Zum Inhalte wechseln

Handball News: THW Kiel in der Krise

Blamage passt ins Bild: Kiel nach Sagosen-Schock in der Krise

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Handball-Bundesliga, 9. Spieltag: Der TuS N-Lübbecke schafft die Sensation und besiegt den THW Kiel (Video-Länge: 2:23 Minuten).

Der THW Kiel steckt nach der "Blamage" bei Aufsteiger TuS N-Lübbecke in einer veritablen Krise. Die Meisterschaft gerät für den Abo-Champion immer weiter aus dem Blickfeld.

Filip Jicha war fassungslos. "Das ist eine sehr bittere Pille für uns. Mehr noch: eine Blamage", schimpfte der Trainer des THW Kiel und las seinen Stars nach der 25:29-Lehrstunde bei Aufsteiger TuS N-Lübbecke, dem vierten (!) sieglosen Ligaspiel in Folge, in aller Öffentlichkeit die Leviten.

Jicha sprach von "zu vielen Ausreden", redete von "viel Unruhe" und davon, dass "keiner" am Ende Verantwortung übernommen hätte - und so kam der frühere Welthandballer nach der "Riesen-Enttäuschung" zu dem ernüchterndem Schluss: "Momentan müssen wir über die Meisterschaft nicht reden."

Kieler Blamage passt ins Bild

Wohl wahr: Ausgerechnet zur Länderspielpause hat der THW die Tabellenspitze mit nun sechs Minuspunkten aus dem Blickfeld verloren, die Titelverteidigung ist nach gut einem Viertel der Saison in weite Ferne gerückt.

Denn der Tabellenführer SC Magdeburg baute sein beeindruckende Siegesserie am Sonntagnachmittag weiter aus. Der Klubweltmeister setzte sich am neunten Spieltag gegen den HC Erlangen nach einem dramatischen Ende mit 28:27 (16:13) durch und ist weiterhin ohne Punktverlust. Erster Verfolger bleiben die Füchse Berlin, die bei Pokalsieger TBV Lemgo mit 28:27 gewannen.

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Die Füchse Berlin und der SC Magdeburg markieren fast zeitgleich den Siegtreffer in ihren Partien - und das kurz vor Schluss! (Video-Länge: 1:11 Minuten).

Die Kieler Blamage in der Provinz passt ins momentane Bild des Rekordmeisters, denn der Klub macht seine erste veritable Krise unter Jicha (seit 2019 THW-Coach) durch. Erst am Freitag war bekannt geworden, dass Schlüsselspieler Sander Sagosen, um den Kiel so gerne seine künftige Mannschaft aufgebaut hätte, seinen 2023 auslaufenden Vertrag nicht verlängert und wohl spätestens dann in seine Heimat zu Kolstad Handball wechseln wird.

Kein Kieler erreicht Normalform

THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi wollte die Unruhe beim Branchenprimus aber nicht als Ausrede gelten lassen. "Das ist unentschuldbar. Ohne die Leistung von Lübbecke schmälern zu wollen, ist das für uns eine Blamage", sagte der Österreicher bei Sky. Und auch THW-Kapitän Domagoj Duvnjak konstatierte: "Für dieses Spiel gibt es keine Entschuldigung." Man sei "eigentlich chancenlos" gewesen. Nun gelte es, nach vorn zu schauen, "mit solchen Spielen gewinnen wir aber nicht in der Bundesliga".

Mehr dazu

In der Partie beim Traditionsklub aus Ostwestfalen erreichte keiner der Kieler Normalform, Sagosen kam im ersten Spiel nach seiner Abschiedsankündigung immerhin noch auf sieben Treffer. Das war aber spätestens am Sonntag überhaupt kein Thema mehr: Am Nachmittag wurde Sagosen als einer von gleich vier neuen Spielerin in Trondheim vorgestellt - der nächste Stich in die Kieler Handball-Seele.

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

THW Kiels Trainer Filip Jicha über den Wechsel von Sander Sagosen. (Videolänge: 1:08 Minuten)

"Ich möchte klarstellen, dass ich mich nicht gegen den THW Kiel, sondern für meine Familie und meine Heimat entschieden habe", sagte Sagosen, die letzten Wochen seien "wirklich hart" gewesen. Er habe "immer davon geträumt, irgendwann einmal zu Hause die Möglichkeit zu haben, erfolgreich Handball zu spielen".

SID

Weiterempfehlen:

Mehr Geschichten