste vor Tim Hornke (215) und Marcel Schiller (207) an.

Den besten Handball live streamen

Den besten Handball live streamen

Mit Sky Ticket die DKB Handball-Bundesliga und die VELUX EHF Champions League ganz bequem live streamen. Einfach monatlich kündbar.

2. Wer überzeugte von der Sieben-Meter-Linie?

Antwort: In dieser Kategorie dominieren - wenig überraschend - die Außenspieler der Liga. Die Top Ten der Siebenmeterschützen besteht ausschließlich aus Flügelflitzern. Angeführt wird die Liste von Maximilian Holst (HSG Wetzlar), der vom Strich 108 Mal traf (bei einer Quote von 82,4 Prozent!). Auch in dieser Disziplin überzeugten Tim Hornke (104 Tore) und Marcel Schiller (98). Quotentechnisch ragen zudem Tobias Reichmann (50 Treffer/86,2 Prozent), Bobby Schagen (59/85,5) und Christoph Steinert (57/85,1) heraus.

Ein bekanntes Bild: Wetzlars Maximilian Holst stand in der Saison 2018719 häufig an der Siebenmeterlinie - und meistens traf er.
Image: Ein bekanntes Bild: Wetzlars Maximilian Holst stand in der Saison 2018/19 häufig an der Siebenmeterlinie - und meistens traf er. © Imago

3. Wer war der beste Torhüter?

Antwort: Die Statistik sagt: Silvio Heinevetter - zumindest an der Anzahl der Paraden gemessen. 327 Mal stoppte der Keeper der Füchse Berlin die Würfe seiner Gegner. Allerdings musste er auch 723 Gegentore zulassen (31 Prozent gehaltene Bälle). Zieht man die Quote zurate, kommt Folgendes heraus: Flensburgs Benjamin Buric parierte in der Saison 2018/19 überragende 36,2 Prozent aller Würfe, die auf sein Tor kamen. Dicht auf den Fersen waren ihm der Ex-Kieler Andreas Wolff sowie das Löwen-Gespann Andreas Palicka und Mikael Appelgren (jeweils über 35 Prozent).

Voller Emotionen: Flensburg-Torhüter Benjamin Buric.
Image: Voller Emotionen: Flensburg-Torhüter Benjamin Buric ist gemessen an der Quote gehaltener Bälle der beste Torhüter der Saison 2018/19. © Imago

4. Welche Abwehr stand am besten?

Antwort: Laut Statistik haben die Rhein-Neckar Löwen insgesamt am meisten Beton in der Abwehr angerührt. Das scheint nach der eher enttäuschenden Saison der Mannheimer überraschend - aber die Zahlen lügen nicht. Schaut man genauer hin, überzeugten vor allem die Torhüter der Löwen (siehe 3.). Das Duo Appelgren/Palicka kommt insgesamt auf starke 450 Paraden und hat mit 851 Toren die drittwenigsten Gegentreffer auf dem Konto. Dass die Keeper ihren Job so gut machen können, setzt ein gutes Block- und Stealverhalten der Abwehr voraus - auch hier geht der dritte Platz der Liga an die Löwen. Am wenigsten Gegentore hat jedoch Meister SG Flensburg-Handewitt bekommen (768), gefolgt vom Vize THW Kiel (806).

5. Welche Offensive war am erfolgreichsten?

Antwort: Mit 1018 Treffern stellt der THW Kiel den torreichsten Angriff der vergangenen Saison - dicht gefolgt vom SC Magdeburg (1010). Die meisten Siebenmeter verwandelten die Füchse Berlin (130). Die wenigsten technischen Fehler produzierte die Flensburger Mannschaft (179), aber auch in dieser Disziplin überzeugten die Zebras mit dem zweiten Platz (183). Am meisten Fehler machten die Eulen Ludwigshafen (234).

6. Welche Spiele waren am engsten?

Antwort: In der Saison 2018/19 gingen insgesamt 15 Spiele unentschieden aus. Am häufigsten trennten sich Ludwigshafen und Lemgo remis - jeweils vier Mal. Der Gipfel der Spannung wurde allerdings im Saisonfinale erreicht, als die Eulen durch den Last-Second-Sieg über Minden (31:30) noch den Klassenerhalt sicherten - dank des gleichzeitigen 25:25-Remis von Gummersbach und Bietigheim. Auffällig viele knappe Spiele lieferte in der vergangenen Saison auch die SG Flensburg-Handewitt. Sieben Spiele des deutschen Meisters gingen nur mit einem Tor Unterschied aus. Auffällig: Trotz der vielen knappen Spiele hat die SG nicht einmal unentschieden gespielt und nur zweimal verloren. Das klarste Ergebnis gab's übrigens in der Partie THW Kiel gegen GWD Minden - das 39:19 war der höchste Sieg der Saison.

Mehr dazu

7. Welche Hallen waren am vollsten?

Antwort: Den besten Zuschauerschnitt der vergangenen Saison hat - wie schon seit Jahren - der THW Kiel. Insgesamt 174.845 Fans sahen die 17 HBL-Heimspiele des Rekordmeisters, ein Schnitt von 10.285 Zuschauern pro Spiel. Nicht ganz die 8.000er-Marke haben die Rhein-Neckar Löwen (7.932) und die Füchse Berlin (7.689) erreicht.

Flensburg ohne Routiniers

Flensburg ohne Routiniers

Karlsson weg, Lauge weg: Fehlt Flensburg die Erfahrung?

8. Welches Spiel hatte die meisten TV-Zuschauer?

Antwort: Alle 306 Bundesliga-Partien gab's bekanntlich live auf Sky - die erfolgreichste Übertragung war das Spitzenspiel THW Kiel gegen Rhein-Neckar Löwen mit 191.000 Zuschauern. Die Partie der SG Flensburg-Handewitt - ebenfalls gegen die Löwen - ist mit 173.000 Zuschauern auf dem zweiten Platz. Durchschnittlich sahen 253.000 Handball-Fans pro Spieltag die Übertragungen von Sky.

9. In welchem Spiel fielen die meisten Tore?

Antwort: Im torreichsten Spiel der Saison fielen sage und schreibe 71 Tore - es war der 40:31-Sieg des SC Magdeburg über GWD Minden. Zum Vergleich: Im Durchschnitt gab's pro Spiel nur 53,2 Treffer.

10. Wer war der größte Favoriten-Schreck?

Antwort: Ein Underdog ist der SC Magdeburg bestimmt nicht, trotzdem hat er die Titelanwärter ordentlich geärgert. Meister Flensburg gewann zuhause zwar noch knapp gegen den SCM (26:25), im Rückspiel musste sich die SG dann aber geschlagen geben (24:23). Dem THW Kiel spielten die Magdeburger noch übler mit. Keinen einzigen Punkt konnte der Rekordmeister gegen den SCM holen, der damit für zwei von drei Kieler Saison-Niederlagen verantwortlich ist. Aber auch der Bergische HC wirbelte die Liga auf. Zwar reichte es nicht für Punkte gegen die Top Four, aber der BHC überraschte dennoch den einen oder anderen Favoriten. Die bergischen Löwen besiegten Melsungen, Berlin und Hannover in ihrer Heimhalle - und sogar auswärts in der Göppinger „Hölle Süd" schnappten sie sich beide Punkte!

Mehr zur Autorin Katja Parpart

Weiterempfehlen:

Mehr stories